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Edelmetall in der Krise
 
14.07.2011

Edelmetall in der Krise Gold statt Geld

Von Florian Junker
Inflationsangst, Schuldenkrise, Euroschwäche - jetzt auf die Krisenwährung Gold umsteigen? Was bei einem Investment in das Edelmetall grundsätzlich zu beachten ist, wo und in welcher Form man es am besten kauft und wie es sicher und günstig gelagert wird.
Edelmetall in der Krise Gold statt Geld
Grund zur Verunsicherung gibt es derzeit um das Thema Geld mehr als genug. Ob Regierungen, Notenbanken und Co. wirklich alles im Griff haben, wissen sie wahrscheinlich nicht mal selbst. In Krisenzeiten wird immer wieder empfohlen Gold zu kaufen, denn das sei die beste Krisenwährung. Dass das derzeit viele beherzigen, zeigt explodierende Goldpreis. Aber ist das auch wirklich für alle ein guter Weg?

Statt in einen kleinen Goldrausch zu verfallen, empfiehlt Geldsparen eher, einen kühlen Kopf zu bewahren. Grundsätzlich ist es riskant, mehr als zehn Prozent des eigenen Kapitals in den raren Rohstoff anzulegen. Noch dazu ist das Edelmetall mit einem Preis von über 1.500 Dollar die Unze (31,1 Gramm) so teuer wie kaum zuvor. Sollte die psychologische Stimmung von Krise, Bankenvertrauensverlust und Inflationssorgen wieder ins Positive drehen, kann es auf dem Goldmarkt auch schnell zu starken Preisverfällen kommen. Trotzdem gibt es vielen ein gutes Gefühl, statt großer Zahlen auf dem Konto einen handfesten Wert zu besitzen.

Kostbare Tauschware

Sollte das Währungssystem irgendwann völlig zusammenbrechen, dann wird wahrscheinlich wirklich Gold wertvoll bleiben. Als möglichst einfache Tauschwährung in Krisenzeiten eignen sich am besten kleinere klassische Anlagemünzen wie Wiener Philharmoniker oder Krügerrand. Deren Aussehen, Gewicht und Reinheit sind allgemein bekannt und dürften den Handel erleichtern. Allerdings sind kleine Münzen relativ gesehen teurer als große. Die Kosten für Prägung und Co. liegen hier zum Teil bei bis zu 25 Prozent. Das heißt, der Goldpreis müsste vom heutigen Rekordhoch nochmal um ein Viertel steigen, um bei einem Verkauf kleiner Münzen wenigstens das reinzubekommen was ausgegeben wurde. Für größere Summen sind Sie also eher nicht geeignet.

Außerdem: Wer physisches Gold kaufen möchte, muss vorher gut vergleichen und Angebote einholen, um nicht viel zu viel für das Edelmetall zu bezahlen. Im Internet gibt es gute Gelegenheiten, die oft deutlich günstiger sind als etwa eine Münze bei der Hausbank zu kaufen. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel proaurum.de, westgold.de oder anlagegold24.de. Selbst bei Internetauktionshäusern wie ebay.de werden Goldmünzen rege und oft auch günstig gehandelt. Bedenken Sie aber immer die Kosten für Versand und eventuelle Spesen.

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Natürlich tummeln sich auch hier einige schwarze Schafe im Netz, deshalb sollte man immer skeptisch werden, wenn Preise weit unter denen bekannter Anbieter liegen. Bei Ebay empfiehlt es sich bei solchen Versteigerungen den hauseigenen Bezahldienst Paypal zu nutzen. Sollten zum Beispiel in betrügerischer Absicht gefälschte Münzen mit Kupferkern geliefert werden, wird der Schaden dann meist ersetzt. Gewicht und Aussehen der Münzen lassen sich mit einer Briefwaage und den Vorbildern auf bullionweb.de relativ leicht abgleichen.

Günstig gelagert

Auf keinen Fall gehört Gold in größeren Mengen unter das sprichwörtliche Kopfkissen, sondern zumindest in einen Tresor. Das Risiko eines Diebstahls ist sonst einfach viel zu groß. Die sichersten Plätze hierfür bieten in der Regel Banken, allerdings verlangen die für ihren Lagerservice Gebühren. Nicht so die Sparkasse Pforzheim (sparkasse-pforzheim-calw.de). Wer hier Gold kauft (ab 5.000 Euro), kann es kostenlos aufbewahren lassen, abgesichert durch die Sparkassen-Einlagensicherung. Kostenlos ist auch das Vergraben im eigenen Garten, aber so ein "Piratenschatz" ist natürlich alles andere als eine vernünftige Geldanlage. Wer nur auf eine weitere Steigerung des Goldpreises spekulieren möchte, sollte besser auch einen Blick auf die Börse werfen. Mit echtem Gold hinterlegte Wertpapiere, wie zum Beispiel sogenanntes Xetra-Gold der Deutschen Börse sind dafür meist eine kostengünstigere und sicherere Wahl als "Garten-Gold".

Leserkommentare
14.07.2011 20:45 Uhr - von herbert1949
Meine Güte
Textauszug::::Noch dazu ist das Edelmetall mit einem Preis von über 1.500 Dollar die Unze (31,1 Gramm) so teuer wie kaum zuvor. Sollte die psychologische Stimmung von Krise, Bankenvertrauensverlust und Inflationssorgen wieder ins Positive drehen, kann es auf dem Goldmarkt auch schnell zu starken Preisverfällen kommen. ::::: Wo soll denn eine Lösung und damit Beruhigung der Finanzmärkte herkommen? Traut den wirklich jemand der noch halbwegs Normal ist diesen Finanz und Politfuzzis eine Lösung der Krise zu?? Ich nicht , es kann nur schlimmer kommen.!
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