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Europäische Union
 
22.04.2011

Spanier halten ihr Geld zusammen

 

Korrespondierend zur Einkommenserwartung sinkt auch die Anschaffungsneigung europaweit. Lediglich in der Tschechischen Republik, Österreich und auch in Italien kann der Indikator aktuell an Wert zulegen. Rumänien hat sich von seinem Absturz im vergangenen Jahr leicht erholt und stabilisiert sich derzeit – allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Der Indikator steht im März bei -35,1 Punkten. Die mit Abstand höchsten Werte weisen Österreich mit 30,9 Punkten sowie Deutschland mit 34,3 Punkten auf.

Entgegen den sonstigen Entwicklungen in der Tschechischen Republik steigt die Anschaffungsneigung im März um 7,8 Punkte auf -2,9 Punkte an. Die Wirtschaftskrise kam bei den tschechischen Verbrauchern verspätet erst Ende 2009 an, war dann aber deutlich spürbar. Die Tschechen änderten ihr Einkaufsverhalten grundlegend – von einem eher von Spontanität und den aktuellen Bedürfnissen geleiteten Konsum hin zu wohl durchdachten Einkäufen. Die Qualität gewann gegenüber der Quantität deutlich an Bedeutung. Die Kaufzurückhaltung scheint seit Ende des vergangenen Jahres jedoch wieder abzunehmen. Die Anschaffungsneigung ist seit November um gut 17 Punkte angestiegen.

Binnennachfrage treibt Polens Wirtschaft an
Die polnische Wirtschaft ist stark von der Binnennachfrage getrieben. Dadurch war sie auch während der Wirtschaftskrise nicht so stark betroffen wie andere europäische Länder, deren Wirtschaft stärker von der Exportentwicklung abhängig ist. Bereits Ende 2009 hat sich Polen spürbar von dem wirtschaftlichen Rückgang erholt. Dies zeigt ganz deutlich der Verlauf der Anschaffungsneigung. Ende 2008 fiel der Indikator von 23,1 Punkten im November bis auf -26,7 Punkte im April 2009.
Seitdem jedoch ist die Anschaffungsneigung wieder kontinuierlich angestiegen und erreichte im Februar einen vorläufigen Höchststand von 25,5 Punkten. Aktuell musste der Indikator wieder Verluste hinnehmen und steht derzeit bei 16 Punkten. Die Wirtschaftsdaten des Landes sind jedoch gut. Das Staatsdefizit soll in diesem Jahr von 7,9 Prozent auf 5,8 Prozent und im nächsten Jahr auf etwa 4 Prozent fallen. Experten prognostizieren ein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 4,1 Prozent. Der Rückgang bei der Anschaffungsneigung wird somit vermutlich nur kurzfristiger Natur sein.
Spanien leidet an Immobilienblase
In Spanien leidet die Wirtschaft seit der Finanzkrise und dem Platzen der Immobilienblase sehr. Das Hauptaugenmerk der Regierung liegt derzeit auf der Kontrolle der Staatsfinanzen. Im Zuge dessen wurden die öffentlichen Ausgaben drastisch reduziert, die Gehälter und Pensionen der Beamten sowie Sozialleistungen gekürzt. Auf der anderen Seite wurde beispielsweise die Mehrwertsteuer um 2 Prozentpunkte angehoben. Hinzu kommt eine hohe Arbeitslosigkeit ohne die Aussicht auf einen erheblichen Rückgang in diesem Jahr.
Die Spanier wissen nicht, was in den nächsten Monaten auf sie zukommt. Dementsprechend versuchen sie, ihr Geld soweit wie möglich zusammen zu halten und nur die nötigsten Anschaffungen zu tätigen. Die Sparquote ist dementsprechend hoch und liegt derzeit bei etwa 16 Prozent. Dennoch konnte sich die Anschaffungsneigung in den vergangenen Monaten auf niedrigem Niveau erholen. Von Dezember 2010 bis Februar 2011 stieg der Indikator von -11,2 Punkten auf 37,5 Punkte an. Allerdings verunsichern die immer wiederkehrenden Diskussionen, ob Spanien doch noch die Finanzhilfen des EU-Rettungsschirms in Anspruch nehmen muss, die Verbraucher. Folglich fiel der Indikator im März wieder auf -10,7 Punkte ab.
 
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