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Walter K. Eichelburg
 
24.09.2011

Walter K. Eichelburg Die Welt-Finanzkrise ist da

Von Wolfgang Thomas Walter
Die Ratingagenturen nehmen jetzt Europa ins Visier, der IWF sieht schwarz für die Weltwirtschaft, die Federal Reserve (Fed) ist ratlos. Investor Walter K. Eichelburg über den bevorstehenden Kollaps im globalen Finanzsystem und seine Folgen.
Walter K. Eichelburg hartgeld.com Wir haben eine Welt-Finanzkrise Finanzportal Biallo.at
Dipl.Ing. Walter K. Eichelburg, Informatiker und Investor in Wien.
Biallo.at: Erst Griechenland, unlängst Italien – Ratingagenturen sehen für Europas Kreditwürdigkeit zunehmend schwarz. Wann kommt eine Herabstufung der Kernländer Frankreich oder gar Deutschland? Welche Folgen hätte solch ein „großer Knall“?

Walter K. Eichelburg: Wenn die Rating-Agenturen wollen, etwa wenn Deutschland und Frankreich zu viel retten. Das ist dann der Untergang des Euro mit panischer Flucht daraus.


Biallo.at: Euro-Schuldenkrise und ein besorgniserregendes internationales Wirtschaftsumfeld. Der IWF ist in Aufruhr und sieht die Weltwirtschaft für 2012 in einer gefährlichen neuen Phase. Wie schätzen Sie die Lage für die kommenden Monate ein? 

Walter K. Eichelburg: Noch in 2011 dürfte ein großer Crash im Finanzsystem kommen, vermutlich von Europa ausgehend. Dazu kommt natürlich noch, dass die Weltwirtschaft auch ohne Crash schon zusammenbricht. Nach dem Crash geht es noch viel schneller. Wir bekommen dann eine Welt-Depression, an der sich höchstens die Gold-Bugs etwas erfreuen können.

Biallo.at: Im Falle eines griechischen Staatsbankrotts, der selbst in deutschen Regierungskreisen nicht mehr ausgeschlossen wird, würden hellenische Banken ohne Stützung durch den Euro-Rettungsfonds EFSF umgehend in die Pleite rutschen. Was droht dann Banken in den restlichen europäischen Ländern?

Walter K. Eichelburg: Griechenland ist selbst nicht wichtig. Ein Griechen-Bankrott würde aber den Märkten zeigen, dass diese ganzen Euro-Rettungsschirme real nichts wert sind. Die Flucht aus den Banken, die viele PIGS-Anleihen halten ist heute schon im Gang, etwa in Frankreich. Vermutlich kommt dann der große Systemkollaps innerhalb von Tagen.

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Biallo.at: Banken misstrauen sich offenbar immer mehr: Die Einlagen der Kreditinstitute im Euroraum bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind zu Wochenbeginn erneut deutlich gestiegen. Ein Effekt, der bereits aus der Finanzkrise nach dem Lehman-Crash bekannt ist. Ein deutliches Indiz für einen bevorstehenden – noch dramatischeren – Finanzkollaps?

Walter K. Eichelburg: Die Lehman-Krise in 2008 hat das Finanzsystem nur mit Mühe überlebt. Heute ist die Situation viel kritischer, da die Staaten selbst im Untergang sind, die 2008 noch helfen konnten. Wenn der Crash kommt, wird er alle Banken innerhalb von Stunden umreissen. Die Banken trauen sich ohnehin schon nicht mehr. Der Interbankenmarkt und die Ausgaben von Bankanleihen sind großteils zum Erliegen gekommen.

Biallo.at: Trotz kurzfristiger Erholungstendenzen in den vergangenen Tagen. Die aktuelle Baisse an den Börsen der „Alten Welt“ beschert Anlegern hohe Vermögensverluste. Im fernen Osten hingegen boomen die Märkte. Die Euro-Misere treibt Anleger nun zunehmend nach Asien. Welche Folgen drohen unseren Volkswirtschafen?

Walter K. Eichelburg: Im fernen Osten boomen die Märkte? Das muss ein westlicher Trugschluss sein. China steht selbst kurz vor dem Crash. In Südkorea wird eine Bank nach der anderen geschlossen. Wir haben eine Welt-Finanzkrise.

Biallo.at: Um die Wirtschaft in den USA anzukurbeln, diskutieren Experten derzeit zwei mögliche Szenarien für die nächsten Schritte der Federal Reserve (Fed). Geld drucken oder nicht! Wiederholen die Notenbank gar ein Manöver aus den 60er Jahren und tanzt Ben Bernanke demnächst den Twist?

Walter K. Eichelburg: Ben "Helicopter" Bernanke, der Gelddrucker. Mehr fällt ihm nicht mehr ein. Wie wir in den USA gesehen haben, wird damit nur die Inflation angekurbelt, die Wirtschaft nicht mehr. Ja und den Besitzern von Geldvermögen wird vorgegaukelt, dass diese noch da wären. Man wird drucken, bis die Flucht aus allen Währungen in das Gold richtig läuft. In Europa wird es dabei den Euro zerreissen.

Biallo.at: Bei allem bleibt der Blick auf den Rohstoffmarkt. Gold und Silber werden derzeit eher „klein“ gehalten, und deren weiteres Aufwärtspotential wurde bereits vielfach besprochen. Wo gibt es für Anleger jenseits von gelb-silber Ihrer Meinung nach aktuell lohnende Investmentchancen?

Walter K. Eichelburg: Ja, man drückt wieder auf die Preise von Gold und Silber. Diese sind jetzt die einzige Fluchtwährung aus Euro, Dollar, Yen, Pfund, etc., nachdem die Schweiz mit allen Mitteln ihren Franken drückt. Außer Gold und Silber bleibt nicht mehr viel, vielleicht Wald, aber dieser ist "unhandlich". Man muss raus aus dem Papier und den Währungen.

Dipl.Ing. Walter K. Eichelburg

... ist Informatiker und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel auf dem Finanz- und IT-Sektor.

Seine Gold-Website www.hartgeld.com wurde 2006 gegründet und ist nach eigenen Angaben derzeit das meistgelesene Gold- und Krisen-Webportal im deutschsprachigen Raum. Es befasst sich umfassend mit allen Aspekten der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2007 sowie mit der Geldanlage in Gold/Silber. Hartgeld.com ist ein „News-Aggregator“, der alle wesentlichen Meldungen zu diesem Themenkreis für den Leser leicht auffindbar macht. Das produziert über zwei Millionen Zugriffe pro Monat allein auf die Homepage. Hartgeld.com wird von Walter K. Eichelburg über seine Hartgeld GmbH mit Sitz in Wien betrieben.

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