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Institutionelle Investoren
 
04.10.2012

Institutionelle Investoren 80 Prozent vertrauen dem Euro

Von Erwin J. Frasl
Acht von zehn europäischen institutionellen Investoren glauben an den Fortbestand des Euro, wie eine aktuelle Umfrage von Allianz Global Investors zeigt. Dabei erweist sich Kontinentaleuropa optimistischer als Großbritannien.
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Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich: „Institutionelle Investoren aus Österreich haben weiterhin Vertrauen in den Fortbestand des Euro – damit liegen sie voll im Europ
„Institutionelle Investoren aus Österreich haben weiterhin Vertrauen in den Fortbestand des Euro – damit liegen sie voll im Europatrend“, fasst Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zusammen, die Allianz Global Investors unter institutionellen Anlegern in elf europäischen Ländern durchgeführt hat.

80 Prozent zuversichtlich


Trotz der Staatsschuldenkrise in der Eurozone sind europäische institutionelle Investoren zuversichtlich, dass die gemeinsame Währung in der aktuellen Form fortbestehen bleibt. Der Umfrage zufolge erwarten 80 Prozent der Unternehmen, dass der Euro die aktuellen Herausforderungen überstehen wird. Gleichzeitig äußerten sich 42 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass der Stabilitätsmechanismus innerhalb der Eurozone künftig gestärkt werden wird.

25 Prozent gingen davon aus, dass die Einführung von Eurobonds die wahrscheinlichste Modifikation sein wird. Einer Fiskalunion, die in der aktuellen politischen Diskussion vielfach als Voraussetzung für eine nachhaltige Stabilisierung angesehen wird, werden dagegen auf absehbare Zeit vergleichsweise geringe Chancen eingeräumt. Nur 11 Prozent der befragten institutionellen Anleger sahen dies als die wahrscheinlichste Maßnahme an.

Auch Andreas Utermann, Chief Investment Officer von RCM/Allianz Global Investors, hält ein Auseinanderbrechen der Währungsunion für unwahrscheinlich. „Die Kosten eines Auseinanderbrechens wären prohibitiv“, so Utermann. „Vielmehr sehen wir, dass die Anstrengungen der Politiker in der Eurozone deutlich zugenommen haben. Auch wenn noch nicht klar ist, ob es eine stärkere Beteiligung des privaten Sektors an einem Schuldenschnitt als die im Juli vorgeschlagenen rund 20 Prozent geben wird, sehen wir keinen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone. Dessen ungeachtet, sind wir uns allerdings des Einflusses der politischen Risiken auf das aktuelle Kapitalmarktgeschehen bewusst.“

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Skeptische Briten, optimistischeres Kontinentaleuropa

Markante Unterschiede im Hinblick auf die Zukunftserwartungen für die Eurozone ergaben sich bei einer Länderbetrachtung. So erweisen sich institutionelle Investoren in Großbritannien als die stärksten Skeptiker: 41 Prozent der Befragten dort äußern Zweifel daran, dass der Euro in der aktuellen Form überleben wird. Ein Teil dieser Gruppe äußert explizit die Erwartung, dass Griechenland zahlungsunfähig und aus der Währungsunion austreten werde. Im Gegensatz dazu gehen in Deutschland, Österreich und Frankreich die große Mehrheit der Befragten – und in Italien sogar sämtliche teilnehmenden Investoren – davon aus, dass der Euro die gegenwärtigen Herausforderungen überleben werde. Utermann: „Euro-Skeptizismus in Großbritannien ist nichts Neues.

Allerdings nimmt die Einsicht zu, dass Großbritannien auch als Nicht-Teilnehmer an der Währungsunion von einem stabilen Euro profitiert. Schließlich sind die wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen sehr eng. Auch die jüngsten Äußerungen des britischen Premierministers David Cameron, in denen er die europäischen Regierungschefs zu durchgreifenden Maßnahmen aufruft, zeigen dies deutlich.“

Details der Umfrage

Allianz Global Investors befragte im September 2011 in 11 europäischen Ländern 140 institutionelle Investoren unterschiedlicher Gesellschaften, die für das Investment oder die Beratung von insgesamt über 900 Milliarden Euro Anlagevermögen verantwortlich sind. Die Umfrage fand in Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Schweden und der Schweiz statt.

Allianz Global Investors

Weltweit gehört Allianz Global Investors mit rund 1.500 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen (davon rund 440 Mrd. Euro in Europa) zu den größten Vermögensverwaltern. Über 1.000 Investmentprofis in mehr als 25 Wirtschafts- und Finanzzentren gewinnen rund um den Globus entscheidende Einblicke in die Entwicklung der Kapitalmärkte.

Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
18.10.2011 20:31 Uhr - von Staatsbankrott
Das mag ja sein das der Euro fortbestand haben wird, nur in welcher Form ? Welche Länder werden noch im Euro bleiben und was wird der Euro nach den ganzen Schulden in Zukunft noch wert sein ? Ich persönlich halte nichts vom Euro, habe keine Euros mehr und die EU bereits verlassen. Ich gucke mir das erstmal ruhig von draussen an und wünsche euch allen viel Glück, vor allen den Eurogläubigen "Investoren". Good Bye EU
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