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Rohstoffe
 
04.03.2011

Rohstoffe 120 Prozent Plus beim Maispreis

Von Erwin J. Frasl
Ständig neue Rekorde bei Gold und Silber dominieren das Interesse der Anleger – dabei sind auch die Preisanstiege bei Agrarprodukten gewaltig: Seit Sommer letzten Jahres stiegen die Notierungen für Mais um über 120 und für Weizen um über 80 Prozent.
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Mag. Silvia Pecha, Expertin der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft

Durch die Unruhen in Libyen sowie in einigen anderen arabischen Ländern und die damit verbundene Nervosität am Ölmarkt wurde das Umfeld für Rohstoffe gründlich aufgemischt. Dominierte bis vor Kurzem noch der Wachstumsoptimismus, so sind es jetzt Themen wie die anziehende Inflation und die zunehmend restriktive Geldpolitik in den Schwellenländern, die die Anleger beschäftigen, so Silvia Pecha von der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft .

Ölpreisanstieg um zehn Prozent

Zwischen Mitte und Ende Februar kletterte der Ölpreis der Sorte Brent um über zehn Prozent auf knapp 112 US-Dollar je Fass, wobei weniger die derzeitigen Produktionsausfälle in Libyen, als vielmehr die Unsicherheit über die weitere Entwicklung die Risikoprämien bestimmt. Mit einer Fördermenge von 1,6 Millionen Barrel pro Tag gehört Libyen innerhalb der OPEC eher zu den kleineren Ländern. Saudi-Arabien verfügt über Produktionskapazitäten von bis zu 12,5 Millionen Barrel pro Tag. Um die Angebotsausfälle auszugleichen, hat das Land seine Ölförderung bereits auf 9 Millionen Barrel pro Tag hochgefahren. Insgesamt haben die OPEC-Staaten zwischen 4,5 und 5,0 Millionen Barrel zusätzliche Kapazitäten.

Auch die Ölspeicher sind gut gefüllt. Nach den Prognosen der Energy Information Administration (EIA) des US Department of Energy (DOE) befinden sich die Bestände innerhalb der OPEC in diesem Jahr weiterhin am oberen Ende des 5-Jahres-Durchschnitts, meint Pecha.

Sollten sich die politischen Unruhen auf große Ölexporteure wie Saudi-Arabien ausbreiten, erhöht sich das Risiko von Lieferausfällen allerdings signifikant. Ein Risikofaktor bleiben die hohen Preise bei wichtigen Agrarrohstoffen, die die sozialen Unruhen in ärmeren Ländern anheizen.

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So stiegen Agrarpreise: Mais plus 120 Prozent, Weizen Plus 80 Prozent
 

Seit Sommer letzten Jahres stiegen die Notierungen für Mais um über 120 und für Weizen um über 80 Prozent. Trotzdem ist der starken Preisanstiegen üblicherweise folgende Nachfragerückgang bislang nicht feststellbar. In einem Ende Februar veröffentlichten Bericht rechnet das US Department of Agriculture (USDA) für das Jahr 2011 mit Exporten von Agrarprodukten in der Höhe von 135,5 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von neun Milliarden US-Dollar im Vergleich zur November-Schätzung und um 26,8 Milliarden mehr als im Jahr 2010.

60 Prozent Sojaimporte landen in China

Der Hauptimporteur ist China - das Reich der Mitte zeichnet für 60 Prozent der weltweiten Sojabohnen- und 40 Prozent der Baumwollimporte verantwortlich. Angesichts der wachsenden Nachfrage dürften die Lagerbestände für die meisten Agrarrohstoffe auch bei einer Ausdehnung der Anbauflächen niedrig bleiben.
 

Gold und Silber auf Rekordjagd

Im Zuge der gestiegenen politischen Unsicherheiten haben die Preise für viele Agrarrohstoffe und Industriemetalle nach unten gedreht. Gold konnte hingegen nach dem Rückgang im Jänner kräftig zulegen und erreichte mit knapp 1.438 USD je Feinunze ein neues Rekordhoch. Auch Silber stieg erneut und markierte mit 34,8 USD den höchsten Stand seit 31 Jahren.

Mittelfristig steigt das Risiko einer wirtschaftlichen Abschwächung in den Schwellenländern durch die restriktivere Geldpolitik. Seit Oktober 2010 ist bereits eine deutliche Underperformance der Emerging Markets-Aktien im Vergleich zu den Aktienmärkten der Industrieländer zu bemerken. Bei Berücksichtigung der Vorlauffunktion der Aktienmärkte lässt sich daraus für die nächsten Monate auch ein gedämpfteres Wachstum der Wirtschaft und in Folge auch der Nachfrage nach zyklischen Rohstoffen ableiten, so Pecha.

Nordafrika und Naher Osten sorgen für erhöhte Risiken

Die weitere Entwicklung der Unruhen in der Region Nordafrika und Naher Osten ist schwer absehbar, mit dem Abbau der politischen Konflikte werden aber auch die Unsicherheitsprämien wieder zurückgehen. Der positive Primärtrend für Rohstoffe bleibt auch 2011 aufrecht. Zur nach wie vor kräftigen Nachfrage der Emerging Markets kommen zusätzlich Impulse aus den Industrieländern. In unserem Rohstoffportfolio halten wir weiterhin ein Übergewicht in Agrarrohstoffen und gewichten Metalle und Energie unter.

Leserkommentare
04.03.2011 19:35 Uhr - von M.Gatzke
Politiker wurden sicher überrascht davon.
Das war für jeden Sichtbar, der die Entwicklung beobachtet hat. Was sagten unsere Politiker-, richtig-genau das Gegenteil. Wieder wurden die Menschern beruhigt, getäuscht- alles war gut, wie halt immer. die sehen nichts, sie hören nichts- alle anderen sind doch nur Panikmacher. Wer sich belügen lässt, selber schuld wenn er erstaunt aufwacht..
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