Dienstag, 28.05.2024 18:41 Uhr
RSS | Inhalt |
Walter K. Eichelburg
 
04.03.2013

Fünf Fragen an Walter K. Eichelburg "Unsere Wohlfahrts-Demokratien erlauben kein Sparen"

Von Wolfgang Thomas Walter
Beppo Grillo in Italien, Frank Stronach in Österreich – und „Alternative für Deutschland“ im September in Deutschland? Anti-Establishment-Programme scheinen bei den Wählern in Europa Erfolg zu haben. Walter K. Eichelburg zu den neuen Anti-Europa-Parteien und das Spardiktat in den USA.
Fünf Fragen an: Walter K. Eichelburg
Walter K. Eichelburg, hartgeld.com
Biallo.at: Spardiktat in den USA: Die Last-Minute-Einigung vergangene Woche ist geplatzt, ab sofort stehen die USA vor beispiellosen Haushaltseinschnitten. Was bedeutet Obamas Sparbombe für die US-Wirtschaft und die internationalen Finanzmärkte?

Walter K. Eichelburg: Nicht viel wird passieren, ausser dass es bei den Betroffenen der Einsparungen massive Proteste geben wird. Wenn diese zu laut werden, werden sich die Politiker wohl einigen, so war es bisher immer. Für die Finanzmärkte hat es nur Auswirkungen, falls die Zinsen auf die Staatsanleihen nicht bezahlt werden. Aber dass das geschieht, dafür wird sicher Ben "Helicopter" Bernanke sorgen.

Biallo.at: Italienwahl: Nicht nur zwischen Beppe Grillo und dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück knirscht er derzeit – Italien steht nach der Wahl faktisch vor einer Unregierbarkeit. Wird unser Nachbar im Süden 2013 zum Dauerkrisenfall?

Eichelburg: Die SPD kann man nur so charakterisieren: dumm, dümmer SPD. Steinbrück ist offenbar das Beste, das diese komische Partei zu bieten hat. Diplomatie ist wirklich nicht seine Stärke. Italien hat andere Probleme: die Unregierbarkeit ist so gut wie garantiert. Entweder gibt es in einigen Monaten Neuwahlen, oder man setzt wieder einen Statthalter wie Mario Monti ein. Die Kapitalflucht aus Italien hat schon eingesetzt, die EZB druckt daher wie verrückt. Wie lange das durchhaltbar ist, wird sich zeigen. Aber dann kommt auch noch Frankreich dran...

NEU: tagesgeld-vergleich.at

Biallo.at: Regierungssterben: Vergangene Woche ortete die Kronenzeitung mittlerweile zehn der 17 Regierungen der Euro- Staaten als „Opfer“ der Überschuldungskrise. Die Wähler fühlten sich betrogen, doch den Nachfolgern bleibe meist nur eines: Weiter den Sparkurs halten. Wird Österreich und Deutschland heuer ein ebensolches Dilemma erwarten?

Eichelburg: Unsere Wohlfahrts-Demokratien erlauben kein Sparen, denn sonst wird die Regierung abgewählt. Nachdem in Österreich und Deutschland noch "Milch und Honig" fliessen, ist dort echtes Sparen noch nicht notwendig. Am Ende läuft es aber auf die Staatsfinanzieren durch immer stärkeres Gelddrucken hinaus. Japan, die USA und teilweise die EZB machen es vor. Das Ende ist immer die Hyperinflation und diese kommt in unserem Fall, wenn der Goldpreis nicht mehr niedrig gehalten werden kann.

Lesen Sie auch
Biallo.at: Anti-Euro-Partei: Im Gegensatz zu Österreich scheint sich in Deutschland eine neue Gruppierung zu Bundestagswahl zu formieren. Die „Alternative für Deutschland“ um ihren derzeitigen Sprecher Bernd Lucke ist offenbar entschlossen im September anzutreten. Wie groß schätzen Sie das Potenzial für eine solche Bewegung ein?

Eichelburg:
Genügend Unzufriedene dürfte es auch in Deutschland geben, das zeigen die Landtagswahlen in Österreich, wo der Newcomer Frank Stronach gleich 10% der Stimmen gewonnen hat, obwohl es genügend echte Oppositionsparteien gibt. Oder das Beispiel Beppo Grillo, der mit seinem Anti-Establishment-Programm auf Anhieb 25% bei der italienischen Parlamentswahl gewonnen hat. Es gibt viele Kleinparteien in Deutschland wie PRO oder PDV, die Ähnliches wollen. Aber sie besitzen nicht die personellen, organisatorischen und finanziellen Resourcen um wirklich erfolgreich zu werden. Ob die neue Bewegung etwas erreicht, muss sich erst zeigen. 25% sollten mit einem guten Programm, Volksnähe und guter Organisation sowie guten Kandidaten schon drinnen sein, denn es gibt in Deutschland scheinbar nur mehr Linksparteien. Da tut sich rechts eine gigantische Lücke auf.

Biallo.at: Frasl fragt: „Banken in der EU dürfen ab 2014 Bonus-Zahlungen an Mitarbeiter nur noch bis zur Höhe des Grundgehalts zahlen. Kann die EU so Banker vom Zocken abhalten?“ – so befragt unser Herausgeber Erwin J. Frasl in seiner aktuellen Wochenumfrage die Leser. Wie würden Sie abstimmen und warum?

Eichelburg:
Die EU ist dumm und diktatorisch, siehe Glühbirnenverbot. Die Briten mit ihrem Finanzplatz London werden vermutlich eher aus der EU austreten, als dem zuzustimmen. Sie sind ohnehin bereits am Sprung.

Leserkommentare
07.03.2013 19:10 Uhr - von flyer66
Eichelburg und der Goldpreis
Gold hat noch immer den Menschen vor Totalverlust seines Vermögens geschützt. Dies konnte keine Aktie, keine Versicherung und keine Anleihe und kein Papierschein. Wer also glaubt, dass schon alles gut wird und die Politiker das richtige machen, soll Gold verkaufen und Papiere dafür nehmen. Ich zitiere aber an dieser Stelle Alan Greenspan, den ehem. Chef der FED "Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit". Der Gläubiger glaubt eben, dass der Kredit zurückgezahlt wird.
06.03.2013 11:21 Uhr - von Mike1982
@Franz, Linz
Aber wie Ihnen sicher auffällt wird er vermehrt nach einer allgemeinen Einschätzung der politischen Situation und nicht mehr nach der Preisentwicklung am Edelmetallmarkt, seinem "Spezialgebiet" befragt. Diesbezüglich wollen die Reporter ihm und den Lesern wohl weitere Peinlichkeiten ersparen.
06.03.2013 10:34 Uhr - von Franz, Linz
Eichelburg: Überbewertet
Ich finde, man sollte einem solchen Wirrkopf wie Eichelburg nicht dauerhaft so ein Forum einräumen. Die meisten seiner Prognosen haben sich als unzutreffend erwiesen. Seine politischen Bewertungen kommen über Stammtischniveau nicht hinaus.
04.03.2013 21:21 Uhr - von Goldpreisdrücker
Der Walter ist ein armes Würstchen...
Er hat alles richtig erkannt, alles richtig vorhergesagt, alle Zusammenhänge perfekt analysiert und in ihren kausalen Zusammenhängen richtig interpretiert. Nur eines hat er übersehen: Das Papier stärker ist als Gold. Das Papier durch Hebel härter wird als Gold. Dieses kleine Detail eben hat er übersehen und deshalb hat er in allem unrecht. Mit Gold kann man sich nicht mal den Allerwertesten abputzen. So, jetzt SUV-Fahrer! Bitte einen Kommentar! Ich weiss nämlich nix!
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Code hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Foto: hartgeld.com ID:3179
* Anzeige: Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind Werbelinks. Wenn Sie auf so einen Link klicken, etwas kaufen oder abschließen, erhalten wir eine Provision. Für Sie ergeben sich keine Mehrkosten und Sie unterstützen unsere Arbeit.
Anzeige
|link.alt|
Festgeld
Nr. Anbieter Zins  
1 zur Bank
3,400 %
zur Bank
2 Renault Bank direkt
3,300 %
zur Bank
3 zur Bank
3,200 %
zur Bank
4 zur Bank
3,150 %
zur Bank
Laufzeit:12 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gesamten Vergleich anzeigen:Festgeld
Anzeige
Tagesgeld
Nr. Anbieter Zins  
1 zur Bank
3,600 %
zur Bank
2 Renault Bank direkt
3,300 %
zur Bank
3 zur Bank
3,300 %
zur Bank
4 zur Bank
3,000 %
zur Bank
5 zur Bank
0,550 %
zur Bank
Laufzeit:3 Monate; Betrag 20.000 Euro
Gesamten Vergleich anzeigen:Tagesgeld
Anzeige
.
© 2024 Biallo & Team GmbH - - Impressum - Datenschutz