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EZB-Chef - Nachfolger gesucht
 
23.02.2011

EZB-Chef - Nachfolger gesucht Droht eine Umverteilung von den reichen Ländern zu den Schuldenmachern?

Von Michael Andreas
Im Herbst soll Jean-Claude Trichet als EZB-Präsident abgelöst werden. Ein Nachfolger aus einem finanzmaroden EU-Land stösst auf massives Misstrauen.
„Im Herbst soll Jean-Claude Trichet als EZB-Präsident abgelöst werden. Wird ein Nachfolger aus einem maroden EU-Land die Inflation klar bekämpfen oder für eine Umverteilung von reichen Ländern zu Schuldenmachern sorgen?“

 

In der jüngsten Umfrage "Frasl fragt" hat Biallo.at erkundet, wie groß das Vertrauen bzw. Misstrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die künftige Führung der Europäischen Zentralbank (EZB), der Hüterin der Gemeinschaftswährung Euro, ist. Der ursprünglich als Nachfolger von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gehandelte Chef der Deutschen Bundesbank Axel Weber galt als Garant eines stabilitätsorientierten Kurses der Europäischen Zentralbank. Nach der Absage Axel Webers für das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank könnte auch ein Vertreter eines maroden Eurolandes EZB-Präsident werden. Damit steigt die Angst vor einer Umverteilung per Inflation innerhalb der EU von den Ländern, die ihrer Bevölkerung harte Sparmaßnahmen aufgebürdet haben hin zu den Schuldenmachern in der EU.

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Misstrauen in künftigen Stabilitätskurs der EZB dominiert

Wie groß das Misstrauen der Österreicherinnen und Österreicher ist, zeigt die jüngste Umfrage „Frasl fragt“ von Biallo.at. Nur 8,72 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass ein künftiger EZB-Präsident aus einem der maroden EU-Staaten gegen die Inflation kämpft. 25,99 Prozent meinen sogar, dass der künftige EZB-Chef „nicht gegen die Geldentwertung kämpft“. 50,82 Prozent der Umfrageteilnehmer befürchten, dass der Nachfolger von Jean-Claude Trichet „Umverteilung von den reichen Ländern zu den Schuldenmachern“ zulässt. Nur 14,47 Prozent der Umfrageteilnehmer antworteten schlicht mit „weiß nicht“.

Fazit: Das Misstrauen der Österreicherinnen und Österreicher gegenüber einem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, der aus einen finanzmaroden EU-Staat kommt, ist extrem ausgeprägt.
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