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Walter K. Eichelburg
 
25.04.2012

Im Interview Walter K. Eichelburg „Hollande dürfte der Totengräber des Euro und der EU sein“

Von Wolfgang Thomas Walter
Frankreich steht vor einem Machtwechsel, viele Regierungen Europas auf wackeligen Füßen. Die Eurokrise ist wieder voll da, die Phase der „Heile Welt Euphorie“ scheint vorbei. Der Wiener Investor Walter K. Eichelburg zur explosiven Gemengelage in Europa und darüber hinaus.
Walter K. Eichelburg Hartgeld.com Finantportal Biallo.at
Walter K. Eichelburg, Hartgeld.com
Biallo.at: Sinkende Sparfreude, sinkende Lust auf Kredite, kaum reale Zinserträge auf traditionelle Sparbücher. Die Österreicher leiden unter den Folgen des Sparpakets der SP-VP-Regierung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Integral. Was wären positive Signale für eine Trendwende?

Walter K. Eichelburg: Diese neue "Feuerkraft" des IWF dürfte nur eine Wahlkampfhilfe für Sarkozy in Frankreich sein. Die IWF-Chefin Lagarde war vorher seine Finanzministerin, Diese "Summe" besteht nur aus Absichtserklärungen, Staaten wie Indien meutern bereits. Die USA wagen nicht einmal eine Absichtserklärung abzugeben, weil das in Obamas Wahlkampf negativ sein würde.

Biallo.at: Haben es die Investoren eigentlich schon bemerkt? Nicht mehr Unternehmenszahlen bestimmen die Börsentendenz, sondern Anleiherenditen der Euro-Krisenkandidaten. Das kann böse enden – die Wirtschaft am Anleihen-Tropf?

Eichelburg: Ja, die Eurokrise ist wieder voll da. Neben dem gerade untergehenden Spanien werden jetzt auch Frankreich und die Niederlande angegriffen. Die "Heile Welt Euporie", die man seit Januar verbreitet hat, geht wieder zu Ende. Fallende Aktienkurse gehören dazu. Man darf nicht vergessen, die wichtigsten Wertpapiere sind die Staatsanleihen, die Aktien sind sekundär, aber über die Aktien wird dauern berichtet.

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Biallo.at: Nach ZEW, Ifo und Co. hielten die Bullen an den europäischen Börsen das Zepter in den vergangenen Wochen scheinbar fest im Griff. Seit dieser Woche aber scheint die „Regentschaft“ deutlich zu wackeln. Rezession in Spanien, Machtwechsel in Frankreich, Regierungskrise in den Niederlanden: Die Börsen sind verunsichert. Wie wird das alles an den Parketts enden?

Eichelburg: Die Realwirtschaft ist überall auf der Welt, ähnlich wie Ende 2008 wieder auf der Kippe. Besonders aber wirkt sich die Rezession/Depression in den Euro-Südstaaten negativ auf alle Exporteure aus. Die Aktien werden aber erst dann richtig crashen, wenn auch die Staatsanleihen der wichtigsten Staaten wie USA; Deutschland, UK crashen und der Goldpreis explodiert.

Biallo.at: „Der Euro-Fluch: Finanzkrise frisst Europas Regierungen“, so titelte unlängst eine große deutsche Tageszeitung. Was würde ein Machtwechsel in Frankreich bedeuten? Ist das oftmals zitierte Deutsch-Französische Verhältnis – die Lokomotive für Europa – und damit die EU selbst dann in Gefahr?

Eichelburg: Wie es aussieht, kommt in Frankreich der Sozialist Hollande an die Macht. Er hat sich inzwischen schon für die unlimitierte Staatsfinanzierung per Druckerpresse ausgesprochen. Die Märkte vermuten zu recht, dass Hollande eine ähnlich irrationale Finanzpolitik wie sein Vorgänger Mitterand machen wird, die mit dem Crash des Franc endete, Diesesmal wird es der Euro sein. Hollande dürfte der Totengräber des Euro und dann auch der EU sein, denn die Franzosen wollen auch eine stärker nationale Politik, der Erfolg von Marine LePen zeigte es. Die Regierungen in Europa wechseln jetzt reihenweise, meist in die eher nationale Richtung. Die Zeit von "Europa und EU" geht zu Ende, die Zeit der "Nation" kommt wieder. Wie in jeder Depression geht der Fokus der Bevölkerung zurück zum eigenen Stamm.

Walter K. Eichelburg

... Informatiker und Investor in Wien. Seine Website www.hartgeld.com beschäftigt sich intensiv mit den Themen Gold, Edelmetalle und Geldentwertung. 2006 gegründet, ist sie mittlerweile das meistgelesene Internetmedium in dieser Thematik im deutschsprachigen Raum.

 

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