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Walter K. Eichelburg
 
24.06.2013

Fünf Fragen an Walter K. Eichelburg Goldpreis - vielleicht kann man noch 100 US-Dollar drücken

Von Wolfgang Thomas Walter
Der Goldpreis unter 1.300 US-Dollar, die US-Notenbank auf der Finanzierungsbremse und ein Aktienmarkt, der manch Wetterkapriole gleicht. Vergiften Spekulanten unsere Finanzmarktordnung?
Walter K. Eichelburg
Walter K. Eichelburg, hartgeld.com
Biallo.at: Bernanke hat ein Börsengewitter ausgelöst. Die US-Notenbank beginnt zu bremsen – sie möchte aufhören, den Staat zu finanzieren und die Notenbank zu stützen. Ein praktikables Szenario? Und ist die US-Wirtschaft hierfür stabil genug?

Walter K. Eichelburg: Solche Aussagen werden von den Medien und Märkten überinterpretiert. Die Frontrunner auf den Märkten möchten schneller als alle anderen agieren. Aber wir können sicher sein, eine massive Änderung der Fed-Politik ist das nicht, denn es heisst weiterdrucken oder gleich untergehen. Die einzige Gefahr kommt vom Goldmarkt. Wenn der Goldpreis nicht mehr unter Kontrolle gehalten werden kann, ist es aus. Bernanke dürfte vom Job als Helicopter-Ben offenbar schon genug haben und Obama will auch keine weitere Amtsperiode von ihm.


Biallo.at: Goldbesitzern bereitet die Aussicht, dass die Notenbanken die Märkte künftig nicht mehr im gewohnten Maße stützen könnten, bereits seit Längerem große Bauchschmerzen. 400 US-Dollar ist der Goldpreis in den vergangenen Monaten gefallen. Wie weit kann der aktuelle Abschwung gehen?

Eichelburg: Wie weit man den Goldpreis noch runterprügeln kann? Vielleicht geht es noch 100 US-Dollar. Faktum ist aber, dass die goldpreisdrückenden Bullionbanken inzwischen ihre Shorts glattgestellt haben und Long gehen. Die Spekulanten in den Hedge Fonds sind dagegen derzeit ultra-short. Langfristig ist der Goldpreis weiter in einem Primary Bull Market und wird auf ungeahnte Höhen schiessen, wenn das Finanzsystem untergeht. Derzeit schüttelt man noch das letzte Gold und Silber von den Bäumen, um es an die Insider zu verteilen.

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Biallo.at: Herr Eichelburg, Sie sind ein Hardcore-Bug und machen auch kein Geheimnis darum. „Ein Investor muss die Härte haben, Einbrüche auszuhalten, wenn die Prognose positiv ist“, so Ihre Reaktion auf einen erbosten Leserkommentar auf Ihrer Website. Wird manchem “normalen Anleger” die Luft ausgeht, weil er all sein Geld in Edelmetalle gesteckt hat und unter Umständen eine deflationäre Phase nicht überbrücken kann?

Eichelburg:
Eine echte, deflationäre Phase würde das Finanzsystem zerstören, da bleibt Gold der einzige Ausweg. Wer frühzeitig in Gold und Silber eingestiegen ist, hat heute trotz aller Drückungen immer noch einen schönen Gewinn. Es verkaufen auch nur wenige echte Investoren ihr Gold, dagegen tun es die "institutionellen Investoren". Ja, Investieren ist zu einem guten Teil einfach Sitzfleisch zu haben und die Positionen nicht aufzugeben, auch wenn ein kurzzeitiger Einbruch kommt. Wichtig ist, nicht auf Kredit Gold zu kaufen oder sich mit Futures zu spielen. Diese Instrumente sind nur für echte Trader.

Biallo.at: Viele Privatanleger starren auf das Auf und Ab an den Aktienmärkten. Eine Bewegung an den Devisenmärkten verdient dabei besondere Aufmerksamkeit: Derzeit fließt viel spekulatives Kapital in die chinesische Währung. Unterschätzen Investoren die Gefahr, die von dem Dollar/Renminbi-Carry-Trade ausgeht?

Eichelburg: Nach China dürfte wegen der Nicht-Konvertierbarkeit des Yuan recht wenig Kapital fliessen, ganz im Gegenteil. In China gibt es derzeit eine solide Bankenkrise. Viel grösser ist die Gefahr, die von dem sich anbahnenden Bondcrash im Westen ausgeht. Dieser wird Dollar, Euro & co zerstören und Währungsreformen notwendig machen. Ein neuer US-Dollar wurde bereits hergezeigt, die Nachfolgewährungen des Euro sind auch schon gedruckt. Ein neuer Schweizer Franken ebenfalls. Das dürfte noch in 2013 über die Bühne gehen.

Biallo.at: Krisen-Prophet Max Otte kritisiert in einem aktuellen Interview von Finanzen.net in scharfer Form die EZB-Politik. Den EU-Regierungen wirft er zugleich schwere Versäumnisse in der Finanzkrise vor. Wie stehen Sie zu den Aussagen des Star-Anlegers zur Finanzmarktordnung?

Eichelburg:
Professor Otte schreibt sehr viel und gibt viele Interviews. Immer sagt er etwas anderes. Der Euro liegt in den letzten Zügen und wird nur mehr durch Marktmanipulationen und Gelddrucken am Leben erhalten. Dass die Euro-Staaten ein gackender Hühnerstall ist, das wissen wir ja. In letzter Zeit werden die Hühner immer aufgeregter, bald werden sie in alle Himmelsrichtungen davonflattern. Dann kommen wieder D-Mark, Schilling, Lira, usw.

Leserkommentare
26.06.2013 11:07 Uhr - von Interessierter Laie
Frage an den Experten
Hm. Wäre es nicht günstiger gewesen, bei 1900$/Oz. sein Gold zu verkaufen und dann bei 500 oder 600$/Oz. wieder einzusteigen?
26.06.2013 10:57 Uhr - von Pleitier
Ungeahnte Höhen
Träum weiter, Eichelburg.
24.06.2013 20:32 Uhr - von Schleuderpreise beim Gold
Experten-Tipp
Herr Eichelburg, wäre es nicht sinnvoller gewesen, Ihren über 148 Millionen Fans (Klicks auf hartgeld.com) zu raten, bei 1900$/Oz. auszusteigen (Gold zu verkaufen) und dann bei 500 oder 400$/Oz. wieder einzusteigen beim Gold? Dann könnten Sie sich ihre Durchhalteparolen jetzt sparen.
24.06.2013 11:50 Uhr - von Goldpreisdrücker
Experte (!) Eichelburg mal wieder
Mehr als "Systemcrash" und "explodierender Goldpreis" kommt wohl nicht mehr vom altersstarren Wirtschaftsesoteriker Eichelburg, dessen Prgnosen allesamt seit 2006 schon nicht eingetreten sind. Sollte der Goldpreis wirklich explodieren, dann würde zu diesen Preisen auch kein Handel mehr stattfinden oder nur für ausgewählte Marktteilnehmer (Big Money), dies nützt also niemanden was. Auch nach einem Crash dürfte Gold kaum mehr was wert sein, weil der Risikoaufschlag eines Systemscrashs dann weg ist. Hat Eichelburg recht, dass Gold der Feind des Systems ist, dann dürfte es nach einem Reset sowieso keine Rolle mehr spielen, weil das System nicht so dumm sein wird und solche schweren Fehler wiederholt, bei Einführung einer digitalen Währung wäre der Verkauf von Gold nur noch kontrolliert möglich, gleichzieitig wäre Steuerflucht, Schwarzarbeit, Geldwäsche, Drogengeld und und und unmöglich. Aber es soll ja alte, senile Leute geben, die glauben, es wären schon neue Geldscheine gedruckt und spekulieren über weisse LKWs auf der Autobahn. Für die armen, armen Goldschafe, die Eichelburg mit seiner Satireseite hartgeld.com ins Verderben führt, gibt es von mir nur ein MÄÄÄÄHHHH mit auf den Weg!
24.06.2013 11:08 Uhr - von Mike1982
Peinlich, peinlich
Wenn Eichelburg ein bisschen weniger auf anderen Leuten rumhacken würde und sich stattdessen ein bisschen mehr mit den Geschehnissen an den Finanzmärkten befassen würde, dann könnte er die Anzahl seiner Fehlprognosen signifikant senken.
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