
VKI-Devise: Finger weg von kombinierten Er- und Ablebensversicherungen
Hauptgrund dafür sind neben dem allgemeinen Rückgang der Zinsen die hohen Kosten. Diese führen dazu, dass nur rund achtzig Prozent der eingezahlten Summe tatsächlich veranlagt werden. Konkret zeigt das VKI-Rechenbeispiel ze, dass bei Einzahlung von insgesamt 24.000 Euro nach Abzug von Kosten, Risikoprämie und Versicherungssteuer nur rund 19.000 Euro übrig bleiben, die auch tatsächlich veranlagt werden. Ärgerlich für die Verbraucher ist zudem, dass für Konsumenten nicht immer ersichtlich ist, welche Kosten im Detail anfallen. „Intransparent, unflexibel und teuer. Kombinierte Er- und Ablebensversicherungen sind schlicht und einfach nicht zu empfehlen. Daher lässt man besser die Finger davon.“ So lautet etwa das Kurzurteil von VKI-Geschäftsführers Franz Floss.
Holen Sie mehrere Versicherungsangebote ein
Grund genug für alle, die derzeit planen eine Lebensversicherung abzuschließen, mehrere Angebote von Versicherungen einzuholen, genau zu erfragen, welche Kosten – insbesondere Provisionszahlungen – anfallen, wie hoch der Betrag ist, der tatsächlich angelegt wird und wie hoch die zu erwartende Rendite sein wird. Und im Vergleich dazu Angebote von reinen Ablebensversicherungen und reinen Lebensversicherungen einzuholen. Der Vergleich macht sich sicherlich bezahlt.
Hin und her macht die Taschen leer
Jene, die schon kombinierte Er- und Ablebensversicherungen abgeschlossen haben und jetzt von mageren Renditen enttäuscht sind, sollten ihre Verträge dennoch nicht voreilig kündigen. Damit würde man deutlich weniger zurückerhalten als eingezahlt wurde. Und lassen Sie sich auch nicht von geschickten Beratern verleiten, in einen neuen Vertrag mit scheinbar besseren Erträgen zu wechseln. Denn auch hier fällt in der Regel wieder die gesamte Kostenlast an: Hin und her macht Taschen leer, bringt es Versicherungsexpertin Kreindl auf den Punkt.
Trost gibt es für die Besitzer von kombinierten Er- und Ablebensversicherungen nur wenig – so können sie etwa durch jährliche Zahlungsweise oder durch Streichen unnötiger Zusätze wie Prämienerlass im Krankheitsfall oder Unfalltod, ihre Kosten etwas senken, aber das schale Gefühl geringer Erträge bleibt.
Schade. Denn so wird auch die Vorsorgebereitschaft der Verbraucher beschädigt. Und das kann wohl niemand wollen.

