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Walter K. Eichelburg
 
08.08.2012

Im Interview Walter K. Eichelburg Erst wenn die Masse Gold um jeden Preis will, beginnt die Maniephase

Von Wolfgang Thomas Walter
„Goldmann“ Walter K. Eichelburg zu den aktuellen Goldpreisbewegungen, die weiteren Aussichten für das zweite Halbjahr 2012, eine sinnvolle Vermögensanlage in Gold und das hohe Potential von Silber im kommenden Edelmetall-Hype.
c im Interview Gold Silber
Walter K. Eichelburg
Biallo.at: Der Goldpreis hat die Marke von 1.600 Dollar klar zurückerobert. Preist der Goldmarkt bereits jetzt weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Fed ein. Wissen Gold-Spekulanten bereits mehr?

Walter K. Eichelburg: Der Goldpreis wurde vergangene Woche massív im Vorfeld des EU-Gipfels gedrückt, da man ein negatives Resultat befürchtete. Jetzt hat man den Goldpreis wieder etwas hochgelassen, da sonst zu viel Gold von den Zentralbanken abgeflossen wäre. Auch vor Fed-Entscheidungen oder Bernanke-Reden wird gerne draufgedrückt.
Gold ist leider noch kein freier Markt. Denn wenn der Goldpreis sich endlich befreien kann, bricht das Welt-Finanzsystem zusammen.

Biallo.at: Viele Statistiken sprechen dafür, dass der Goldpreis ab Juli bis Jahresende deutlich anziehen wird. Wie stark beeinflussen saisonale Effekte den Goldpreis tatsächlich?

Eichelburg: Saisonale Effekte gibt es, diese sind aber geringer als die Goldpreisdrückung durch die Zentralbanken. Immer wenn die Finanzkrise stärker wird, wird stärker auf den Goldpreis gedrückt, wenn sie schwächer wird, lässt man Gold wieder hoch. Bis es einmal nicht mehr geht.

Biallo.at: Welche weitere fundamentale Gründe gibt es, die für eine steigende Nachfrage bei Edelmetallen in der zweiten Jahreshälfte 2012 sprechen?

Eichelburg: In Normaljahren steigt der Goldpreis meist gegen Ende des Jahres an, nicht aber in Krisenjahren wie 2008 und 2011. Wegen der immer noch existierenden Goldpreisdrückung.

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Biallo.at: Viele Vermögensverwalter raten ihren Kunden aktuell Gold unbedingt im Depot zu belassen. Gilt dies für wirklich für alle Anlageformen?

Eichelburg: Es sind nur wenige Vermögensberater, die ihren Kunden überhaupt Gold empfehlen. Die grosse Masse lässt sich durch die Goldpreisdrückungen beeinflussen und bleibt weiter Papiertiger. In einer Situation des bevorstehenden Systemzusammenbruchs muss man aus allem Geld und Papier heraus. Primär empfehlen sich Gold und Silber, sekundär Agrarland und Wald.

Biallo.at: Dass Gold immer stärker in den Mittelpunkt der breiten Aufmerksamkeit gerät – inzwischen gibt es sogar Goldautomaten –, ist ein Hinweis darauf, dass die „Maniephase“ bald losgehen könnte. Ihr Tipp für das Go?

Eichelburg: Ja, es gibt inzwischen Goldautomaten von einer deutschen Firma. Aber Gold als Investment ist immer noch ein Nischenprodukt für Wissende und das Smart Money. Die Masse dagegen verkauft immer noch ihr Altgold um die damit gewonnenen Papier-Euros für den Konsum auszugeben. Erst wenn die Masse auch Gold um jeden Preis will, dann beginnt die Maniephase. Nur wird dann eine Goldunze so teuer sein, dass man ein ganzes Jahr dafür arbeiten muss - falls man noch Gold bekommt. Daher empfiehlt sich auch Silber als "Gold des armen Mannes". Dieses wird in der Maniephase noch stärker steigen als Gold.

Biallo.at: „Man muss Gold und Silber nicht lieben, um die Metalle zu besitzen. Aber es wäre leichtsinnig, sie zu ignorieren.“ So titelte die Presse vergangene Woche. Welchen „Titel“ gibt Goldfan Eichelburg seinen Lesern diese Woche mit auf den Weg?

Eichelburg: Der Presse-Titel ist richtig, offenbar gibt es da drinnen auch Gold-Bugs. Gold und Silber sind einfach die finanziellen Rettungsboote für den bald kommenden Finanzcrash.
By the way: es gibt jetzt auf Format Online auch eine regelmässige Gold-Kolumne von mir: Der Goldmann spricht.

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