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Finanzwissen und mehr
 
24.09.2012

Im Interview Finanzwissen und mehr "Besser man liest Bücher wie Rich Dad, Poor Dad von Robert Kiyosaki"

Von Wolfgang Thomas Walter
Gelderziehung in den Schulen macht wenig Sinn, Ökonomen" können nur linear denken, und trotz Krise wird man marode Banken vorerst am Leben halten. Nur drei Standpunkte in einem interessanten Interview, das Biallo.at mit Walter K. Eichelburg führte.
Finanzwissen und mehr"Besser man liest Bücher wie Rich Dad, Poor Dad von Robert Kiyosaki" Finanzportal Biallo.at
Walter K. Eichelburg, Hartgeld.com: "Gelderziehung in den Schulen macht wenig Sinn"
Biallo.at: Bawag, ÖVAG und demnächst? Die Finanzkrise scheint nun auch Österreich immer deutlicher zu treffen. Rechnen Sie für 2013 mit einer Welle sterbender Banken?

Walter K. Eichelburg: Man wird alle Banken halten, bis alles zusammen untergeht. Wir haben es in den letzten vier Jahren schon gesehen: es wird in Europa jede Bank gestützt. Erst mit der Euro-Währungskrise wird man die Banken per Währungsreform entschulden - dann kommen die neuen nationalen Währungen zurück. In Österreich der Schilling, in Deutschland die DM, in Italien die Lira. Alle bereits gedruckt.

Biallo.at: Wissen um meine Finanzen: Wenn es um ökonomische Kompetenz geht, trauen sich die Österreicherinnen und Österreicher offenbar nicht viel zu – zumindest, wenn man aktuellen Umfragen Glauben schenkt. Kann hier das „das Lernen über Geld“, sprich eine Gelderziehung in Schulen, wirklich Abhilfe schaffen, wie unlängst von der Erste ins Gespräch gebracht worden ist?

Eichelburg: Gelderziehung in den Schulen macht wenig Sinn, denn die Lehrer sind selbst Lohnsklaven und keine Investoren. Besser ist es, man liest Bücher wie Rich Dad, Poor Dad von Robert Kiyosaki, etc. - echten Investoren mit Erfolg damit. Oder meine Gold-Website www.hartgeld.com.

Biallo.at: Kaum Umgetauft – schon ausgeweitet: Die Länder der Euro-Zone erwägen Rettungsschirm ESM auf zwei Billionen aufzustocken – um notfalls auch Italien und Spanien retten zu können. Der Weg in die totale Inflation?

Eichelburg: Das mit der ESM-Aufstockung hatten wir bereits 2011, ist aber gescheitert. Damals wollte man EFSF und ESM hebeln. Das ist alles sinnlos, denn nur per pures Gelddrucken hilft für eine gewisse Zeit. Die Amerikaner oder Japaner plagen sich nicht mit solchen Konstrukten herum, sondern drucken einfach. Am Ende steht die Hyperinflation, dann wenn die Flucht aus allen Währungen in Gold losgeht. Es dauert vermutlich nicht mehr lange. Dann ist es mit der Gelddruckerei vorbei.

Biallo.at: Nicht nur in Deutschland ein Dauerthema: Auch österreichische Unternehmen werben wieder verstärkt Fachpersonal aus dem Ausland an – interessanterweise neuerdings sogar aus Spanien. Indiz einer verfehlten Wirtschaftspolitik in Österreich?

Eichelburg: Die Unternehmensvertreter wollen immer billige Lohnsklaven aus dem Ausland und einen Konkurrenzdruck auf ihre Belegschaften - damit für Manager und Unternehmer mehr Geld bleibt. Obwohl die Arbeitslosigkeit in Spanien oder Portugal gigantisch ist, wollen nur wenige zu uns kommen - kulturelle Unterschiede und die Sprache.

Biallo.at: Das Wirtschaft-Blatt rief unlängst den „Neustart“ aus. Schuldenkarussell, wachsende Liquidität – der Patient Eurozone sei klinisch tot. Nur: Wie soll ein solcher Neustart am Ende konkret aussehen?

Eichelburg: Ein "Neustart" kommt mit dem Euro-Crash am Markt. In Währungsreformen werden die real uneintreibbaren Schulden bei den Sparern abgeschrieben - diese verlieren fast alles. Dann kommen die neuen, nationalen Währungen. Diese werden vermutlich auch wieder crashen, da die Regierungen nicht wirklich sparen wollen. Dann wird der Markt einen neuen Goldstandard, also neue Gold/Silbergeld erzwingen.

Biallo.at: Bereits vor rund 180 Jahren schrieb Johann Wolfgang von Goethe im "Faust II" über das Auf und Ab an den Märkten, über Wirtschaftsblasen und Staaten am Rande des Ruins. Viel dazugelernt haben die Ökonomen seit 1832 offenbar ja nicht – oder?

Eichelburg:
In jeder Wirtschaft, in der es Kredit gibt, gibt es Finanzblasen, die dann platzen. Nichts Neues am Horizont. Bald platzen die Blasen der überteuerten Papierwerte, der Staatsanleihen und der Kredite. Die "Ökonomen" können ohnhin nur linear denken, und sehen solche Ereignisse gar nicht voraus.

Walter K. Eichelburg
 
,,, ist studierter Informatiker und betreibt mit www.hartgeld.com das erfolgreichste deutschsprachige Special-Interest-Webportal zu den Themen Gold, Edelmetalle und Krisenvorsorge. Er ist selbst langjähriger Investor und gibt auf diesem Weg sein Wissen weiter. Er ist Autor zahlreicher Artikel über technische und Finanzthemen.
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