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Veranlagung
 
08.03.2016

Veranlagung Nehmen Sie Ihre Altersvorsorge selbst in die Hand

Von Daniela Stefan
Wollen Sie neben der staatlichen Pension eine weitere Rente, empfiehlt sich eine Lebensversicherung. Mehr Rendite bringt aber meist die private Geldanlage.
Veranlagung Nehmen Sie Ihre Altersvorsorge selbst in die Hand
Wer sich frühzeitig um die Altersvorsorge kümmert, hat mehr vom Leben.
Jede Diskussion um eine Pensionsreform spielt den Versicherungen in Österreich in die Hände: Aus Angst vor einem zu großen finanziellen Abstieg in der Pension schließen viele eine private Lebensversicherung ab, die dann die Lücken bei der Altersvorsorge schließen soll. Tatsächlich liefert Ihnen eine solche Versicherung einige Vorteile bei der Vorsorge. Dazu zählen – sofern Sie sich den Betrag nicht auf einmal auszahlen lassen – die steuerliche Absetzbarkeit (für vor 1. Jänner 2016 abgeschlossene Verträge) sowie die lebenslange Pension. Doch was allein den Ertrag angeht, fahren später oft mit eigener Vorsorge besser – und dazu braucht es nicht einmal besonders viel Geschick bei der Altersvorsorge.

Bei der Lebensversicherung müssen Sie in Österreich vom eingezahlten Betrag schon einmal vier Prozent Versicherungssteuer berappen, dazu kommen weitere Kosten. Erst für den verbleibenden Betrag gilt der Garantiezins, der in Österreich mit 1.Jänner 2016 von 1,5 auf 1,0 Prozent gesunken ist. In der Praxis liegt der garantierte Zinssatz somit unter 1,0 Prozent vom einbezahlten Betrag. Wählen Sie hingegen für die Altersvorsorge eine Veranlagung wie Tagesgeld oder Festgeld, so gibt es die Zinsen für den gesamten Sparbetrag. Und das ist bei manchen Banken sogar mehr als 1,0 Prozent.

Gönnen Sie sich mehr Flexibilät bei der Altersvorsorge

Außerdem ist eine Lebensversicherung eine sehr langfristige Veranlagungsform und ein vorzeitiger Ausstieg schwierig bzw. mit finanziellen Nachteilen verbunden. Haben Sie für eine größere Anschaffung Liquiditätsbedarf, steigen Sie mit anderer Veranlagung meist besser aus. Direktbanken bieten für Festgeld attraktive Zinsen - zum Beispiel schon bei einer dreijährigen Bindung 1,70 Prozent (Credit Agricole) oder 1,51 Prozent (Austrian Anadi Bank aus Österreich), was angesichts der derzeit niedrigen Zinslage sehr interessant ist. Bei beiden Instituten greift die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro.

Bei der Altersvorsorge ist eine breite Streuung unerlässlich

Wichtig für den Aufbau eines gewissen Finanzpolsters für die Altersvorsorge ist in jedem Fall eine breite Streuung. Neben der Vorsorge mit sicheren Sparprodukten wie Tagesgeld, Festgeld und anderen Klassikern wie zum Beispiel ein Bausparer kann ein Teil des Geldes durchaus in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Fonds und Anleihen fließen. Denn nur dort, wo es mehr Risiko gibt, ist auch mehr Ertrag für die Altersvorsorge möglich. Um das Risiko dennoch überschaubar zu halten, empfiehlt es sich, nur einen kleinen Teil des Kapitals hier zu investieren und dabei auf sogenannte Blue Chips zu setzen. Das sind Aktien großer Unternehmen wie zum Beispiel in Österreich die Telekom Austria, Erste Group Bank oder Raiffeisen International. Bei Fonds haben beispielsweise der Immofonds 1 (T) der Volksbank Invest KAG oder der Bawag P.S.K. Euro Rent Fonds in den vergangen Jahren deutlich besser abgeschnitten als die meisten Lebensversicherungen. Durchaus sinnvoll kann es auch sein, im Rahmen von Fondssparen, regelmäßig einen kleinen Betrag in einen Fonds zu investieren.
Mein Rat zur Altersvorsorge: Um – trotz der derzeit mageren Zinsen in Österreich – einen gewissen Sicherheitspolster im Rahmen der Altersvorsorge aufzubauen, nehmen Sie die Geldanlage und damit die Vorsorge am besten selbst in die Hand. Sollten es Ihnen möglich sein, einen größeren Betrag monatlich auf die Seite zu legen, kann es nicht schaden, außerdem eine kleine Lebensversicherung abzuschließen. Diese sorgt später für die monatliche (Zusatz-)rente - eine gute Ergänzung zur Altersvorsorge.
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