Samstag, 08.08.2020 17:21 Uhr
RSS | Inhalt |
Vorsorge
 
09.07.2020

Vorsorge Österreichs Pensionssystem landet nur im Mittelfeld

Von Thomas Brummer
Das österreichische Pensionssystem erreicht im Allianz Global Pension Report nur einen mittelmäßigen Platz. Private Vorsorge ist geboten.
Vorsorge Österreichs Pensionssystem landet nur im Mittelfeld
Das Pensionssystem scheint ausbaufähig.
Ein mäßiges Zeugnis stellt der erstmals veröffentlichte Allianz Global Pension Report dem österreichischen Pensionssystem aus: Unter den 70 bewerteten Ländern rangiert Österreich lediglich auf Rang 34. Top-Performer sind Schweden, Belgien und Dänemark. Analysiert wurden von der Allianz nicht nur die demographischen und fiskalischen Grundvoraussetzungen, sondern auch die Nachhaltigkeit und Angemessenheit der Pensionssysteme.

Nachhaltiges Pensionssystem: Diskussion um demografischen Wandel nötig

Die geburtenstarken „Babyboomer“ treten in den nächsten Jahren verstärkt die Pension an. Damit schrumpft die Zahl der potenziellen Beitragszahler. Gleichzeitig steigt unsere Lebenserwartung. Nur wenige Länder haben ihre Pensionssysteme auf diesen demografischen Wandel eingestellt –Österreich zählt nicht dazu, wie der Global Pension Report der Allianz analysiert.

In den nächsten drei Jahrzehnten wird der Anteil der Über-65-jährigen an der Erwerbsbevölkerung in Österreich auf über 50 Prozent steigen. „Unsere staatliche Pension ist sehr gut ausgebaut, die betriebliche Pension oder private Vorsorge geraten dabei vergleichsweise ins Hintertreffen. Uns muss bewusst sein, dass aktive Beitragszahler das jetzige Pensionssystem stützen. Das heißt es braucht die junge Generation, um derart hohe Belastungen in der staatlichen Pension zu finanzieren. Genau das birgt aber für die Zukunft einen potenziellen Generationenkonflikt“, so Andreas Csurda, Vorstand der Allianz Pensionskasse.

In Sachen Nachhaltigkeit der Pensionssysteme, also wie Systeme auf den demografischen Wandel reagieren, findet sich Österreich auf Platz 51 des Rankings und damit im letzten Drittel der untersuchten Länder wieder. Ein relativ niedriges Pensionsalter und die Nichtberücksichtigung des bevorstehenden demografischen Wandels werden als die Hauptschwachpunkte im Report geortet. „Wir dürfen vor dem Hintergrund der rapiden Alterung unserer Gesellschaft nicht in eine Schräglage geraten und die junge Generation mit unseren Pensionen überschulden. Deshalb müssen wir uns gemeinsam einer umfassenden Pensionsdebatte stellen“, bekräftigt Csurda.
Gesamten Vergleich anzeigenFestgeld Betrag: 30.000 €, Laufzeit: 12 Monate
  Anbieter
Details
Zinssatz
Zinsertrag
Zinsertrag
 
1.
0,70%
210,00
2.
0,60%
180,00
0,60%
180,00
maxGesTab=999
Datenstand: 03.08.2020
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
OO Online-Konditionen
TT tel. Kontoführung möglich

Erhöhung des Pensionsalters – ein Tabu?

Mangelndes Bewusstsein ortet der Allianz Global Pension Report vielerorts hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Pensionssysteme. 1950 konnte ein 65 Jahre alter Mann in Europa erwarten, bis zu seinem Tod noch etwa 12,5 Jahre im Ruhestand zu verbringen. Heute liegt diese Zahl bereits bei 17,6 Jahren, und bis zum Jahr 2050 wird sie auf 20,8 Jahre ansteigen. Als Konsequenz daraus verschiebt sich das Verhältnis der Zeitspannen von Erwerbsleben und Ruhestand signifikant. Länder, die das Pensionsalter oder Pensionsleistungen an die Lebenswertwartung koppeln, wie beispielsweise die Niederlande, haben daher ein nachhaltigeres Pensionssystem als solche Länder, in denen die weitere Erhöhung des Pensionsalters ein politisches Tabu darstellt.

Altersquotient zeigt Dramatik des bevorstehenden demografischen Wandels

Generell werde der demographische Wandel besonders Europa hart treffen, fürchtet die Allianz. Der „Altersquotient“, der die Relation der pensionierten zur erwerbstätigen Bevölkerung misst, wird bis 2050 weltweit um 77 Prozent steigen und damit stärker als in den sieben Jahrzehnten davor. Vergleichsweise besser schneiden hier manche Entwicklungsländer in Afrika und Asien ab, da dort die Bevölkerung noch jünger ist und die öffentlichen Defizite und Schulden eher niedrig sind. Auf der anderen Seite erzielen europäische Länder wie Portugal oder Italien die schlechtesten Werte: eine alte Bevölkerung – der Altersquotient klettert deutlich über 60 Prozent – trifft hier auf hohe Schulden. Durch die Corona-Pandemie und den dadurch ausgelösten Schulden-Tsunami erhält das Problem noch zusätzliche Dynamik, so der Allianz Report.

Österreich in punkto Angemessenheit unter Top 10

Neben der Nachhaltigkeit beschäftigt sich der Report mit der Angemessenheit des Pensionssystems – also der Frage, ob das System einen angemessenen Lebensstandard im Alter sicherstellt. Wie eine Reihe anderer Länder legt auch Österreich größeres Gewicht auf den Wohlstand der heutigen Generation, als auf jenen zukünftiger Pensionistinnen und Pensionisten, heißt es. Dementsprechend liegt Österreich in Sachen Angemessenheit der Pensionen auf Platz zehn weltweit. Dies ist vor allem der großzügigen staatlichen Pension zu verdanken, denn gemessen am Durchschnittseinkommen werden mit Ausnahme Italiens nirgendwo in Europa höhere staatliche Pensionen gezahlt als hierzulande.

Tipp: Neben dem Sparen in Form von Fest- und Tagesgeld, sollten Sie auch über die Möglichkeit nachdenken, eine Immobilie zu erwerben. Nutzen Sie dazu den Hypothekarkredit-Vergleich.
Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Code hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Foto: fizkes / Shutterstock.com ID:5223
Wir Helfen
Tagesgeld
Nr. Anbieter Zins  
1 Renault Bank
0,50 %
Renault Bank
2 DADAT
0,30 %
DADAT
3 Addiko Bank
0,25 %
Addiko Bank
4 Kommunalkredit Invest
0,11 %
Kommunalkredit Invest
5 Livebank
0,10 %
Livebank
Laufzeit:3 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gesamten Vergleich anzeigen:Tagesgeld
Sparindex
Tagesgeld
Tagesgeld-Index sterreich
Durchschnittszins, 10.000 Euro
Festgeld
Nr. Anbieter Zins  
1 Kommunalkredit Invest
0,70 %
Kommunalkredit Invest
2 Addiko Bank
0,60 %
Addiko Bank
3 Renault Bank
0,60 %
Renault Bank
4 DenizBank
0,20 %
DenizBank
5 Crédit Agricole
0,11 %
Crédit Agricole
Laufzeit:12 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gesamten Vergleich anzeigen:Festgeld
Sparindex
Festgeld
Tagesgeld-Index sterreich
Durchschnittszins, 10.000 Euro
Kolumne
ERWIN J. FRASL

von ERWIN J. FRASL

Geldanlage und Steuersparen

So wehren Sie sich gegen zu geringe Zinserträge

Der Jahresbeginn wird von vielen Sparern traditionell dafür genützt, auf ihren Sparkonten nachzusehen, wie viel an Zinsen sie im vergangenen Jahr für ihre Ersparnisse erhalten haben. Eine meist ernüchternde Angelegenheit.

Kolumne lesen Archiv Kolumne
Anzeige
Girokonto
Nr. Anbieter Dispozinsen  
1 DADAT
6,50 %
zur Bank
2 DKB (Deutsche Kreditbank)
6,74 %
zur Bank
3 Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien
8,50 %
zur Bank
4 N26
8,90 %
zur Bank
5 Erste Bank
9,50 %
zur Bank
Online-Girokonten
Gesamten Vergleich anzeigen:Girokonto
Gastkommentar
Gottfried Urban

von Gottfried Urban

Sammlerobjekte sind schön, aber nicht sicher!

Der sogenannte Anlagenotstand regt zur Kreativität an. Greifbare Dinge wie Weine, Oldtimer, Juwelen können in den Vordergrund rücken. Wie sieht es damit aus?

» Gastkommentar lesen
» Archiv Gastkommentar
Umfrage
Anzeige
.
© 2020 Biallo & Team GmbH - - Impressum - Datenschutz