Freitag, 26.08.2016 13:52 Uhr
RSS | Inhalt |
Gold-Rallye 2011
 
24.08.2011

Gold-Rallye 2011 Die großen multiplen Zuwächse kommen erst noch

Von Erwin J. Frasl
„Nur wer den ganzen Zyklus drinbleibt, wird am Ende richtig verdienen.“ Der Investor und Betreiber von hartgeld.com Walter K. Eichelburg über Chancen und Fehler in der aktuellen Goldrallye - und darüber hinaus.
Gold-Silber-Edelmetalle-Währungen-Investor-Aktien-Finanzkrise-Zentralbanken-Papiergeld-Euro-Dollar-Realwerte-www.hartgeld.com
Dipl.Ing. Walter K. Eichelburg setzt voll auf Edelmetalle
Biallo.at: Sie betreiben seit vielen Jahren die Website hartgeld.com für den langfristigen Edelmetall-Investor. Wie langfristig muss ein Investor aus Ihrer Erfahrung in Edelmetalle investieren, um erfolgreich zu sein?

Walter K. Eichelburg: Ein Investor sollte möglichst den gesamten Zyklus einer Asset-Klasse drinnen bleiben, um die großen Multiplen zu erreichen. Bei Aktien war das von 1982 bis 2000, von 1990 bis 2000 hat aber auch gereicht. Jetzt gibt es dort nur mehr kleine Bear-Market-Ralleys. Bei Gold/Silber begann der Zyklus ab 2000, aber man kann auch jetzt noch einsteigen, die großen multiplen Zuwächse (etwa das 30- bis 50-fache gegenüber Aktien) kommen noch. Bis zum Ende des Zyklus etwa 2015 bis maximal 2020.

Biallo.at: Hat die Finanzkrise das Interesse der Anleger aus Ihrer Sicht nachhaltig verändert?

Eichelburg: Eine richtige Finanzkrise haben wir noch nicht gesehen, bei Aktien nur Mini-Crashes, bei Bonds noch kaum welche. Die richtigen Crashes kommen noch, aber nicht unbedingt gegenüber Euro oder Dollar, sondern gegenüber Gold. Erst dann werden die Leute aufwachen und alles Papier für lange Zeit verdammen.

Biallo.at: Was sind Ihrer Einschätzung nach die gröbsten Fehler die Anleger bei ihren Investments in Edelmetalle machen?

Eichelburg: Die Investoren, die heute in Edelmetalle gehen, gehören zum "Smart Money" und die werden richtig verdienen, wenn sie den ganzen Zyklus drinbleiben. Die Masse macht immer den gleichen Fehler: Sie geht am Höhepunkt in eine Asset-Klasse hinein, dann fährt diese runter. Wie um 1999 bei Aktien, bei Gold wird es genauso sein. Vor 5.000 Dollar bis 10.000 Dollar pro Unze wird die Masse nicht in Gold gehen. Der nächste Fehler ist Kauf auf Kredit. Beim geringsten Kurseinbruch verkaufen sie dann in Panik. Verluste sind hier unausweichlich.

Biallo.at: Was hat Ihr besonderes Interesse an Edelmetallen geweckt?

Eichelburg: Ich bin seit über 25 Jahren Investor und habe immer erkannt, welche Asset-Klasse "billig" ist und vermutlich steigen wird. Nach dem Ende der Aktienbubble in 2000, wo ich großteils ausgestiegen bin, war ich auf der Suche nach einem neuen zukunftsträchtigen Investment. Man muss dazu natürlich viele Quellen lesen.

Biallo.at: Werden Investments in Edelmetalle Ihrer Erfahrung nach eher von jungen oder älteren Menschen bzw. von Frauen oder Männern bevorzugt? Oder gibt es da gar keine erkennbaren Unterschiede?

Eichelburg: Aus den Zuschriften zu meiner Website ist zu entnehmen, dass es meist Männer sind, das Alter dürfte bunt gemischt sein. Wesentlich ist, ob jemand über den Tellerrand hinausblickt und erkennt, was kommt. Das sind leider immer noch recht wenige.
Lesen Sie auch
Biallo.at: Wie schätzen Sie die Entwicklung der Preise bei einzelnen Edelmetallen wie Gold und Silber in den nächsten zwei Jahren ein?

Eichelburg: Die Preise für Gold und Silber werden seit längerer Zeit von den Zentralbanken künstlich gedrückt, da diese die wichtigste Konkurrenz zu deren Papiergeldern darstellen. So entspricht etwa der damalige Preis aus der Dollarkrise von 1979/80 vom Januar 1980 mit 850 Dollar/oz heute unter Einbeziehung der realen Preissteigerungen (nicht der gefälschten Inflationsstatistiken) etwa 7.500 Dollar/oz. Es ist also noch ein weiter Weg von den heutigen  1140 Dollar/oz - 850 Euro/oz nach oben.

Nachdem der Euro in absehbarer Zeit zerfallen wird und der Dollar genauso marode ist, wird den Investoren nichts übrigbleiben, als das Finanzsystem zu verlassen und Realwerte zu kaufen. Daher steigen auch die Rohstoffpreise bereits. Die beste Lösung wird das alte Geld Gold/Silber sein, dass dann auch wieder das neue Geld werden wird. Also eine Untergrenze beim Goldpreis von 50.000 Dollar/oz als Höhepunkt kann man annehmen. Nach oben gibt es keine Grenze. Ob das schon in zwei Jahren geschieht, kann man nicht sagen, aber wahrscheinlich ist es.

Biallo.at: Lebt die Beliebtheit von Edelmetallen von der Angst der Anleger vor Papiergeld?

Eichelburg: Ja. Wir sind in einem Investitons-Zyklus der von Papierwerten weg wieder zu Realwerten geht. Das geht immer hin und her, etwa alle zehn bis 20 Jahre. Dieses Mal wird nicht nur wie üblich die Gier die Leute in die Edelmetalle treiben, als viel mehr die Angst vor crashenden Währungen. Die beste Investment-Kombination, die man sich vorstellen kann.

Dipl.Ing. Walter K. Eichelburg

...  ist Informatiker und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel auf dem Finanz- und IT-Sektor.

Seine Gold-Website www.hartgeld.com wurde 2006 gegründet und ist nach eigenen Angaben derzeit das meistgelesene Gold- und Krisen-Webportal im deutschsprachigen Raum. Es befasst sich umfassend mit allen Aspekten der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2007 sowie mit der Geldanlage in Gold/Silber. Hartgeld.com ist ein „News-Aggregator“, der alle wesentlichen Meldungen zu diesem Themenkreis für den Leser leicht auffindbar macht. Das produziert über zwei Millionen Zugriffe pro Monat allein auf die Homepage. Hartgeld.com wird von Walter K. Eichelburg über seine Hartgeld GmbH mit Sitz in Wien betrieben.

Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
08.12.2010 07:10 Uhr - von Horst Schlämmer
REVOLUTION
Walther Eichelburg for Präsident: Trulla Nixtu, MißErfolg go home!!!! Schade das wir eine Kolonie von .... sind. Aber ich finde meine Demokratur superplusgut ;-)
07.12.2010 18:41 Uhr - von Rumpel di Pumpel
Ja lieber in schriftlicher Form
Weil den Eichelburg versteht man als Schweizer nämlich überhaupt nicht. also was er sagt mein ich, nicht was er tut. da haben viele Schweizer Verständnis für. Er könnt ja fast ein Schweizer sein so wie er handelt. Aber nicht wie der redet. Wo bitte sind die Untertitel?
09.07.2010 18:53 Uhr - von Gradient
Downloads/Artikel beachten.
S.I.! Was die großen Phasen innerhalb der übergeordneten Wirtschaftperiode angeht, hat sich Walther von Eichelburg nicht nur ein enormes Wissen angeeignet, sondern seine Ausführungen über das "große Bild" und die Zusammenhänge (Kondratieffperiode, Ian Gordon, Karl Menger, Geldmarkttheorie usw.) sind in ihrer Präzision, Klarheit der Sprache, Argumentationsdichte und ihres "auf den Punkt bringens" mindestens genial. Ich empfehle für Anfänger auf seiner <www.hartgeld.com> Seite vor allem seine älteren Publikationen in der Rubrik Downloads/Artikel. Seine Videos, die im Internet kursieren vermitteln einen falschen Eindruck. Er ist dort schwer verständlich und wirkt, als ob er die Worte "verschmieren" und nicht richtig artikulieren würde. Gruß Gradient
09.07.2010 17:38 Uhr - von webmax
Überlagerung
Die angesprochenen Assetklassen-Zyklen gibt es, die jetztige wird aber eindeutig von der BigBang-Welle überlagert und befeuert, hervorgerufen durch den alle 60-70 Jahre stattfindenden, systemimmanenten Crash des Zinseszins-Papiergeldsystems. Dazu hört man wenig von Walter, auch nichts über das, was danach kommt. Er wird vielleicht gar nicht mehr richtig genießen können, was er herbeiwünscht...
22.04.2010 18:18 Uhr - von Willi Winzig
Danke
God Save the Eichelburg ! Da wird Klartext gesprochen. Pflichtlektüre für alle aufgeweckten. www.hartgeld.com
22.04.2010 12:58 Uhr - von Marktorakel.com
Alles richtig!
Gold und Silber werden noch weiter steigen. Ungemach bei Staatsanleihen kommt immer näher.
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Code hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Foto: www.hartgeld.com ID:732
Wir Helfen
Tagesgeld
Nr. Anbieter Zins  
1 MoneYou
1,10 %
MoneYou
2 Hello bank!
1,05 %
Hello bank!
3 Austrian Anadi
0,88 %
Austrian Anadi
4 Renault Bank
0,80 %
Renault Bank
5 DenizBank
0,60 %
DenizBank
Laufzeit:3 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gesamten Vergleich anzeigen:Tagesgeld
Sparindex
Tagesgeld
Tagesgeld-Index sterreich
Durchschnittszins, 10.000 Euro
Festgeld
Nr. Anbieter Zins  
1 MoneYou
1,30 %
MoneYou
2 Crédit Agricole
1,25 %
Crédit Agricole
3 Austrian Anadi
1,11 %
Austrian Anadi
4 DenizBank
1,00 %
DenizBank
5 Renault Bank
1,00 %
Renault Bank
Laufzeit:12 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gesamten Vergleich anzeigen:Festgeld
Sparindex
Festgeld
Tagesgeld-Index sterreich
Durchschnittszins, 10.000 Euro
Kolumne
ERWIN J. FRASL

von ERWIN J. FRASL

Finanzmedien

Wertschätzung für Informationen, die bares Geld bedeuten

Wenn kein Wunder passiert, wird das WirtschaftsBlatt, Österreichs einzige Tageszeitung für Wirtschaft und Finanzen, Anfang September eingestellt. Ein schwerer Schlag auch für Verbraucher.

Kolumne lesen Archiv Kolumne
Anzeige
Girokonto
Nr. Anbieter Dispozinsen  
1 Hellobank Gehaltskonto
6,90 %
Hello bank!
2 ING-DiBa Gehaltskonto –sterreich
6,90 %
ING-DiBa
2 Hellobank Girokonto
6,90 %
Hello bank!
2 bankdirekt
7,25 %
bankdirekt
3 easybank
6,90 %
easybank
Online-Girokonten
Gesamten Vergleich anzeigen:Girokonto
Gastkommentar
Manfred Lappe

von Manfred Lappe

Wirtschaftsfaktor Flüchtlinge

In der öffentlichen Diskussion zum Thema Flüchtlinge (besser: Schutzsuchende) kommt es insbesondere in zwei Bereichen zu undifferenzierten Pauschalierungen, die den Blick auch auf Lösungen versperren.

» Gastkommentar lesen
» Archiv Gastkommentar
Frasl fragt
Anzeige
.
© 2016 Biallo & Team GmbH - - Impressum - Datenschutz