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Girokonten in Österreich
 
03.05.2013

Girokonten in Österreich Banken erhöhen die Preise teils deutlich

Von Franz Steinbauer
Zum Teil saftige Preissprünge bei Girokonten kommen auf österreichische Bankkunden zu. Ein Widerspruch gegen die Verteuerungen scheint ratsam.
Girokonten in Österreich Banken erhöhen die Preise Finanzportal Biallo.at
Girokonten in Österreich - Bankkunden sollten sich gegen die teils drastischen Preiserhöhungen wehren
Gleich bei mehreren österreichischen Geldinstituten müssen Bankkunden künftig mehr für ihre Girokonten zahlen. Den Anfang machte die Erste Bank bereits per 1. April mit einer Erhöhung von 2,4 Prozent. Die Bank Austria setzt jetzt eins drauf und lässt die Preise für Kontoentgelte ab 1. Juli um sage und schreibe acht Prozent nach oben schnellen. Im Informationsschreiben an die Kunden bezeichnet sogar das Bankinstitut selbst den Schritt als „nicht erfreulich“. Es sei jedoch wichtig, „rechtzeitig darüber zu informieren“.

Die BAWAG P.S.K. und die Volksbanken planen derzeit keine Preiserhöhungen bei ihren Girokonten in Österreich. Von der Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien hört man hingegen ganz andere Töne: Man werde in den kommenden Monaten „Leistungen verstärken“ und die Preise „entsprechend anpassen“, sagt ein Pressesprecher. Wann exakt es so weit ist, bleibt abzuwarten.

Zahlungsdienstegesetz erschwert Verteuerungen bei Girokonten

Hintergrund der Preissprünge zum jetzigen Zeitpunkt: Ein Teil der Banken hob die Entgeltpreise für Girokonten seit einigen Jahren nicht mehr an, da das 2009 in Kraft getretene Zahlungsdienstegesetz streng genommen einseitige Erhöhungen verbietet. Davor war es in der Bankenwirtschaft üblich gewesen, mit dem Hinweis auf die Inflationsrate jedes Jahr einige Prozent auf die Preise für Bankdienstleistungen draufzuschlagen.

Im Herbst 2012 wurde zudem in einem vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) angestrengten Gerichtsverfahren endgültig klargestellt, dass die von manchen immer noch geübte Praxis nicht wirklich konsensualer Verteuerungen nicht mehr regelkonform ist. Preisanstiege bedürfen nämlich aufgrund der neuen Rechtslage der eindeutigen Zustimmung der Konsumenten. Aber: Die Banken haben eine Hintertür gefunden, wie sie ihre Position vor allem gegenüber schlecht informierten Kunden wieder verbessern können. Die Geldinstitute schreiben einfach in ihre AGB hinein, dass das laut Gesetz notwendige Einverständnis auch durch Schweigen erteilt werden kann.

Girokonten - Widerspruch gegen Preissteigerungen bis 30. Juni

Wie sollten Konsumenten im aktuellen Fall reagieren? Bankkunden, die die höheren Preise der Bank Austria (BA) nicht akzeptieren, müssen bis Ende des zweiten Quartals ihren Widerspruch am besten schriftlich kundtun. Zudem haben die Kunden der BA das Recht, ihre Konten – wie es in dem Informationsbrief der Bank heißt - „kostenlos und fristlos“ aufzulösen. Derzeit rechnet die Bank jedoch nicht mit einer Widerspruchs- oder Kündigungswelle der Konsumenten: „Jeder Widerspruch wird individuell durch den zuständigen Kundenbetreuer geprüft. Die Bank Austria ist selbstverständlich nicht daran interessiert, Kunden zu verlieren“, war von der BA zu erfahren.

Fazit Girokonten: Legen Sie bei Verteuerungen von Kontoentgelten bei Girokonten entweder schriftlich Widerspruch ein oder nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Bankberater auf. Theoretisch kann bei einem Widerspruch das Geldinstitut Ihr Konto kündigen, im heiß umkämpften Bankenmarkt wird dies in der Praxis eher nicht der Fall sein. Informieren Sie sich zudem auf Biallo.at über die derzeit günstigsten Bankenkonditionen und vor allem auch über gratis Online-Girokonten.

 

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