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02.03.2011

EZB möchte Zinsniveau normalisieren

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Obwohl der Weg zu einer nachhaltigen Schuldensituation noch weit ist, nehmen wir aus dem vergangenen Jahr drei wesentliche positive Erkenntnisse mit, so Scammell: Erstens besitzt Europa für den Umgang mit Staatskrisen jetzt eine Art Handlungsrahmen, und die Erfahrungen, die die Politiker dabei gemacht haben, können sich 2011 als unschätzbar erweisen. Zweitens hat die EZB (wenn auch nur widerwillig) damit begonnen, Staatsanleihen zu kaufen und im Zuge dieser Käufe Papiere im Wert von über 70 Milliarden Euro am Sekundärmarkt erworben. Drittens schließlich hat die EZB im Jahresverlauf 2010 die von ihr bereitgestellte Notliquidität schrittweise wieder abgezogen – ein Zeichen des Vertrauens in die Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung und eine Bestätigung dafür, dass der Bankensektor wieder in besserer Verfassung zu sein scheint.

Obwohl der Liquiditätsabzug positiv zu werten ist, gibt es ein Problem. So hat die EZB klar gemacht, dass Nullzinsen zu Verzerrungen führen und sie daher das Zinsniveau, idealerweise so bald wie möglich, gern normalisieren würde. Erreicht wird dies entweder durch die Abschaffung der unbegrenzten Finanzierung von Banken oder durch eine Erhöhung des Refinanzierungssatzes.

Gefahr für Randländer der Eurozone

Die Randländer der Eurozone würden von einer solchen Normalisierung nicht profitieren, wohl aber die stärksten Mitgliedstaaten, die die Politik traditionell maßgeblich beeinflussen. Für die angeschlagenen Finanzinstitute in den Peripherieländern besteht dabei die Gefahr, dass sich die Situation weiter verschärft, und das, obwohl sie im Grunde auf weitere Unterstützung angewiesen sind.
 

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