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Private Pleiten
 
13.01.2011

Private Pleiten 2011 wird ein Rekordjahr

Von Erwin J. Frasl
Bis zu 270.000 Haushalte haben aktuell akute Zahlungsprobleme. Gab es im Vorjahr bereits 10.298 private Pleiten, wird heuer die Zahl der Privatinsolvenzen weiter massiv ansteigen.
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Bis zu 270.000 Haushalte in Österreich haben Zahlungsprobleme und können ihre Kredite nicht ordnungsgemäß bedienen. 2011 ist mit einer steigenden Anzahl der verschuldeten Haushalte zu rechnen, so Wolfgang Hrobar vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV). Während die Zahl der Firmenpleiten 2010 zurückgegangen ist, nahmen die Privatinsolvenzen um 7,1 Prozent auf 10.298 Fälle zu.

Die Privatinsolvenzen dürften 2011 um weitere drei bis fünf Prozent steigen. Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Gemeindebudgets, die immer mehr Aufgaben übernehmen müssten, kritisiert Hrobar. Die Zahlungsunfähigkeit einer Gemeinde habe letztendlich auch Folgen für die privaten Haushalte, die dadurch stärker belastet würden. Dazu kämen reduzierte Transferleistungen und erhöhte Kapitalanforderungen bei der Kreditvergabe.
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Die AKV-Insolvenzstatistik für 2010 zeigt aber auch, dass die Gesamtinsolvenzen (Firmen und Private) im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 16.666 Fälle gesunken ist. Die Unternehmenspleiten sanken deutlich um 8,5 Prozent auf 6.368 Verfahren. Eine Trendwende ist das aber noch nicht, meint Hrobar. Die Sparpakete der Regierung und höheren Kreditzinsen könnten zu Belastungen führen. Daher sei für heuer auch bei den Firmenpleiten wie bei den Privaten mit einem Plus von drei bis fünf Prozent zu rechnen.

Deutlich angestiegen sind im Vorjahr laut AKV die Verbindlichkeiten und zwar um 10,2 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich dafür war die A-Tec-Pleite des Industriellen Mirko Kovats mit Forderungen von 899,8 Millionen Euro, die 81 Gläubiger angemeldet hatten. Die Zahl der durch Unternehmenspleiten gefährdeten Arbeitsplätze war im Vorjahr mit minus 17,2 Prozent auf 27.212 Betroffene deutlich rückläufig. Nach Branchen gab es traditionell die meisten Pleiten bei Gaststätten und in der Hotellerie mit 972 Fällen. Es folgen der Bau mit 951 Insolvenzen, Transportunternehmen (610) Elektrogeräte (254) und der Bereich Papier, Druck und Verlagswesen (244).
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