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Festgeld oder Tagesgeld
 
21.07.2014

Festgeld oder Tagesgeld Die Qual der Wahl

Von Wolfgang Thomas Walter
Beim Sparzinsen vergleichen werden viele Konsumenten staunen: Tagesgeld und Festgeld liegen oft Kopf an Kopf.
Sparzinsen Festgeld nicht immer deutlich vor Tagesgeld Finanzportal Biallo.de
Äpfel mit Birnen vergleichen? Nein! Oft nehmen sich Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld nicht viel
Festgeld mit Tagesgeld-Angeboten zu vergleichen, kann sich gerade jetzt richtig lohnen. Die Ursache ist wohl oder übel bei den historisch niedrigen Zinsen der EZB bei aktuell 0,15 Prozent zu suchen. Dadurch nähern sich die Zinssätze für täglich fällige Einlagen den gebundenen weiter an. Tagesgeld liegt sogar im einen oder anderen Fall gleichauf mit Festgeld.

Online-Banken zahlen mehr für das Tagesgeld

Dass es bei Vergleichen zwischen völlig verschiedenen Banken zu einer Umkehr der Reihung „zuerst Festgeld, dann Tagesgeld“ kommt, ist noch einigermaßen nachvollziehbar: Eine Regionalbank weist meist eine andere Zinsstruktur auf als Online-Institute: Wer etwa bei Volksbanken oder Raiffeisenbanken sein Geld für zwölf Monate bindet, bekommt dafür meist ganze 0,50 bis 0,65 Prozent an Zinsen.

Entscheidet sich der Sparer hingegen für eine Online Bank, sind vielfach deutlich mehr als 1,0 Prozent Zinsen drin – ohne lästige Bindung wohlgemerkt. Bei der Amsterdam Trade Bank lukrieren Sparer derzeit 1,05 Prozent, bei der Denizbank 1,15 Prozent, bei der Santander Consumer Bank und der Renault Bank direkt sogar 1,20 bzw. 1,40 Prozent. Auch Live Bank und ING-Diba Direktbank Austria zahlen ihren Kunden noch glatte 1,00 Prozent.
Festgeld: Zinshöhe dauerhaft sichern

Aber auch wer die Angebote ein und derselben Bank unter die Lupe nimmt, wird manchmal erstaunt sein. So bietet die ING-Diba Direktbank Austria Tagesgeld mit 1,00 Prozent an, für Festgeld mit zwölf Monaten Laufzeit zahlt sie ihren Kunden ebenfalls 1,00 Prozent. Beim Live Bank Tagesgeld gibt es ebenfalls 1,00 Prozent, beim zwölfmonatigen Festgeld sind es hingegen nur 0,75 Prozent.

Auf den ersten Blick paradox. Allerdings haben Festgeld-Sparer den unbestreitbaren Vorteil, dass sich der Zinssatz für ein Jahr nicht mehr ändern kann. Tagesgeld-Fans müssen hingegen gerade in Niedrigzinszeiten damit rechnen, dass die Rendite für die täglich fällige Einlage noch einmal nach unten rutschen könnte.
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Wie stabil sind Tagesgeldzinsen? Die Denizbank etwa zahlte Mitte 2011 - in einem völlig anderen Zinsumfeld - 1,75 Prozent, mit Stichtag 01.07.2012 1,85 Prozent, zur Jahresmitte 2013 und auch jetzt 1,15 Prozent. Die Amsterdam Trade Bank (ATB) zahlte am 21.07.2011 als Newcomer 1,75 Prozent, im Juli des Folgejahrs erhöhte sie noch auf 2,40 Prozent. Derzeit erzielen Sparer bei der ATB nur noch 1,05 Prozent Zinsen.

Und die beiden Neueinsteiger am österreichischen Tagesgeldmarkt - Santander und Renault? Die Santander Consumer Bank war 2013 mit 1,40 Prozent an die Tagesgeldspitze gerauscht, bevor es ihr im Mai 2014 die Renault Bank direkt gleichtat. Mittlerweile hat die Santander ihren Tagesgeldzins auf 1,20 Prozent zurückgenommen, die Renault Bank direkt makiert weiterhin die Spitze: mit 1,40 Prozent.

Zum Vergleich: Der Leitzins der EZB rutschte erst jüngst von 0,25 auf 0,15 Prozent ab.

Fazit für Sparer: Tagesgeld erscheint in vielen Fällen auf den ersten Blick attraktiver als Festgeld. Jedoch sollten Sparer beachten: Mit Festgeld sichern sie sich die momentan angebotene Zinshöhe für die gesamte Laufzeit. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn das allgemeine Zinsniveau weiter sinken sollte.
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