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Walter K. Eichelburg
 
14.09.2011

Walter K. Eichelburg "Aus dem Euro kann man nur mehr raus"

Von Erwin J. Frasl
Euro und US-Dollar crashen gerade, selbst Schweizer Franken und Immobilien sind keine sicheren Häfen mehr. Walter K. Eichelburg zu den aktuellen Währungskrisen in Zeiten drohender Euro-Bonds und den Investment-Chancen für Anleger in Gold und Silber.
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Dipl. Ing. Walter K. Eichelburg: Das Ende des Euro naht

Biallo.at: Herr Eichelburg, Gold und Silber konnten 2011 erwartungsgemäß gewaltig zulegen. Der plötzliche Einbruch nach dem erneuten Rekordstand von 1.900 Dollar/oz. hat so manchen Anleger aber verunsichert. Heißt es nun Nerven bewahren und weiter nachlegen?

Walter K. Eichelburg: Wer in Gold oder Silber investiert hat, sollte einmal abwarten bis sich Euro und Dollar zerlegen. Das kommt aber sehr bald, besonders mit den jetzt deutlicher aufziehenden Finanzkrisen in Europa und den USA.

Biallo.at: Sehen Sie derzeit generell bessere Chancen mit Gold oder mit Silber? Nur im physischem Bereich, oder auch bei Gold- oder Silberaktien, Fonds, ETFs oder etwa Xetra-Titel?

Eichelburg: Von allem Gold-Papier ausser Minenaktien sollte man die Finger lassen, das nichts wert ist, wenn es wirklich kracht. Minenaktien sind etwas für Spezialisten mit grösserem Vermögen. Also bleiben physisches Gold- und Silbermetall - im eigenen Besitz und ohne Kredit gekauft. Das sollte für alle die Basis sein, auch für die Spezialisten.

Biallo.at:
Erwarten Sie im Laufe des Jahres ein erneut weiteres Sinken des Eurokurses gegenüber dem US-Dollar?

Eichelburg: Der Euro wird gegenüber dem eigentlich miesen Dollar weiter crashen, da jetzt neben Griechenland und Portugal auch Spanien untergeht. Aus dem Euro kann man nur mehr raus, raus, raus. Die Vermögen da drinnen sind verloren. Der Euro wurde bereits aufgegeben und wird nur noch solange gehalten, bis genügend Staaten eigene Währungen fertig haben.

Biallo.at: Viele Anleger investieren angesichts der Euro-Schwäche auch in Schweizer Franken oder in Immobilien – sind diese Geldanlagen in puncto Sicherheit aus Ihrer Sicht Gold oder Silber ebenbürtig?

Eichelburg: Nein, Gold ist echtes Geld - alles wird gegenüber Gold "deflationieren", besonders Immobilien, da sie total überteuert sind - sehen sie nach Spanien. Die Schweiz vernichtet aktuell ihren eigenen Franken um den Euro zu stützen. Also bleiben in der Papierwelt in Europa nur mehr die Tschechenkrone und die Norwegerkrone.

Biallo.at: Deutsche und Österreicher sind in Sachen Inflation weitaus ängstlicher als Länder im Süden Europas. Sind das übertriebene Sorgen oder erwarten Sie ein stärkeres Ansteigen der Geldentwertung in den nächsten zwei, drei Jahren?

Eichelburg: Der Euro crasht gerade, die Inflation besonders bei Importprodukten steigt daher. Man sieht es etwa an der Tankstelle. Besonders in Deutschland reagiert man sehr empfindlich auf Geldentwertung und dort beginnen die Leute mit Geld bereits aus dem Euro zu flüchten: In Gold, Wald, Bauernhöfe, Küchen, Hausrenovierungen, Fremdwährungen. Wenn der Euro nicht mehr zu halten ist, explodieren die Preise richtig - wie in jeder Währungskrise. Die Preise von Finanzwerten kollabieren aber.

Dipl.Ing. Walter K. Eichelburg

... ist Informatiker und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel auf dem Finanz- und IT Sektor.Seine Gold-Website www.hartgeld.com wurde 2006 gegründet und ist nach eigenen Angaben derzeit das meistgelesene Gold- und Krisen-Webportal im deutschsprachigen Raum. Es befasst sich umfassend mit allen Aspekten der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2007 sowie mit der Geldanlage in Gold/Silber. Hartgeld.com ist ein „News-Aggregator“, der alle wesentlichen Meldungen zu diesem Themenkreis für den Leser leicht auffindbar macht. Das produziert über zwei Millionen Zugriffe pro Monat allein auf die Homepage. Hartgeld.com wird von Walter K. Eichelburg über seine Hartgeld GmbH mit Sitz in Wien betrieben.

Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
06.04.2011 10:41 Uhr - von Harry Haller
Silber und Glock
Zu amoratis und dessen Kommentar zu Peter Stahlmann: Wer Silber hat, hat auch eine Glock, womöglich eine 21, damit lässt sich der Speck gut verteidigen ...
01.04.2011 17:40 Uhr - von amoratis
Träumerle
Peter Stahlmann: Danke Eichi Ich bin zu 99% in Silber und FREUE mich schon auf den Crash, und die Ausnahmesituation und den Speck beim Bauern für 1 Unze Silber, während alle mit ihrem Papier das Cheminée anheizen! Herrlich. Na toll, ich sehe Sie schon vor mir, wie Sie Ihre Unzen mit Ihrem Leben verteidigen, weil jede Menge verarmte Menschen um Sie herum vor Hunger, Verzweifelung und Hoffnungslosigkeit nach jedem Strohalm (ihrem Besitz) greifen werden, nur um zu überleben - niemand kann sich ernsthaft das kommende wünschen, oder sich in Vorfreude üben - das ist einfach nur DUMM
15.07.2010 09:43 Uhr - von Realist
Leider hat er Recht
Im Großen und Ganzen wird es so kommen. Denke aber, dass es noch etwas länger dauert. Die Politik und die Finanzwelt werden den Euro und den Dollar verteidigen - koste es was es wolle. Aber auf Dauer können sie auch nicht gegen die Markt- (Natur-) Gesetze an. Das ganze System wird kollabieren. Ob es nur noch ein paar Monate sind (wie Herr Eichelburg meint) oder aber noch 2-3 Jahre, dass weiß niemand. Viel länger geht es sicher nicht.
13.06.2010 12:06 Uhr - von Pascal
Naja
Vergessen wurde der Hinweis, dass man auf der Seite des Herrn Eichelburg rein zufällig natürlich auch jede Menge Links zu Goldshops findet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... Herr Eichelburg hat bereits für Ostern
12.06.2010 12:04 Uhr - von Peter Stahlmann
Danke Eichi
Ich bin zu 99% in Silber und FREUE mich schon auf den Crash, und die Ausnahmesituation und den Speck beim Bauern für 1 Unze Silber, während alle mit ihrem Papier das Cheminée anheizen! Herrlich.
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