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Europa
 
17.07.2011

Schwerpunkt Eurokrise Europa Das Leiden der Euro-Krisenländer

Von Erwin J. Frasl
Die im Anschluss an das vom griechischen Parlament beschlossene Sparpaket beobachtbare Stimmungsverbesserung gegenüber peripheren Eurozone-Staatsanleihen erwies sich vergangene Woche als kurzlebig. So verdarb schon am Montag eine negative Stellungnahme der Ratingagentur S&P zu dem von den französischen Banken vorgebrachten Vorschlag zur Beteiligung des privaten Sektors die Laune der Investoren.
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Die Lösungsversuche für Griechenland-Krise

Der französische Entwurf hätte vorgesehen,dass rund 50 Prozent der bis Juni 2014 abreifenden griechischen Staatsanleihen von Finanzinstituten in 30-jährige Staatsanleihen gerollt werden, 30 Prozent der Nominale direkt an die teilnehmenden Banken ausbezahlt werden und 20 Prozent der Nominale als Form der Kapitalgarantie in sichere, Triple-A geratete Finanzinstrumente investiert werden. Der Plan sah ebenfalls vor, dass die neuen 30-jährigen Staatsanleihen für zehn Jahre beschränkt handelbar sind und ein Kupon von 5,5 Prozent zuzüglich eines variablen Aufschlags in Höhe des realen BIP-Wachstums Griechenland zahlen (Aufschlag beschränkt zwischen 0 Prozent und 2,5 Prozent).

S&P verhindert französisches Modell

S&P gab bekannt, dass die Umsetzung des französischen Entwurfs als Zahlungsausfall beurteilt werden würde. Der Standpunkt der Ratingagentur macht deutlich, dass das französische Modell zuletzt vorschnell als geeignetes Vorbild für andere Euro-Länder gehandelt worden war.

Hierfür spricht nicht nur die Stellungnahme von S&P, sondern auch die von Seiten einiger Euro-Länder recht deutlich vorgebrachten und nach Meinung der Experten der Raiffeisen Zentralbank (RZB) nach berechtigten Kritikpunkte am französischen Modell. So stehen dem relativ geringen Barwertverlust für Banken, vergleichsweise stark negative Implikationen für die ohnehin schon in Frage zu stellende Solvenz Griechenlands gegenüber. Immerhin würden die Zinszahlungen Griechenlands auf die neuen 30-jährigen Anleihen bei guter Konjunkturlage auf bis zu acht Prozent und damit auf ein nicht nachhaltiges Niveau steigen.

Mit einem Zustandekommen einer umfassenden Einigung über die Art der Beteiligung des privaten Sektors ist voraussichtlich erst Ende des Sommers zu rechnen. Zuletzt wurde neben diversen Adaptionen des französischen Plans niedrigerer Kupon auf Basis des 3M-Euribors, geringer variabler Aufschlag auf Basis der griechischen Inflationsrate, Weiterrollen eines höheren Anteils griechischer Staatsschulden (bis zu 70 Prozent) auch wieder ein Anleihenrückkaufprogramm über den EFSF als mögliche Variante zur effektiven Senkung der griechischen Schuldenlast diskutiert.

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