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Walter K. Eichelburg
 
19.03.2013

Walter K. Eichelburg Zypern ein Testfall – die wahre Enteignung kommt erst

Von Wolfgang Thomas Walter
Bankenrettung ist nur Sache der Steuerzahler? Mitnichten, denn der Fall Zypern zeigt – demnächst könnte es trotz Rettungsschirme auch Europas Kleinsparern an den Kragen gehen. Walter K. Eichelburg zur aktuellen Lage, deren Folgen für Europa und der Renaissance der Edelmetalle.
Walter K. Eichelburg
Walter K. Eichelburg, hartgeld.com
Biallo.at: Erstmals in der jüngsten „europäischen Rettungsgeschichte“ werden Sparer in Zypern mit bis zu zehn Prozent ihres Privatvermögens zur Banken-Rettung herangezogen. Ist das der Beginn der Enteignung – gerade für den kleinen Normalsparer – in Europa?

Walter K. Eichelburg:
Die Reaktionen der Medien auf diese Substanzbesteuerung auf Bankguthaben kann man nur als gigantisch betrachten. Einige Medien schreiben von Tabubruch und fordern zum Bank Run auf. Offenbar hat da die EU-Politik wirklich einen Dammbruch ausgelöst. Ein voller Bank Run kann in der Eurozone jetzt jederzeit ausbrechen. Der Normalsparer sieht jetzt einmal, wie eine Währungsreform aussehen könnte - man nimmt ihm einen Teil der Ersparnisse administrativ weg. Bisher haben die Sparer das nicht für möglich gehalten. Die wirkliche Enteignung kommt mit den Währungsreformen beim Untergang des Euro.

Biallo.at: Könnte dieses neue „Rettungsprinzip“ bald in den anderen Problemstaaten wie Portugal, Spanien, oder Italien „Schule „ machen?

Eichelburg: Es gibt Kommentatoren, die meinen, dass das ein Test war, um zu sehen, ob es zu massiven Reaktionen der Sparer kommt. Aber wahrscheinlich sind die Politiker dazu ohnehin zu feige, denn das Risiko der Ansteckung ist zu gross. Wahrscheinlich war diese Zypern-Haircut ein Kompromiss, denn speziell in Deutschland wollte die Regierung vor der Bundestagswahl nicht als jene dastehen, die das Geld der russischen Oligarchen auf Zypern rettet.

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Biallo.at: Gesetz den Falle, das Parlament in Nikosia lehnt diese Zwangsmaßnahme ab – welche Folgen hat die für das Land und den weiteren europäischen Rettungsmechanismus?

Eichelburg: Ob man dann Zypern wirklich sterben lässt, ist nach den derzeitigen Medienreaktionen zweifelhaft. Zypern bekam ein Ultimatum von der EU: einen Haircut bei der Sparern zu machen oder sofort aus dem Euro auszuscheiden. Nocheinmal, das alles hat primär mit der Innenpolitik in den Retterstaaten zu tun.

Biallo.at: Welche Folgen sehen Sie akut für das Vertrauen in die Sicherheit der Spareinlagen in der ganzen EU? Rechnen Sie mit massiven Abwanderungstendenzen in Nicht-EU-Staaten?

Eichelburg: Ob es massive Bank Runs und Kapitalflucht speziell aus dem Süden der Eurozone geben wird, wissen wir noch nicht. Auch das Risiko eines Euro-Crashs ist signifikant. Aber das könnte der Event sein, der den Euro umwirft.

Biallo.at: Kann Gold unter den neuen Voraussetzungen einer wohl erneut aufflammenden Eurokrise nachhaltig davon profitieren?

Eichelburg: Ja, Gold und Silber sind die einzigen Rettungsboote in einer solchen Crash-Situation. Denn wenn der Euro fällt, fallen die anderen Papiergelder auch. Der Goldpreis hat mit der Zypern-Krise ohnehin wieder auf über $1600 angezogen, wird aber sicher noch stark vom Goldkartell gedrückt.

Leserkommentare
20.03.2013 07:46 Uhr - von Tommy Rasmussen
Goldsteuer !!!
Gold bald 171% teurer !!!: 15.03.2013 - EU Recht: Wer in Edelmetall investieren möchte, wird bald eine steuerliche Belastung von 171 Prozent in Kauf nehmen müssen. Der Gesetzentwurf wird 2013 nach vollständiger Ausarbeitung und Prüfung in Kraft treten. Auch die Einfuhrbestimmungen ändern sich. Die Politik möchte unterbinden, dass günstige Ankäufe aus dem Ausland zur Flucht aus dem Geldsystem genutzt werden.
19.03.2013 22:15 Uhr - von halloooo
Wat nu
Ja sind denn Walters Kritiker verstummt? Da finden sich auch keine Neuen???? Oh wehh, wenn ich auf das Ende seh...
19.03.2013 14:49 Uhr - von Sabine Maja
Was für eine Sprache!
Ich kann nur hoffen, dass Ihre Wirtschafts- und Finanzkenntnisse die der deutschen Sprache bei weitem übertreffen. Nichtsdestotrotz sollten Sie lernen, sich vernünftig auszudrücken, wenn Sie ernst genommen werden wollen. Im vorliegenden Fall: 1. "Mit Nichten" - hier ist wohl die verstärkende Verneinung "mitnichten" gemeint und nicht irgendwelche Nichten oder Neffen ... 2. "Gesetz den Fall" - diese Redewendung hat nichts mit dem Gesetz zu tun, sondern mit dem Konjunktiv-Partizip des Verbes "setzen". "Gesetzt den Fall ..." steht für "Angenommen, dass ..." bzw. "Für den Fall, dass ..." Weiter habe ich nicht gelesen. Das war mir dann doch zu peinlich. - Über das korrekte Setzen von Anführungszeichen möchte ich mich erst gar nicht auslassen. Solche massiven Fehler kann man vielleicht noch bei Leser-Kommentatoren hinnehmen, nicht aber bei einem Medium mit MeinungsBILDUNGSanspruch. Nebenbei: Mit den Einschätzungen des Herrn Eichelburg stimme ich weitgehend überein. Meine geäußerte Kritik gilt ausschließlich der inakzeptablen Form des Artikels.
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