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Interview
 
23.05.2018

Interview Cashpresso macht Tempo beim Online-Shopping

Von Gerald Stefan
Interview Cashpresso macht Tempo beim Online-Shopping
Daniel Strieder, CEO von Cashpresso.
Herr Strieder, was war die Idee bei der Gründung von Cashpresso? Was ist der Vorteil für Ihre Kunden?

Daniel Strieder: Bei der Gründung von Cashpresso lag das Ziel darin, ein möglichst faires, transparentes und vor allem nutzerfreundliches Finanzierungsprodukt anzubieten. Wir haben bestehende, innovative Technologien zusammengeführt und ermöglichen so Finanzierungen innerhalb von zehn Minuten. Zusätzlich legen wir ein besonderes Augenmerk auf Nutzerfreundlichkeit. Einmal angemeldet, können unsere Kunden Cashpresso immer wieder für Ratenzahlungen verwenden – ohne erneuten Antrag. Bei unseren Partnershops profitieren Cashpresso-Kunden von Null-Prozent-Zeiträumen und können so Einkäufe kostenlos aufteilen sowie die Rücksendung abschließen, bevor Kosten entstehen. Selbstverständlich sind auch Finanzierungen über einen längeren Zeitraum möglich. Dabei wählen Kunden die Ratenhöhe frei aus und können diese später jederzeit kostenlos ändern. Auch setzen wir im Gegensatz zu vielen anderen Finanzunternehmen auf ein einfaches, leicht verständliches Kostenmodell. Wir möchten, dass unsere Kunden von Beginn an wissen, welche Kosten auf sie zukommen.

Viele dieser Leistungen bieten aber auch andere. Welchen Mehrwert hat Cashpresso zum Beispiel zu einer klassischen Kreditkarte, wo es ja auch zahlungsfreie Zeiträume und die Möglichkeit der Ratenrückzahlung gibt, oder zu einem Bankkredit?

Strieder: Unsere Vorteile sind flexible Rückzahlung, schnelle Verfügbarkeit, ein zinsfreier Zeitraum bei Einkäufen und Transparenz. Die Zinsen sind günstiger als bei vielen Kreditkarten - sie starten meist erst bei 15 und gehen bis 23 Prozent. Im übrigen haben viele gar keine Kreditkarte – bei den Deutschen zum Beispiel liegt die Penetration bei 25 bis 30 Prozent.
In der Vergangenheit gab es Kritik von der Arbeiterkammer daran, dass sich ein einfacher Kredit zu einer Schuldenfalle gerade für junge Leute entwickeln könnte. Was ist Ihr Standpunkt, was unternimmt Cashpresso in Sachen Bonitätsprüfung?

Strieder: Die Kritik war ein einmaliger Beitrag als Cashpresso auf den Markt gebracht wurde - seither sind uns wenig bis keine kritischen Artikel bekannt. Zum Thema Schuldenfalle: Wir überprüfen die Bonität vorab (bei Cashpresso gelten gleich strenge Voraussetzungen wie bei Banken) und entscheiden aufgrund dessen, ob ein Kunde kreditwürdig ist. Selbstverständlich vergeben wir an Personen mit Zahlungsschwierigkeiten keine Kredite.

Wie hat sich das Unternehmen bisher entwickelt, wie viele Kunden gibt es?


Strieder: Seit Start ist unsere Kundenbasis auf rund 10.000 aktive Cashpresso-Kunden angewachsen. Im Moment konzentrieren wir uns auf die Erweiterung der Partnerschaften im Bereich Onlineshops. Wir möchten rasch weitere Shops als Partner gewinnen und so sowohl Neu- als auch Bestandskunden als praktisches Zahlungsmittel zur Verfügung stehen. Mit der einfachen Zahlung per Benutzername und Passwort, der flexiblen Rückzahlung sowie den Null-Prozent-Zeiträume bieten wir unseren Kunden einen absoluten Mehrwert und erhöhen so die Zufriedenheit.

Sie haben vor kurzem eine Partnerschaft mit der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) bekanntgegeben. Sehen Sie das Potenzial für weitere solche Partnerschaften, werden Fintechs das Geschäft der etablierten "klassischen" Finanzunternehmen umkrempeln?


Strieder: Wie in jeder Branche bringt die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung Veränderungen für bestehende Player mit sich. Konsumenten sind zunehmend bereit das Smartphone für Bankgeschäfte zu nutzen. Vor allem die junge Zielgruppe wird mit Online-Banking groß und setzt schnelle, unkomplizierte Produkte voraus – darauf muss man als kundenorientiertes Unternehmen eingehen.

Fintechs krempeln den Markt dahingehend um, dass sie sich meist auf einen ganz bestimmten Teil des Finanzsystems konzentrieren. Diese Spezialisierung können etablierte Anbieter als Chance sehen, und dieses Know-how in Form von Kooperationen nutzen. Kooperationen sind aber auch für Fintechs ein wichtiger Hebel. Der Vorteil von großen Banken ist der bestehende Kundenstamm und die Möglichkeit von Upselling neuer Produkte an Bestandskunden. Als neuer Anbieter muss man es schaffen eine gewisse Bekanntheit und Größe zu erreichen, um sich am Markt etablieren zu können – eine Kooperation mit einer großen Bank kann dazu einen erheblichen Beitrag leisten.

Der Trend zu digitalen Finanzprodukten ist stark: Wie wird es mit Cashpresso weitergehen, wo gibt es Potenzial für weiteres Wachstum und weitere Produkte?

Strieder: Wir sehen die Zukunft für uns und auch generell für Fintechs sehr positiv. Die Bereitschaft für Kooperationen steigt und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen durch beispielsweise die EU-Zahlungsdienste-Richtlinie bieten große Chancen und neue Tätigkeitsbereiche, die es in dieser Form noch nicht gibt.

Unsere Zukunft mit Cashpresso sehen wir ganz klar im Bereich E-Commerce und Warenfinanzierung. Der Markt ist weiterhin stark wachsend und das Bezahlen auf Raten ist eine sehr gefragte Zahlungsoption. Genau hier möchten wir weiterhin ansetzen und vermehrt mit Onlineshops zusammenarbeiten. Einige Shops bieten Cashpresso bereits als Zahlungsmöglichkeit beim Kaufabschluss an – und es sollen rasch mehr werden. Selbstverständlich arbeiten wir auch an der Weiterentwicklung unseres Produktes. Es gibt Ansätze in alle Richtungen - von der weiteren Vereinfachung des Registrierungsprozesses bis zu Zusatzservices für Bestandskunden, die auch Finanzierungen am Verkaufsort schnell und einfach ermöglichen, ist alles dabei.

Herr Strieder, wir bedanken uns für das Gespräch.
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