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Mag. Susanne Rath
 
17.03.2012

Im Interview Mag. Susanne Rath Ab 35 Euro mischen Sie an der Börse mit

Von Erwin J. Frasl
In Zeiten niedriger Sparzinsen, überlegt so mancher Sparer sich per Fondssparen an einem Investmentfonds zu beteiligen, um so an höhere Erträge heranzukommen. Biallo.at sprach mit Mag. Susanne Rath, Leiterin Produktmanagement Einlagen & Investment, BAWAG P.S.K. über die Rahmenbedingungen für Fondssparen bei der BAWAG P.S.K. und wie die seit 1. Jänner 2011 geltenden neuen Steuerregeln die Fondsanleger treffen.
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Mag. Susanne Rath, Leiterin Produktmanagement Einlagen & Investment, BAWAG P.S.K., gibt Einblick in Details des Fondssparens bei der BAWAG P.S.K.

Biallo.at: Ab welchem Mindestbetrag kann man bei Ihnen Fondssparen? 

Susanne Rath: Der Mindestbetrag beträgt 35 Euro pro Monat

Biallo.at: Gilt der Mindestbetrag bei Ihnen pro Monat oder pro Quartal oder der für welchen Zeitraum sonst?

Rath: Der Mindestbetrag pro Quartal sind 105 Euro, der Mindestbetrag pro Jahr 420 Euro.

Biallo.at: Kann man beim Fondssparen bei Ihnen auch eine Unterbrechung machen?

Rath: Grundsätzlich ist eine Unterbrechung möglich, wir empfehlen jedoch monatlich und eher in kleineren, leistbaren Beträgen anzusparen damit ein Aussetzen unterbleibt.

Biallo.at: Kann man beim Fondssparen bereits gekaufte Fondsanteile bei Ihnen auch wieder verkaufen, wenn man Geld braucht?

Rath: Verkäufe sind jederzeit möglich, bitte aber die jeweilige empfohlene Mindestbehaltedauer beachten.

Biallo.at: Zu welchem Wert kann ich Fondsanteile bei Ihnen wieder verkaufen?

Rath: Zum aktuellen Kurswert.

Biallo.at: Muß man für Fondssparen bei Ihnen einen Dauerauftrag erteilen oder kann man den Fondssparbetrag auch jeweils per Erlagschein einzahlen?

Rath: Fondssparen kann nur mittels Dauerauftrag durchgeführt werden, Überweisungen per Erlagschein sind grundsätzlich auf das zugehörige Konto möglich.

Biallo.at: Kann man beim Fondssparen bei Ihnen auch einmalig einen höheren Betrag oder auch kleineren Betrag als ursprünglich vereinbart veranlagen?

Rath: Zusätzliche Fondsanteilskäufe sind jederzeit möglich.

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Biallo.at: Für Fondsparen benötigt man ein Wertpapierkonto – wie viel kostet das?


Rath: Es fallen eine Konto-bzw. Depotgebühr für ein Wertpapierverrechnungskonto in der Höhe von 5,66 Euro pro Quartal (bei der PSK Bank ist das ab einem Durchschnittssaldo von 880 Euro im Quartal gratis) plus eine Depotgebühr von 0,2 Prozent p.a. zuzüglich 20 Prozent USt. an.

Biallo.at: Für den Fall, daß man einen größeren Betrag einmalig im Wege von Fondssparen anlegen möchte - gibt es hier eine Mindestanlagedauer, die man einhalten muß?

Rath: Nein. Je nach Fonds gibt es jedoch eine empfohlene Mindestbehaltedauer.

Biallo.at: Kann man diese Fondsanteile jederzeit wieder verkaufen?

Rath: Ja – ein jederzeitiger Wiederverkauf ist möglich.

Biallo.at: Welche Steuern muss ein Fondsparer ab 2011 für seine Erträge zahlen?

Rath: Bei der Besteuerung der ordentlichen Erträge (Zinsen, Dividenden) gibt es keine Veränderungen. Bei der Besteuerung der außerordentlichen Erträge (tatsächlich realisierte Kursgewinne und Kursverluste) ist eine sukzessive Erhöhung der Besteuerung der Kursgewinntangenten von derzeit 20 Prozent auf 60 Prozent bis 31.12.2013, bei gleichzeitiger Ausweitung der Verlustverrechnung, schrittweise vorgesehen.

Biallo.at: Welche Steuern muss ein Fondsparer ab 2011 beim Verkauf von Fondsanteilen zahlen?

Rath: Für Anschaffungen von Fondsanteilen, die ab 1.1. 2011 erfolgen, wird die Spekulationsfrist gestrichen. Banken müssen künftig auch die Differenz zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Fondsanteile mit einer 25 Prozent KESt erfassen und bei Veräußerung des Fondsanteils einen KESt-Abzug vornehmen (der erste KESt-Abzug soll für Veräußerungen ab dem 1.10.2011 durch die Bank erfolgen). Während der Behalteperiode des Anteilinhaber bereits versteuerte Erträge sind von der Bank mit einem allfälligen Kursgewinn auf Anteilscheinebene gegenzuverrechnen.

Biallo.at: Welche Gebühren / Spesen fallen bei Ihnen für Fondsparer beim Kauf von Fondsanteilen an?

Rath: Ein Ausgabeaufschlag des entsprechenden Fonds

Biallo.at: Welche Gebühren / Spesen fallen bei Ihnen für Fondsparer beim Verkauf auf von Fondsanteilen an?
Rath: Keine

Biallo.at: Welche Gebühren / Spesen fallen bei Ihnen für Fondsparer ansonsten an?

Rath: Die Depotgebühr von 0,2 Prozent p.a. zuzüglich 20 Prozent USt.

Biallo.at: Wenn jemand Fondssparen für ein zweites Einkommen in der Pension nützen möchte und einen entsprechrenden Betrag anspart – welche Bankgebühren in welcher Höhe und welche Steuern fallen dann bei einer einmaligen Auszahlung des gesamten Kapitals an?

Rath: Die Bank muss beim Fondssparen jeden Kauf gesondert betrachten und einen Durchschnittseinstandskurs ermitteln, mit dem dann Verkäufe – sowohl einmalige Entnahmen als auch Absparpläne – richtig besteuert werden können.

Biallo.at: Und welche Bankgebühren in welcher Höhe und welche Steuern fallen dann bei einer
monatlichen Auszahlung eines Teilbetrages an?

Rath: Bei Fondsabsparplänen bzw. Einmalentnahmen fallen keine Bankgebühren an.

Biallo.at: Welche Bankgebühren in welcher Höhe und welche Steuern fallen an, wenn ein
Fondssparer monatlich nur den Wertzuwachs des angesparten Vermögens ausbezahlt haben möchte und sein Kapital so erhalten möchte?

Rath: Anleger können selber die Höhe der monatlichen Auszahlungen selber festlegen. Es fallen auch hier keine weiteren Gebühren an.

Biallo.at: Mit Welche Risiken müssen Fondssparer bei ihrer Geldanlage in Form von Fonds rechnen?

Rath: Die Risiken richten sich nach der Veranlagungskategorie des Fonds und umfassen Zinsänderungs-, Bonität- und Währungsrisiken sowie Marktrisiken des Aktienmarktes.

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