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Sorgenkind Spanien
 
02.03.2011

Können sich Staaten und Banken 2011 selbst finanzieren?

Obwohl 2011 weniger Anleihen emittiert werden dürften, besteht für die Länder der EU Peripherie aufgrund der deutlich gesunkenen Nachfrage nach wie vor ein Finanzierungsrisiko. Viel hängt davon ab, inwieweit die Märkte diese Länder attackieren – die Herabstufung durch Ratingagenturen könnte etwaige Finanzierungsprobleme noch verschärfen. Wenn sich die internationalen Investoren von Peripherieanleihen abwenden, werden sich die betroffenen Staaten verstärkt auf die Binnennachfrage nach ihren Anleihen verlassen müssen. Länder wie Italien, deren Anleihen zu einem großen Teil im Inland gehalten werden, sind dadurch besser gestellt als Länder, in denen dies nicht der Fall ist.

Portugal wird EU-Hilfe brauchen

Dass nach Griechenland derart schnell auch andere Peripherieländer ins Straucheln geraten sind, war eine ziemliche Überraschung. Die Märkte sind daher absolut nicht in der Stimmung, weitere fiskalische Probleme zu tolerieren. "Dies veranlasst uns zu der Annahme, dass Portugal Hilfe benötigen wird. Das Land hat seine Haushaltsziele für dieses Jahr nicht erreicht, und es wird Jahre dauern, ehe die strukturell niedrige Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit behoben sind", so Scammell.

Sorgenkind Spanien

Noch wichtiger ist die Frage, inwieweit spanische Anleihen 2011 unter Druck geraten werden. Der Emissionskalender Spaniens ist gut gefüllt und die Schwäche im Bankensektor immer noch offensichtlich. Allerdings hat die Regierung Schritte zur Einschränkung der öffentlichen Ausgaben unternommen, während ein Teil der Banken in den letzten Monaten mit Erfolg an die Märkte zurückgekehrt ist. Für jedes Land, das sich für eine nachhaltige Haushalts-konsolidierung entscheidet, besteht das größte Risiko letztlich in einem starken Anstieg der Finanzierungskosten. Die künftige Entwicklung wird daher maßgeblich vom Vertrauen bzw.der Skepsis der Anleger beeinflusst.

Aggressiverer Maßnahmen der EZB notwendig

Zur Lösung der Probleme Europas bedarf es entweder eines dynamischeren Wachstums, besserer Haushaltszahlen oder aggressiverer Maßnahmen seitens der EZB. Da Wachstum und Haushaltskonsolidierung fraglich sind, "muss die EZB unseres Erachtens möglicherweise mehr dafür tun, um das Überleben des Euro sicherzustellen" meint Scammell. Ohne ein entschiedeneres Eingreifen dürften die Länder der Eurozone wirtschaftlich immer weiter auseinanderdriften.

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