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Pflegeversicherung
 
25.08.2017

Pflegeversicherung Nur teuer, oder auch sinnvoll?

Von Daniela Stefan
Vielleicht haben Sie sich die Frage schon gestellt: Soll eine private Pflegeversicherung Teil meiner Altersvorsorge sein? Die Antwort hängt von ein paar Faktoren ab.
Pflegeversicherung Nur teuer, oder auch sinnvoll?
Im Jahr 2030 soll es 800.000 Pflegebedürftige geben.
Derzeit ist das Produkt noch ein Minderheitenprogramm. Erst ein einstelliger Prozentsatz der Österreicher hat eine Pflegeversicherung abgeschlossen. Dennoch bieten bereits elf österreichische Versicherungen private Pflegeversicherungen an – in der teils durchaus berechtigten Hoffnung, dass dem Produkt künftig größere Bedeutung zukommen wird.

So steigt zwar die Lebenserwartung. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass der Großteil der 90Jährigen noch alles selbst erledigen kann. Statistiken zufolge wird sich die Zahl der Pflegegeldbezieher daher von derzeit österreichweit 460.000 bis zum Jahr 2030 auf rund 800.000 erhöhen. Gleichzeitig wird die Pensionslücke immer größer. Da das staatliche Pensionssystem in Finanzierungsschwierigkeiten steckt, muss, wer in Rente geht, somit mit Einkommenseinbussen rechnen. Dessen sind sich wohl auch viele bewusst. Denn laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage der Wiener Städtischen Versicherung glauben 75 Prozent der Befragten nicht, dass im Falle der Pflegebedürftigkeit das staatliche Pflegegeld ausreichen wird.

Rechnen Sie Ihr Einkommen im Alter aus

Ob sich eine Pflegeversicherung nun in Ihrem konkreten Fall rentiert? Das hängt vor allem davon ab, wie Ihre finanzielle Situation im Alter aussehen wird. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollten Sie am besten ein paar Dinge kalkulieren: Einerseits können Sie zum Beispiel auf https://www.sozialversicherung.at oder https://www.pensionskonto.at errechnen, wie hoch die staatliche Rente voraussichtlich ausfallen wird. Andererseits spielt auch eine entscheidende Rolle, ob Sie eine betriebliche Zusatzpension erwarten können und wie Ihre sonstige private Altersvorsorge aussieht. Das heißt, wenn Rente und Ersparnisse zusammen eine schöne Summe ergeben, ist der Abschluss einer eigenen Versicherung nicht unbedingt nötig. Schließlich gibt es im Falle der Pflegebedürftigkeit auch noch staatliches Pflegegeld.
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Je älter Sie sind, desto teurer wird es

Eine Rolle spielt außerdem, ob Sie Kinder haben, auf deren Betreuung Sie im Alter zählen können. Sind Sie sich deren Unterstützung nicht sicher und rechnen Sie mit eher geringem Einkommen im Alter, dann kann der Abschluss einer Pflegeversicherung durchaus sinnvoll sein. Denn vor allem dann, wenn man in ein Pflegeheim muss, wird es teuer. Öffentliche Alters- und Pflegeheime kosten in der Regel zwischen 2000 und 3.500 Euro monatlich, bei privaten kann es bis zu 7.000 Euro gehen. Die Kosten der privaten Pflegeversicherung hängen sowohl vom Alter des Versicherten als auch von der Höhe der Versicherungsleistung ab. Sehr günstige Versicherungen beginnen schon bei drei bis fünf Euro im Monat. Für eine bessere Absicherung muss man aber mit Prämien von 30 bis 50 Euro im Monat rechnen. Üblich sind Versicherungsleistungen zwischen 500 bis 1.000 Euro, die die private Pflegevorsorge dann zum staatlichen Pflegegeld dazu zahlt. Wer früh mit der Einzahlung beginnt, zahlt monatlich weniger ein.

Vergleichen Sie das Kleingedruckte

Allerdings haben manche Versicherungen Altersgrenzen, eine Pflegeversicherung kann oft erst ab 35 Jahren abgeschlossen werden und manchmal erfolgen die Leistungen nur bis zum 70. Lebensjahr. Wichtig ist daher ein Vergleich des Kleingedruckten. Auch ab welcher Pflegestufe – es gibt Stufe eins bis sieben – die Versicherung zahlt, ist verschieden.

Fazit: Wer rundum abgesichert sein will, für den kann eine Pflegeversicherung eine sinnvolle Ergänzung zur sonstigen Altersvorsorge sein. Denn mit steigender Lebenserwartung steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit. Dennoch trifft dieses Schicksal bei weitem nicht jeden. Oft reicht es daher, einfach fürs Alter anzusparen, zum Beispiel in Form von Festgeld. Direktanbieter wie die Crédit Agricole, Vakifbank oder die Deniz Bank bieten für 24 Monaten Festgeld zumindest ein Prozent und etwas mehr.
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