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1.300 USD durchbrochen
 
29.09.2010

1.300 USD durchbrochen Nachfrage und Goldpreis werden weiter steigen

Von Erwin J. Frasl und Wolfgang Thomas Walter
Nach dem Ausbruch – hier können Sie jetzt investieren. Goldexperte Walter K. Eichelburg von hartgeld.com über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Goldanlageformen.
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Den Ausbruch vorhergesagt: Goldprofi Walter K. Eichelburg

Biallo.at: Sollen jene, die Gold treu bleiben möchten, aus Ihrer Erfahrung auf Goldbarren, Goldmünzen oder Goldfonds oder Goldaktien setzen?

Walter K. Eichelburg: Das hängt vom Budget ab. Goldbarren und Minenaktien sind nur etwas für größere Vermögen. Bei den Goldmünzen sollte man auch kleine Münzen für den Alltagsgebrauch haben, in Österreich den einfachen Golddukaten. Das ist für jedes Vermögen Pflicht. Goldminen-Fonds rentieren sich nicht, da die besten Fonds bei uns nicht zugelassen sind. Man soll lieber besser sich die Minenaktien selbst aussuchen. Andere Gold-Papiere sind nur Papier, man wird bei einem Systemcrash nur Papier haben und kein Gold.

Biallo.at: Börsennotierte Investments in Gold-Explorer sind eine Möglichkeit, erfolgreich jenseits der Goldpreisentwicklung vom Goldhype zu profitieren. Haben Sie hier Favoriten für unsere Leser?

Eichelburg: Ich selbst halte natürlich Minenaktien, auch Explorer. Aber das wage ich selbst als guter Investor nicht ohne gute, spezialisierte Newsletters. Nur sehr gute Investoren sollten in Explorer gehen, alle anderen bei den Produzenten bleiben. Mit Aktienempfehlungen verbrennt man sich nur die Finger, falls etwas damit passiert.

Biallo.at: 1980 begann ein zwanzigjähriger Abwärtstrend des Goldpreises – ist so eine Entwicklung für Sie heute undenkbar?

Eichelburg: Heute habe ich auf meiner Gold-Website www.hartgeld.com einen Artikel von Bob Chapman verlinkt, wo dieser nachweist, dass der damalige Spitzen-Goldpreis von 850 Dollar/oz heute 7689 Dollar/oz entsprechen würde, wenn man die tatsächliche US-Inflation (nach John Williams) berücksichtigt, nicht die gefälschten offiziellen Werte. Daher sind wird noch weit von einem Höhepunkt entfernt. Erst wenn wir solche Höhen wieder erreichen, sollten wir uns überlegen, wann man aussteigen sollte. Die 50 Dollar bei Silber von damals entsprechen heute 447 Dollar/oz. Nach dem Höhepunkt in einigen Jahren muss man aus Gold und Silber wieder raus, denn dann kommt wieder eine Papierzeit.

Biallo.at: Vergleicht man den derzeitigen Bullenmarkt, sehen viele Experten Unterschiede beispielsweise zu den „goldenen“ Zeiten in den 70er Jahren. Wo liegen hier Ihrer Meinung nach aktuell die entscheidenden Unterschiede?

Eichelburg: Ja, wir haben wieder einen Gold-Bullenmarkt, eigentlich seit 2001. Anfang 2000 musste man den Dow mit 44 oz Gold "bezahlen", heute mit etwa 9 oz. In den 70er Jahren konnte man nur mit Gold und Rohstoffen etwas verdienen, nicht mit Aktien, jetzt ist es ebenso, da es eben eine "Goldzeit" ist. Es wird nur drastischer. Damals sank der Preis des Dow in Gold von 28:1 auf 1:1, diesmal nach Ian Gordon von 44:1 in 2000 auf 1:4, also auf 1/180. Bei kleinen Aktien und illiquiden Sachen wie Firmen und Immobilien um noch viel mehr. Und diesesmal geht es wegen der derzeitigen Marktmanipulationen viel explosionsartiger. Wer da nicht positioniert ist, wenn es richtig losgeht, hat schon verloren.

Biallo.at: Werden sich die anhaltenden Unsicherheiten in der Weltwirtschaft wie etwa die Sorge vor einer neuen Immobilienkrise wie sie für China, aber auch Australien befürchtet wird, nachhaltig auf den Goldpreis auswirken? 

Eichelburg: Es muss einiges runterkommen in dieser Welt: nicht nur die Immobilien und Aktien im Westen, China oder Australien. Wenn das Geld von dort in Panik flüchtet, wo soll es hin, etwa in US-Staatsanleihen, die sind ja schon pleite. Also bleibt für grössere Vermögen nur mehr Gold.

Biallo.at: Der chinesische Goldmarkt boomt weiterhin, China gilt bei vielen sogar als Goldmarkt der Zukunft. Was haben Investoren hier zu erwarten?

Eichelburg: Die Chinesen haben allen Grund, in Gold zu gehen, das tun sie auch, mehr als in den westlichen Ländern. Neben 65 Millionen leeren Wohnungen und einer überdimensionierten Infrastruktur - alles auf Kredit - wird auch noch ein Aktiencrash fällig. Der China-Crash wird ein Crash der Sonderklasse.

Biallo.at: Mittlerweile haben auch die Zentralbanken ihr „Verhältnis“ zum Gold überdacht. Positiv, negativ oder schlicht notwendig?

Eichelburg: Einige Zentralbanken wie die von China, Russland oder Indien kaufen aktiv Gold, allerdings etwas verhalten und noch nicht in Panik. Im Westen dagegen wird weiter das restliche Gold abverkauft, denn man möchte ja keine höheren Zinsen.

Biallo.at: Welche Bedeutung werden Rohstoffe für Privatinvestoren in den kommenden Jahren haben?

Eichelburg: Man muss generell weg von den heutigen Dollar-Preisen für Rohstoffe, denn wenn der Dollar crasht, steigen alle Preise, allerdings unterschiedlich. "Geld-Rohstoffe" wie Gold und Silber werden am besten sein, da sie wieder Geld werden. Danach kommen Rohstoffe, die man isst, also Weizen, etc. Zuletzt kommen Industrierohstoffe wie Metalle, deren relativer Preis (zu Gold) hängt von der Weltkonjunktur ab. Einfach im Handling für den Investor sind eigentlich nur primär Gold, dann Silber.

Zur Person Walter K. Eichelburg

Diplomingenieur Eichelburg ist Informatiker und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel auf dem Finanz- und IT-Sektor. Seine Gold-Website www.hartgeld.com wurde 2006 gegründet und ist nach eigenen Angaben derzeit das meistgelesene Gold- und Krisen-Webportal im deutschsprachigen Raum. Es befasst sich umfassend mit allen Aspekten der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2007 sowie mit der Geldanlage in Gold/Silber. Hartgeld.com ist ein „News-Aggregator“, der alle wesentlichen Meldungen zu diesem Themenkreis für den Leser leicht auffindbar macht. Das produziert über zwei Millionen Zugriffe pro Monat allein auf die Homepage. Hartgeld.com wird von Walter K. Eichelburg über seine Hartgeld GmbH mit Sitz in Wien betrieben.
 

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