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Staatsanleihen aus Hellas
 
15.04.2014

Staatsanleihen aus Hellas Versuch eines Neuanfangs

Von Peter Lindemann
Einst war Griechenland der Auslöser der europäischen Staatsschuldenkrise. Nun sind die Griechen zurück auf der internationalen Finanzbühne.
Staatsanleihen aus Hellas Versuch eines Neuanfangs
Staatsanleihen aus Hellas - Griechenland ist zurück

Vom Hilfspaket zur Staatsanleihe

Vier Jahre ist es her, seit die Griechen die weiße Flagge am Kapitalmarkt hissten und einen offiziellen Antrag auf EU-Hilfen stellten. Der Staatsbankrott wurde haarscharf mit zwei Hilfspaketen im Gesamtvolumen von knapp 230 Milliarden Euro verhindert. Jetzt reißen sich Anleger förmlich um Staatsanleihen aus Hellas. Hätte es noch eines Belegs bedurft, dass die Eurozone faktisch eine Haftungsunion darstellt – vergangene Woche wurde er geliefert.

Drei Milliarden Euro sammelte das hochverschuldete Griechenland am Kapitalmarkt ein – mit knapp 20 Milliarden Euro überstieg die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches. Die Investoren sind angesichts dauerhaft niedriger Zinsen auf Renditejagd. Da kommen die hochverzinslichen Staatsanleihen aus Athen gerade recht.

Staatsanleihe aus Griechenland - 4,75 Prozent jährlich

Dabei ist das Angebot auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv. Für die Papiere mit fünf Jahren Laufzeit werden den Investoren jährliche Zahlungen in Höhe von 4,75 Prozent versprochen. Im Vorfeld der Emission hatten Experten mit sechs Prozent gerechnet. Der Risikoaufschlag gegenüber sicheren Papieren aus Deutschland beträgt zwar mehr als vier Prozentpunkte. Doch angesichts der weiterhin desolaten griechischen Staatsfinanzen ist das ein verzerrter Marktpreis.

Die Spekulanten wissen: Einen erneuten Zahlungsausfall griechischer Staatsanleihen werden weder die EU noch die Europäische Zentralbank (EZB) riskieren. Der Vertrauensverlust wäre immens – und könnte einen Flächenbrand auf den Rentenmärkten der europäischen Krisenstaaten auslösen. EU und EZB sitzen in der Haftungsfalle!
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Sinkende Preise und starker Euro gefährden Europa

Ohnehin bereiten Europas Währungshüter seit Wochen einen möglichen Ankauf von Staatsanleihen aller Euroländer vor – davon würden auch griechische Papieren profitieren. Die EZB muss sich mit sinkenden Inflationsraten rumschlagen. Die Notenbanker treibt die Sorge, dass mittelfristig die wirtschaftliche Erholung in Europa durch sinkende Preise und einen immer stärkeren Euro in Gefahr gerät.

Der Ankauf von Staatsanleihen gehört in Großbritannien, den USA oder Japan zum Standardprogramm der Notenbanken, um die Wirtschaft mit billigem Geld zu versorgen und der Konjunktur auf die Beine zu helfen. Noch zögert die EZB, ihre Geldpolitik weiter zu lockern, doch es mehren sich die Anzeichen für eine Kurskorrektur: Erst am Wochenende hatte EZB-Präsident Mario Draghi bekräftigt, die aktuelle Euro-Stärke mit Argusaugen zu betrachten. Und der französische EZB-Direktor Benoit Coeuré legte nach: Im Kampf gegen eine drohende Deflation werde man im großen Stil Wertpapiere vom Markt nehmen.
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