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Alternative Investments
 
16.04.2020

Alternative Investments Sammlerobjekte sind schön, aber nicht sicher!

Von Gottfried Urban
Der sogenannte Anlagenotstand regt zur Kreativität an. Greifbare Dinge wie Weine, Oldtimer, Juwelen können in den Vordergrund rücken. Wie sieht es damit aus?
Alternative Investments Sammlerobjekte sind schön, aber nicht sicher!
Ein solcher Oldtimer hat bei vielen Konsumenten seinen Reiz.
Es gibt Preisindizes für Weine, Oldtimer, Juwelen oder andere Sammlerstücke, die auf den ersten Blick langfristig gute Renditen versprechen. Mancher Anleger überlegt deshalb, ob es sich lohnt, Geld in solche Sammlerwerte zu investieren. Doch Vorsicht: Die Märkte für diese Gegenstände sind nicht liquide, und die Aufbewahrung zehrt am Vermögen.

Wer sich bei der Geldanlage für Sammlerstücke entscheidet, sollte nie die Gesamtkosten aus den Augen verlieren. Die Wertstatistiken und Indizes spiegeln allein die Preisentwicklung der Sammelobjekte wider. Unberücksichtigt bleiben die oft hohen Lagermieten, teure Versicherungen oder Diebstahlrisiken. Wer in der Oberliga mitspielt, der muss die manchmal erforderlichen Gebühren für eine Zertifizierung der Wertgegenstände bezahlen. Berücksichtigt man schließlich die An- und Verkaufsspannen sowie die Lieferkosten, muss der Preisanstieg schon gewaltig sein, um beim Wiederverkauf noch Geld zu verdienen. Solche Chance auf Preissteigerungen bestehen nur bei den hochwertigsten Waren. Bei Oldtimern summieren sich Stand- und Reparaturschäden sowie Treibstoff über die Jahre häufig auf mehrere Tausend Euro.

Für eine ausreichende Streuung muss man größere Geldbeträge investieren. Bei der Bewertung der Objekte sind sich oft selbst Experten nicht einig. Sammlerwerte sollen nicht so anfällig für politische Ereignisse wie etwa Aktienpreise sein. Als Krisenwährung eignen sie sich dennoch nicht. In der Regel haben die meisten Sammlerstücke einen gewissen Materialwert. Im Krisenfall ist das die untere Wertgrenze, mehr nicht.

Dabei werfen Sammlerstücke keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden ab. Neben der persönlichen Freude am Sammlerstück bleibt meist keine finanzielle Rendite übrig. Die Anlage in Kunst und Co. kann ich daher als Geldanlage niemandem empfehlen. Das ist eher etwas für Liebhaber, und kostet, wenn man es mit Leidenschaft macht, in der Regel Geld und Zeit.

Sammlerstücke können zwar einen Baustein im Anlagemix darstellen. Bei der Strukturierung des Vermögens kommen sie aber erst in Betracht, wenn die traditionellen Anlageklassen ausreichend bestückt sind; als kleine Beimischung für den großen Geldbeutel, mehr nicht.

Über den Autor

Gottfried Urban ist Geschäftsführer der Urban & Kollegen GmbH Vermögensmanagement in Altötting.
 
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