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Zukunft
 
27.07.2020

Zukunft Mobilität im Jahr 2040

Von Thomas Brummer
Die Mobilität wird umweltfreundlicher, sicherer und effizienter. In 20 Jahren werden fast nur noch Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Das ergibt der Allianz Partners Mobility-Report.
Zukunft Mobilität im Jahr 2040
Die Zukunft liegt in der E-Mobilität.
In Industrieländern werden bis zum Jahr 2040 kaum mehr Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen und die Zahl der Verkehrsunfälle wird deutlich zurückgehen. Autonome Fahrzeuge werden sich durchsetzen, intelligente Straßen und Autobahnen werden für eine grundlegende Veränderung der Verkehrsnetzinfrastruktur sorgen. Dies geht aus einem Bericht von Allianz Partners zum Thema „Mobility of the Future“ hervor. Zukunftsforscher Ray Hammond sagt darin vorher, dass Mobilität in den nächsten 20 Jahren weltweit umweltfreundlicher, sicherer und effizienter wird.

„Es gibt vier wesentliche Trends, die die Mobilität von morgen prägen und Druck auf Regierungen ausüben werden: die rasche Zunahme der Luftverschmutzung in Städten, der Klimawandel, die sinkenden Kosten für die Erzeugung erneuerbarer Energie und die technologischen Fortschritte im Bereich der Fahrzeugbatterie“, fasst Hammond zusammen. Experten gehen zudem davon aus, dass die Reisemobilität ihren Höhepunkt überschritten habe und nach der Coronakrise nicht wieder auf das gewohnte Niveau zurückkehren wird, zumindest im Bereich Business Travel.

Die aktuelle Studie identifiziert die wesentlichen Entwicklungen, die die Mobilitätslandschaft bis 2040 maßgeblich verändern werden:

Technologischer Fortschritt sorgt für mehr Sicherheit

• Die beste Nachricht ist, dass es 2040 nur mehr sehr wenige schwere Verkehrsunfälle und wenige Schwerverletzte und Todesfälle im Straßenverkehr geben wird.
• Fahrerassistenzsysteme – wie z. B. automatische Bremssysteme, Fußgängererkennung, vorausschauende Kollisionswarnung, Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Erkennung sowie Überwachung der Fahreraufmerksamkeit – unterstützen die Entwicklung auf dem Weg hin zum automatisierten Fahren. Sie zeigen der Bevölkerung, dass Fahrzeuge tatsächlich sicherer sind, wenn sie autonom fahren und nicht von Menschen gesteuert werden.
• Auf langen Distanzen und im Gütertransport werden im Jahr 2040 selbstfahrende Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Allerdings werden sich diese auch manuell steuern lassen, insbesondere für Fahrten in ländlichen Gebieten, wo es an intelligenten Straßen und Netzinfrastruktur fehlt.
• Technologieunternehmen wie Apple, Google und Uber werden künftig direkt mit Automobilherstellern konkurrieren, da IT und Software eine zentrale Rolle beim Fahrzeugbau einnehmen werden.

Mobilitäts-Abos ersetzen Privatautos in der Stadt

• Statt selbst ein Privatauto zu besitzen, werden Stadtbewohner in Industrieländern zu Abonnenten von Mobilität.
• Für Kurzstrecken wird man in der Stadt noch häufiger auf elektrische Fahrräder und Scooter zurückgreifen, die über Sharing-Anbieter bereitgestellt werden.
• Fahrgäste von fahrerlosen Fahrzeugen können die Reisezeit für ihre Arbeit oder Freizeit nutzen, schlafen, sich mit anderen austauschen (im Fahrzeug oder über Fernkommunikation), virtuelle Reisen unternehmen oder sich weiterbilden.

Elektroautos setzen sich endgültig durch

• Statt fossil betriebenen Fahrzeugen werden 2040 fast ausschließlich Elektroautos zum Einsatz kommen.
• Fahrerlose Elektrotaxis werden dem Personenbeförderungsbedarf gerecht und Fahrgäste zum heutigen Preis einer Busfahrkarte befördern.

Cyber-Security statt Verkehrspolizisten

• Entscheidend wird sein, dass die Straßen- und Verkehrsnetze durch leistungsfähige Cybersicherheitssysteme geschützt werden, um störende Einflüsse auf Fahrzeuge und Verkehrswege abzuwehren.
• Im Jahr 2040 werden daher statt Verkehrspolizisten überwiegend Einsatzkräfte zur Gewährleistung der Cybersicherheit im Verkehrssystem eingesetzt werden. Diese werden sich darauf konzentrieren, unsere Straßen und alle Formen der Mobilität vor bösartigen oder kriminellen Angriffen zu schützen.
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Neue Versicherungslösungen gefragt

„Für Versicherer bedeuten diese Erkenntnisse einen Paradigmenwechsel hin zu einer Zukunft, in der Mobilität umweltfreundlicher, sicherer und effizienter denn je sein wird“, betont Dkfm. Erik Heusel, Österreich-Geschäftsführer von Allianz Partners. Dementsprechend arbeite man an neuen Produkten und Servicelösungen für die neue Mobilitätswelt und die sich ändernden Kundenbedürfnisse. „Immer mehr Autofahrer abonnieren immer häufiger Mobilität, anstatt sich einen Privatwagen zu leisten. Die Zunahme der Nutzung von sich ergänzenden Verkehrsmitteln erfordert reibungslose und nahtlose Mobilitätslösungen für den Einzelnen; der konventionelle Schutz von Eigentum und Vermögenswerten allein wird dem nicht mehr gerecht“, so Heusel. Veränderungen sieht Allianz Partners auch im Bereich Haftung, da die Herstellerhaftung zunehmend an Bedeutung gewinnen werde. Zwar wird die Technologie der autonomen Fahrzeuge immer besser mit positiven Auswirkungen auf die Häufigkeit und Schwere von Unfällen, gleichzeitig werden aber Cybersicherheit und Cyberversicherung wichtiger denn je.
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