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USA, China, Europa und Gold
 
14.11.2012

Im Interview USA, China, Europa und Gold "Am deutschen Wesen soll offenbar die Welt genesen"

Von Wolfgang Thomas Walter
Von den Generalstreiks in den europäischen Südstaaten bis zum China-Hype an den Aktienmärkten. Welche Themen aktuell die Medien bewegen – und natürlich Gold: Walter K. Eichelburg von hartgeld.com im Biallo.at-Kurzinterview.
USA, China, Europa und Gold "Am deutschen Wesen soll offenbar die Welt genesen" Finanzportal Biallo.at
Walter K. Eichelburg, hartgeld.com
Generalstreik: Griechenland, Spanien, Portugal – die Ablehnung gegen die „Politik Merkel“ wird aktuell deutlich spürbar. Können oder wollen die PIGS-Staaten das Spardiktat aus Deutschland nicht mitmachen?

Walter K. Eichelburg: Am deutschen Wesen soll offenbar die Welt genesen, zumindest die Euro-Südstaaten. So wird es bei den Befehlsgebern Merkel und Schäuble gesehen. Aber auch im Süden, wo die Sparbefehle ausgeführt werden sollen. Es ist kein Wunder, dass da ein Hass auf Deutschland entsteht. Viel besser wäre es, den Euro aufzulösen und die PIGS-Staaten ihrem Schicksal zu überlassen.

USA: Wir wollen und brauchen kein ausländisches Öl. Nach der gewonnen US-Wahl geht Präsident Obama in Sachen Rohstoffversorgung klar auf Konfrontationskurs. Sind die USA hier wirklich autark?

Eichelburg: Die USA brauchen derzeit ausländisches Öl, da aus Umweltschutzgründen grosse Teile der USA und der Küstengebiete für die Ölförderung tabu sind. Der linke Obama wird das kaum ändern wollen. Erst wenn für Dollars im Ausland kein Öl mehr gekauft werden kann, kann es eine Änderung geben.

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China: Es gibt einen neuen Mann an der Spitze der kommunistischen Partei Chinas. Nun geht es mit der Wirtschaft wieder bergauf, schätzt Vermögensverwalter Jens Ehrhardt. Chinesische Aktien hält er sowieso für Perlen. Ist jetzt wirklich der ideale Zeitpunkt zum Zugreifen?

Eichelburg: Die Vermögensverwalter wissen gar nichts, nur wie sie möglichst hohe Provisionen aus ihren Kunden herausreissen. Daher fallen sie auch auf jeden Hype herein. China ist überreif für einen Crash, das ist die Tatsache. Da sollte man lieber nicht in chinesische Aktien gehen, die Chinesen selbst gehen massiv in Gold.

Aktuelles und Historisches aus der „Zeit“: Nicht freigiebige Zentralbanken sollen demnach in der Geschichte für Preisexplosionen gesorgt haben, sondern nur die Politik. Ist dies in der jetzigen Krise ebenso?

Eichelburg: Der linken Zeit kann man alles mögliche zutrauen, nur nicht besonderes Finanzwissen. Sicher war es überall die Politik, die Hyperinflationen verursacht hat, über eine massiv Geld druckende Zentralbank unter der Kontrolle der Politik. So etwa in den 1920er Jahren in Deutschland, wo Politik, Industrie und Gewerkschaften für das Gelddrucken waren, um die 7 Millionen Kriegsheimkehrer mit Arbeitsplätzen zu versorgen. Die Eliten hatten zu grosse Angst vor Aufständen.

Absturz: In fast allen wichtigen Standort-Rankings ist Österreich in den vergangenen Jahren nach hinten gerutscht. Denkt man an die knapper werdenden Haushaltsmittel in Zukunft, wird sich dieser Trend gerade bei Infrastrukturmaßnamen weiter verschärfen. Wo könnte Ihrer Meinung nach Österreich in fünf Jahren landen?

Eichelburg: Diese Rankings sollte man nicht zu ernst nehmen, denn oft steckt eine bestimmte Agenda dahinter. Heute ist die österreichische Wirtschaftsstruktur viel besser als vor 20 oder 40 Jahren. Wo Österreich in fünf Jahren steht? Nach dem Staatsbankrott, ohne Euro, dafür mit einem neuen Schilling, mit einem hoffentlich drastisch reduzierten Staat. Die Österreicher werden viel ärmer sein, wie die Bürger anderer Staaten auch.

Goldiges: Jim Rogers, Jeremy Grantham und John Paulson sprechen mit einer Zunge: Der Goldpreis wird weiter steigen. Die Argumente sind zwar nicht originell, aber angesichts der Kursbewegungen des Edelmetalls im Oktober lohnt es sich, nochmal genauer hinzusehen. Wo sehen Sie den diesjährigen Weihnachts-Goldpreis?

Eichelburg: Ja, der Goldpreis wird viel höher steigen. November und Dezember sind immer die besten Monate für den Goldpreis. Selbst ohne Finanzcrash sollten $2000/oz möglich sein. Nach dem sicher kommenden Crash gibt es kein Limit nach oben.

 

Leserkommentare
16.11.2012 19:37 Uhr - von kernei
Wieder kein Ende
Und wieder naht ein Wochenende ohne Crash, so wie es Herr Eichelburg, der selbsternannte Finanzguru nun schon seit mehr als zwei Jahren voraussagt. Wenn man so oft wie Herr E. danebenliegt, sollte man ernstlich über sein Wirken nachdenken und es ganz einfach lassen.
15.11.2012 18:58 Uhr - von Slongus
Ach Walter,
es wird auch heuer keine Weihnachten mit Goldpreisexplosion geben sowie in den letzen 6 Jahren auch seit es Hartgeld.com gibt. Das geht alles nur ganz, ganz langsam.
15.11.2012 15:43 Uhr - von Hans Kolpak
Die Macht des Einzelnen
Wie ein Investor zu denken, bedeutet, sich auf wirtschaftliche Veränderungen und auf gesellschaftliche Verwerfungen einzustellen. Je mehr einzelne Investoren dies tun, desto mehr erfolgreiche Menschen wachsen im Laufe von Krisen wie Pilze aus der Erde. Sie tun dies nicht auf Kosten anderer, sondern zum Nutzen anderer. Hans Kolpak Deutsche ZivilGesellschaft
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