Stärken: Die Zinsen liegen weit über dem, was andere Banken in Österreich zahlen, wie der Geldanlage-Vergleich von Biallo.at zeigt. Für Sparbeträge bis 10.000 Euro gibt es für die Bindung von sechs bis elf Monaten 2,5 Prozent Zinsen pro Jahr. Für eine Bindung von zwölf bis 23 Monate erhöht sich der Zinssatz auf 3,00 Prozent. Bei 24 bis 35 Monaten steigt der Zinssatz auf 3,40 Prozent. Anlagezeiträume von 36 bis 47 Monate bringen bereits 4,0 Prozent, 48 bis 60 Monate sogar 4,30 Prozent Zinsen jährlich.
Bei einem Anlagebetrag von 30.000 Euro gestalten sich die Zinssätze ja nach Anlagedauer wie folgt:
Die Mindesteinlage ist mit 1.000 Euro niedrig. Man kann sich bei mehrjährigen Anlagen die Zinsen entweder jährlich auszahlen lassen oder am Ende der Laufzeit und so den Zinseszins-Effekt nutzen. Zudem kann der Anleger beim Abschluss entscheiden, ob das Geld nach der Laufzeit automatisch verlängert wird oder nicht. Gebühren fallen keine an.
Schwächen: Wegen der unangenehmen Erfahrungen mit der isländischen Kaupthing-Bank werden viele Geldanleger nur verhalten ihr Geld einer Bank aus Estland anzuvertrauen, zumal das Land selbst mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft. Andererseits gehört Estland der Europäischen Union an. Die Bank selbst behauptet zwar in einem uns vorliegenden Schreiben an einen Kunden, dass im Fall einer Insolvenz die EU einspringen würde. Doch diese Aussage ist falsch. Eine Rechtsgrundlage hierzu gibt es nicht. Es könnte sein, muss aber nicht sein.
Mitbewerber: Wer ein geringeres Risiko eingehen will, muss sich mit weniger Zinsen zufrieden geben. In diesem Fall sind etwa die gebundenen Spareinlagen von Denizbank, Vakifbank oder der Porsche Bank mit bis zu 3,25 Prozent Zinsen interessant.
Fazit: Die Zinsen der Big-Bank sind hoch, die Sicherheit indes niedrig. Kein Fall für sicherheitsorientierte Sparer.
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