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Untersuchung der AK Oberösterreich
 
06.11.2011

Untersuchung der AK Oberösterreich Das kosten Sie 100 Euro Zusatzpension

Von Erwin J. Frasl
Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat erkundet, wie viel Verbraucher für eine Zusatzpension von 100 Euro monatlich aufwenden müssen. Hier die Details.
Pension-Pensionist-Zusatzpension-Privatpension-Prämie-Einmalerlag-Allianz Elementar-Generali-Helvetia-Oberösterreichische Versicherung-Raiffeisen Versicherung-Uniqua-S‐Versicherung-Victoria‐Volksbanken-Wiener Städtische-
Eine Zusatzpension kann man sich durch Abschluss einer Rentenversicherung mit laufender Prämienzahlung oder mit Einmalerlag und sofort beginnender Rentenleistung sichern. Bei laufender Prämienzahlung muss ein heute 35-jähriger Mann zumindest 79,20 Euro monatlich aufwenden, damit er mit 60 Jahren eine lebenslang garantierte Rente in Höhe von 100 Euro erhält. So die entsprechende Untersuchung der Arbeiterkammer Oberösterreich. Bei sofort beginnender Rente in dieser Höhe aus einem Einmalerlag benötigt ein heute 60-jähriger Mann zumindest 26.332,21 Euro. Diesen Betrag kann der 35-Jährige mit anderen, flexibleren Ansparprodukten ab einer jährlichen Bruttoverzinsung von 1,08 Prozent erzielen. Der Vorteil der Rentenversicherung liegt in der bereits heute garantierten Zusatzrente!
 
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Zur laufenden Prämienzahlung wurden von der Arbeiterkammer Oberösterreich Angebote eingeholt, bei denen im Ablebensfall in der Ansparphase die bereits geleisteten Prämien (abzüglich Steuern und Kosten) an den Begünstigten ausbezahlt werden. Bei Ableben nach Beginn der Rentenauszahlung erfolgt – auch bei den Einmalerlägen - keine Leistung (keine Beitragsrückgewähr).

Der günstigste Anbieter für eine Ansparzeit von 25 Jahren ist die Wiener Städtische mit einer monatlichen Prämie von 79,20 Euro für den Mann und die S-Versicherung mit 84,54 Euro für die Frau. Die Differenz in der Prämiensumme beträgt 1.707 Euro beim Mann und 1.662 Euro bei der Frau. Den niedrigsten Einmalerlag von 26.332,21 Euro benötigt ein heute 60-jähriger Mann bei der S-Versicherung. Das günstigste Angebot für die Frau hat Wüstenrot mit 28.357,89 Euro. Der Prämienunterschied zwischen günstigstem und teuerstem Angebot beträgt 1.124,51 Euro beim Mann und 1.161,27 Euro bei der Frau.

Soviel kostet lebenslange monatliche Rente von mindestens 100 Euro
  Monatliche Prämie in Euro Monatliche Prämie in Euro Einmalerlag in Euro Einmalerlag in Euro
   25 Jahre  25 Jahre    
Versicherung 35‐jähriger Mann 35‐jährige Frau 60‐jähriger Mann 60‐jährige Frau
Allianz Elementar 82,70 88,30 26.513,90 29.166,94
Generali 81,61 87,28 27.456,72 29.519,16
Helvetia 83,76 88,92 27.326,21 29.379,17
Oberösterreichische 82,68 88,19 27.092,00 29.127,00
Raiffeisen 84,89 90,08 27.011,40 29.319,29
Uniqa 83,26 88,35 27.011,40 29.319,29
S‐Versicherung 79,39 84,54 26.332,21 28.582,56
Victoria‐Volksbanken 82,61 88,13 27.023,63 29.011,60
Wiener Städtische 79,20 84,90 26.417,00 28.401,30
Wüstenrot 80,67 86,38 26.376,69 28.357,89
Zürich 83,73 89,59 27.195,28 29.239,31

 Donau Versicherung und Basler Versicherung bieten keine Rentenversicherung ohne Beitragsrückgewähr an -  Grazer Wechselseitige Versicherung und Bank Austria Versicherung haben an der Untersuchung nicht teilgenommen.

Beste Transparenz bei Wiener Städtische, Raiffeisen und Uniqa

Die Transparenz der Leistungs- und Kostendarstellung ist bei den meisten Angeboten gut. Am besten bewertet wurden Wiener Städtische, Raiffeisen und Uniqa Versicherung. Hier finden sich alle relevanten Kosteninformationen in den Antrags- bzw. Angebotsunterlagen, welche vor Abschluss ausgehändigt werden. Die Darstellung der garantierten Rente und der Auswirkung einer Veränderung der Gewinnbeteiligung ist verständlich und eindeutig.

Bei Rentenversicherungen mit laufender Prämienzahlung können Sie vor Rentenbeginn das Ablösekapital anstatt der Rentenzahlung wählen, so die AK Oberösterreich.

Achtung: Eine Kündigung der Versicherungsverträge ist ab Rentenzahlungsbeginn nicht mehr möglich!

Denken Sie daran

  • Jede Form von Sparen ist auch Vorsorge: Egal, ob Sie schuldenfrei in Pension gehen, mit Hilfe einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims keine Miete zahlen müssen, oder Ersparnisse etwa in Form von Sparbüchern haben. Es muss nicht immer eine Versicherung sein, um die gesetzlichen Pension aufzubessern.
  • Es ist meist vorteilhaft, zuerst bestehende Kredite zurückzuzahlen, weil Kreditzinsen in der Regel höher höher sind als Sparzinsen.
  • Falls Sie sich für eine Versicherung entscheiden, wählen Sie eine Prämie, die Sie über die vereinbarte Laufzeit in jedem Fall zahlen können! Lassen Sie sich nicht mit der Aussicht auf  eine hohe Rente zu einer für Sie zu hohen Prämie verführen.
  • Achten Sie auf die garantierte Rentenleistung und vergleichen Sie diese. Prognostizierte Renten können geringer ausfallen.
  • Besonders wichtig: Lesen Sie sich Ihre Polizze innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt genau durch und überprüfen Sie, ob der Inhalt tatsächlich Ihren Wünschen entspricht. Denn danach ist kein Rücktritt mehr möglich.
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
16.04.2010 17:20 Uhr - von Dr. Höfner
Absehen von Finanzprodukten - rein in Edelmetalle
Man kann in diesen Zeiten nur alle warnen, nicht in Finanzprodukte zu gehen. Hyperinflation und/oder Währungsreform kommen sicher. Dann ist alles weg. Anders ist das bei Edelmetallen. Die werden immer einen Wert haben. Zinsen spielen hier keine Rolle. Jeder sollte sich anschauen, wieiviele Mitarbeiter, Gebäude und andere Kosten die hinter den Finanzprodukten stehenden Unternehmen aufweisen. und wo die das Geld dafür hernehmen? Auszahlungen leben von Einzahlungen in die Zukunft, nicht vom Angesparten oder in den Wertpapiermarkt investierten Prämien. Das Zinseszinssystem gibt alle 60/70 Jahre dem Finanzsystem mit seinen Schuldentürmen den Rest. Bestenfalls ein Reset mit Neubeginn, aber auch dann hat jeder seine Einlage bis mind. 90% verloren.
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