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Heizkosten-
 
01.05.2012

Heizkosten- Umstieg von Öl- auf Holzheizungen – oder besser gleich eine Wärmepumpe?

Von Horst Jauschnegg
Ein Ende der Erdölpreis-Hausse ist nicht in Sicht. Durchschnittliche 111 US-Dollar kostete im Vorjahr das Barrel der Rohöl-Marke Brent – ein Rekordwert. Kurzfristig könnte sich der Preis laut Analysten auf 150 bis 200 US-Dollar erhöhen. Die Gründe sind oftmals vielfältig, doch ein Trend zeichnet sich klar ab: Die Zeiten des billigen Erdöls sind definitiv vorbei. Dies hat enorme Auswirkungen auf die heimischen Heizölpreise, die ebenfalls neue Höhen erreichten, aber auch einen weiteren Schub für erneuerbare Energieformen nach sich zogen – wie das Heizen mit Holz.
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Dr. Horst Jauschnist ist Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes

Bei Pellets-Zentralheizungen zeichnet sich heuer ein Verkaufsrekord ab. Schon in den ersten drei Monaten verzeichneten die Hersteller von Pellets-Zentralheizungen ein Absatzplus von mehr als 30 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Laut unseren Berechnungen kann der gesamte Biowärme-Einsatz „nachhaltig“ bis 2020 noch um ein Viertel gesteigert werden.

545.000 Ölheizungen sind bis 2020 durch Biomasse-Anlagen ersetzbar

Ein großes Potenzial besteht auch bei der Modernisierung von Altanlagen. 2009/10 waren 738.666 Ölheizungen installiert. Drei Viertel davon oder 545.000 Stück sind bis 2020 durch Biomasse-Anlagen ersetzbar. Die Preissteigerungen bei Heizöl stellen im Frühjahr viele Haushalte vor eine enorme finanzielle Belastung. Im April muss der Verbraucher 10,13 Cent/kWh für Heizöl berappen, wohingegen Waldhackgut- (3,54 Cent/kWh) und Pellets-Kunden (4,57 Cent/kWh) einen Preisvorteil von über 50 Prozent genießen. Ein Rohstoff-Kostenvergleich für einen Haushalt mit 15.000 kWh/Jahr Wärmeverbrauch und einem Anlagen-Jahresnutzungsgrad von 80 Prozent ergibt folgendes Bild: 1.823 Euro bezahlt der Heizöl-Kunde. Die Pelletskosten betragen pro Jahr vergleichsweise nur 823 Euro. Die Differenz beträgt 1.000 Euro.

Wärmepumpen: Vorteil nur für Kleinstverbraucher

Die höheren Investitionskosten für eine Pelletsheizung von rund 8000 Euro werden damit nach acht Jahren eingespielt. Die restlichen mindestens zwölf Jahre der Nutzungsdauer kommt der Kostenvorteil voll zum Tragen. Bezugnehmend auf die Wärmepumpe stellt sich oftmals die Frage, ob die bezogene Energie aus erneuerbaren Quellen stammt. Falls nicht, dann könnte der Haushalt gleich mit konventionellem Erdgas oder Heizöl beheizt werden. Auch die von den Herstellern angepriesene Effizienz der Luft/Wasser-Wärmepumpe wurde in Praxistests weit unterschritten. Aus meiner Sicht hat die Wärmepumpe, die mit erneuerbarer Energie gespeist wird, Vorteile bei Kleinstverbrauchern, wie beispielsweise Passivhäusern, die (leider) eine Zusatzheizung brauchen. Bei großem Wärmebedarf hat zurzeit die Bioenergie klar die Nase vorn.

Dr. Horst Jauschnegg

... ist Absolvent der Universität für Bodenkultur Wien, wo er auch seine Berufslaufbahn als Projektassistent begann. Seit 1997 ist er im Referat für Energie und Biomasse der Landwirtschaftskammer Steiermark tätig, das er seit 2004 leitet. Zusätzlich ist er seit November 2010 der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Kürzlich wurde er in den Vorstand des Verbandes der „Erneuerbaren Energie Österreich“ und des Europäischen Biomasse-Verbandes berufen.

 

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Foto: Österreichischer Biomasse-Verband ID:2551
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