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Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft
 
10.01.2011

Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft Gold – Zeit auszusteigen?

Von Erwin J. Frasl
Gold hat eine rasante Entwicklung hinter sich. Im Dezember 2010 kletterte der Kurs auf über 1.400 USD und damit betrug der Anstieg in den letzten beiden Jahren 60 Prozent. Der MSCI World konnte dagegen im selben Zeitraum nur 39 Prozent zulegen. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf, ob Gold auf diesem Niveau überbewertet ist und sich Investoren zumindest von einem Teil ihres Bestandes trennen sollten.
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Mag. Silvia Pecha, Expertin der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft, zeigt auch Schwächen von Gold auf

Goldwert als Illusion

Grundlage für die Ermittlung des fairen Wertes eines Investments sind konstante Einnahmen, auf deren Basis Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnisse und Renditen errechnet werden können, so Solvia Pecha von der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft. Der Besitz von Gold generiert aber keine Zinsen und auch keine anderen Erträge. Im Gegensatz zu Silber, Platin und Palladium wird es in der Industrie kaum verwendet und man kann es nicht essen oder anderswie gebrauchen.

Der Wert des Goldes basiert nur auf der Tatsache, dass Investoren es für wertvoll halten, so Pecha. Objektive Bewertungsmaßstäbe gibt es keine. Entscheidend für weiter steigende Goldpreise ist die Bereitschaft der Anleger, mehr für Gold zu bezahlen. Für diese Einschätzung ist es sinnvoll, sich die Faktoren anzusehen, die in der Vergangenheit zu Kursanstiegen führten. 

Angst als Preistreiber

Einer der großen Preistreiber in den letzten Monaten war die Angst vor wirtschaftlichen Unsicherheiten. Sowohl Europa als auch die USA sind auf ihrem Weg aus der Krise bereits weit vorangekommen. Der Erwartung einer weiteren Konjunkturerholung stehen aber erhebliche Risiken gegenüber. In den USA gibt es noch Probleme am Arbeits- und Immobilienmarkt und auch die Entwicklung des Euro sowie die Schuldenkrisen in einigen europäischen Ländern gelten als große Risiken.

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Die milliardenschweren staatlichen Konjunkturprogramme, die Zinssenkungen und die Liquiditätsspritzen der Notenbanken zur Bekämpfung der Finanzkrise führten zu der Befürchtung, dass die Inflation steigen könnte. Zu Preissteigerungen kommt es aber erst, wenn die wirtschaftliche Lage so gut ist, dass der Markt höhere Preise zulässt. Die moderaten Inflationsraten sollten sich dementsprechend noch über das Jahr 2011 hinaus fortsetzen, meint Pecha. Aber allein die Angst der Anleger vor Inflation hatte in der Vergangenheit einen stark positiven Einfluss auf den Goldpreis.

 

Niedrige Leitzinsen als Vorteil für Gold

Die langsame Erholung der Fundamentaldaten und die Schuldenprobleme der europäischen Problemländer erlauben es den Notenbanken nicht, die Leitzinsen anzuheben. Bleiben die Zinsen niedrig, so bleiben auch die Opportunitätskosten des Haltens von Gold, das weder Zinsen noch Dividenden zahlt, gering. Den Goldinvestoren entgeht weniger Rendite. Auch in diesem Szenario zählt Gold zu den Gewinnern.

Obwohl es sehr wahrscheinlich ist, dass die Phase der niedrigen Zinsen noch weiter anhält, könnte das zunehmende Vertrauen in die Erholung der Weltwirtschaft die Unsicherheit der Investoren abschwächen und damit Anreize zum Goldkauf entziehen. "Es macht aber durchaus Sinn, weiterhin einen Basisbestand in diversifizierten Portfolios zu halten. Im Rahmen unserer Alternativen Investments haben wir Gold neutral gewichtet", so Pecha.

 

Der MSCI World Index (The World Index)

ist einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt. Er wird von dem US-amerikanischen Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International in drei Varianten berechnet, als Kursindex (Price), als Performanceindex ohne Berücksichtigung von Quellensteuern (Gross) und als Performanceindex mit Berücksichtigung von Quellensteuern (Net). Veröffentlicht wird in der Regel der Kursindex.

 

Leserkommentare
15.01.2011 02:24 Uhr - von Silver Eagle
Are you serious?
Ich suche seit langem irgendeine Quelle, die mir dabei hilft, eine vernünftige Edelmetall vs. Cash-Entscheidung zu treffen. Bis dato konnte mir niemand erklären, wie die Papiergelder zu retten seien. Dumme Lügen reichen aber auch nicht: "Sowohl Europa als auch die USA sind auf ihrem Weg aus der Krise bereits weit vorangekommen." – bitte um Info, WELCHES Problem in welcher Wirtschaftsregion bis dato konkret gelöst wurde, damit die exponentielle Schuldenaufnahme gestoppt wird. DANKE!
11.01.2011 21:09 Uhr - von Pickel
geschorenes Schaf
Anmerkung zu Goldesel von wegen mit Gold in der Krise nicht weiterkommen! Meine Vorfahren haben 1945 alle Ersparnisse (Postsparbuch, Deutscher Ring Hamburg) weil sie außerhalb der Reichsgrenze von 1938 lebten. Hätten sie anstatt Papiergeld Gold erspart, so hätten sie sich locker auf dem Schwarzmarkt Butter für 200 Reichsmark das Stück kaufen können. Andernfalls hätte die Familie das Gold heute noch!!!
11.01.2011 16:22 Uhr - von Goldesel
Schatz der Nibelungen
Es ist doch schön, wenn Eichelburgs Jünger weiterhin über die Schafe lächeln und Gold horten. Wie einst Fafner werden sie auf ihrem Golde sitzen und bald feststellen, dass die Gold-Hausse eine weitere Blase ist, die irgendwann mal platzt. Sachwerte sind sinnvoll, aber nur Sachwerte, die für die Menschen nützlich sind. Gold gehört nicht dazu. Selbst wenn es einen Staatsbankrott gibt, wird sich die Wirtschaft wieder aufraffen und neu entwickeln - während der kurzen Krisenzeit wird man auch mit Gold nicht weiterkommen.
11.01.2011 15:43 Uhr - von aschwackelzwerg
gold ist...
schmutzig , bäh, pfui... gähn... arme frau, keine ahnung vom schuldgeldzinssystem. bald ist sie ihren job los und kann sich ihr scheingeld an die wand kleben.
11.01.2011 11:44 Uhr - von Holzofenheizer
Gold hat keinen Emittenten
Gold hat keinen Emittenten, somit ist Gold das einzig wahre Geld. Hinter jeder Währung steht ein Emittent, die Akzeptanz einer Währung hängt vom Verwender (Bürger) ab, wenn diese dieses anscheinend "essbare" Fiat Money aus ihrem Portfolio verbannen - ist diese Währung tot. Ist das Vertrauen zum Emittenten verloren, geht eine Währung unter. Nicht zu vergessen das der Wert dieser Papierzettelchen willkürlich festgelegt wird, dieser Wert wird mit anderen Emittenten (Zentralbanken) abgestimmt. Gold Standart Währungen wie wir sie bis 1971 hatten wurden nur deswegen abgeschafft, damit die gleichen Emittenten ( Bankster) an diversen Handelsplätzen Monopoly spielen können und die Bürger dieser Welt um ihre Ressourcen zu betrügen. Durch Handel mit Waren die Sie nicht besitzen, jedoch damit Handel treiben. (Leerverkäufe - Futures Handel - Wetten auf Firmenpleiten und vieles vieles mehr, halt einfach eine staatlich genehmigte Weltbürger Betrugsplattform) Leider haben das noch die wenigsten begriffen, - somit ist noch Gold und Silber zu tauschen, ja, ist wirklich ein Hammer, Sie bekommen für bedruckte Papierzettelchen physischen Edelmetall. Viel Glück mit dem Papierzettelchen, wer Gold und Silber hat, der hat schon Glück. :-)
11.01.2011 10:41 Uhr - von Märchenonkel
Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles! (Goethe)
Nur mal so: In der digitalen Ausgabe der Erzählungen aus 1001 Nacht erscheint der Begriff "Gold" 387 mal.
11.01.2011 08:53 Uhr - von Peter Lustig
Europaverweigerer
Merkt die Dame noch was? Sie bringt genau die dämlichen Argumente die auch bei FIAT Money und Aktien etc. gelten... Kann man nicht Essen Wert allein basierend auf vertrauen Zinsen? man schaue sich bitte den Wertzuwachs bei Aktien im Verhältnis zu EM an. Das ergibt dann Zinsen!!! Der Unterschied, solange Gold im Keller liegt bekomme ich nicht jährlich 3 % ausgezahlt damit ich mich glücklich fühle. Aber wenn ich verkaufe, dann gibts eine EINMALZAHLUNG !!! ;-)
11.01.2011 01:06 Uhr - von Piratin
Gold- Zeit auszusteigen?
Frau Pecha, es wird Zeit, daß Sie sich mit den Kondratieff-Zyklen beschäftigen. Auch Stalin soll in gefürchtet haben wie die Pest... Dann müssen Sie nicht mehr die lustigen Argumente für die Schafe bemühen, daß man Gold nicht essen kann. Seit wann kann man denn Ihr inflationäres Geld oder Ihre Aktien essen? Kein Mensch braucht Wirtschaft zu studieren ( und Sie haben einen Magister? in Wirtschaft?) um zu erkennen, daß 1 - 1 = 0 ist. Sie haben den Zusammenhang Gold/Silber und Währung noch nicht verstanden. Der Wert des Goldes soll nur auf der Bewertung des Goldes basieren? Das gleiche gilt ja dann auch für das Geld und für die Aktien, Bonds und für alles andere. Nach Ihrem Orakel ist man genau so schlau wie vorher, eher mehr verwirrt. Ich sage Ihnen was kommt als Laie: Gold und Silber steigen, raus aus der Titanik. Weil 1 - 1 = 0 ist. Ihre ganzen Szenarien können Sie sich sparen. Die Wirklichkeit kennt nur 1 Szenarium, das ist der Tag der Abrechnung.
10.01.2011 22:44 Uhr - von ursula
Leute kauft ja kein Gold, es schmeckt nicht
Gold bringt keine Zinsen und man kann es nicht essen. Ja sowas. Seitwann ist denn die Essbarkeit ein anlagekriterium. Sorry, aber manche Anlageexperten haben den Horizont einer Knieenden Ameise.
10.01.2011 22:04 Uhr - von Zaungast
Gold-Risiko
Gold kann man nicht essen. Gold bringt keine Zinsen. Gold ist überteuert. Gold ist nur etwas für fernreisende Geschäftsleute.....
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