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Schuldenfalle
 
22.11.2014

Schuldenfalle Finanzklippen im Alltag

Von Erwin J. Frasl
Schulden will keiner, doch immer mehr Haushalte haben welche. Biallo.at über die häufigsten Schuldenfallen, die im Alltag besonders leicht übersehen werden, und wie Sie ihnen entgehen.
Schulden-Schuldenfalle-Kurzarbeit-Arbeitslosigkeit-Mobiltelefone-Versandhandel-Teilzahlung-Internetanbieter-Bankschulden-Online-Shopping-Leasing-Kreditkarten-Diners-Visa-Ratenkauf-Kontoüberziehung-Bürgschaften-Solidarhaftung-Liebe-Freundschaft-F
Verschuldet - und nun?
Immer mehr Menschen tappen in die Schuldenfalle. Gründe dafür gibt es viele: Kurzarbeit, oder gar Arbeitslosigkeit etwa im Gefolge der Finanz-und Wirtschaftskrise oder schlicht Rationalisierungen in Unternehmen und Institutionen. Aber auch Krankheiten, Scheidungen, die Verlockungen unserer Konsumwelt oder schlicht mangelnder Überblick über Einnahmen und Ausgaben der Haushaltskasse können zu einer Überschuldung im privaten Bereich führen.
Denn zu den traditionellen Schuldenfallen wie Ratenkäufen im Versandhandel, Teilzahlungskäufen oder schlicht Bankschulden sind längst zahlreiche neue Gefahrenquellen für Schulden dazugekommen.
Mobiltelefone: Angesichts zahlreicher Anbieter mit unterschiedlichsten Tarifmodellen verlieren immer wieder Menschen den Überblick über die für sie günstigsten Gebührenmodelle und sie lassen sich auf ungünstige Verträge ein. Unkenntnis der Kosten für Mehrwertnummern, mangelnde Informationen über Auslandstelefonate lassen die Telefonrechnung ebenso unkontrolliert wachsen wie kostenpflichtige Downloads, z. B. für Klingeltöne oder diverse Spiele.
Internetnutztung: Das Nutzung des Internets ist mittlerweile vor allem bei den Jungen selbstverständlich geworden. Auch hier gibt es unterschiedlichste Tarifmodelle der Internetanbieter. Wer sich als Kunde hier nicht exakt an das vertraglich vereinbarte Datenvolumen hält, sondern dieses überschreitt, wird dann von erschreckend hohen Telefonrechnungen bestraft.
Online-Shopping: Auch der Einkauf via Internet nimmt ständig zu. Allerdings laufen auch hier zu viele Konsumenten Gefahr, den Überblick über ihre finanziellen Möglichkeiten zu verlieren. Unerfahrene Online-Einkäufer vergessen zudem, auch Versandkosten oder Zölle bei ihren Bestellungen zu berücksichtigen und überschreiten so ihr privates Budget. Dazu kommt noch, dass das Internet auch ein Tummelplatz für Betrüger ist, die leichtgläubige Opfer suchen und ihnen Geld bluchsen.
Leasing: Leasing klingt in der Öffentlichkeit vornehmer als schlichtes Schulden machen - das steigert die Versuchung sich auch Produkte anzuschaffen, die man sich eigentlich noch lange Zeit nicht leisten kann. Und die Verlockungen für finanzschwache Konsumenten werden immer vielfältiger: Da werden auch von den Banken mit enormen Werbedruck Leasingverträge für Autos, Motorräder usw. angeboten und Kunden nehmen das auch dann gerne an, wenn sie sich das nur unter Aufbietung grosser finanzieller Anstrengungen überhaupt leisten können. Wehe, wenn dann die erhoffte Gehaltserhöhung nicht zustande kommt, oder unerwartete dringene Reperaturen im Haushalt anfallen.
Kreditkarten: Auch der leichtere Zugang zu Kreditkarten kann gefährlich werden. Die Banken bemühen sich immer mehr Kunden für die Nutzung von Kreditkarten zu gewinnen und es gelingt ihnen auch. Manche Kreditkartenbesitzer vergessen bei ihren Einkäufen mit ihrem Plastikgeld aber zu oft, dass die Rechnung in nicht allzu langer Zeit bei ihrem Kreditkarteninstitut fällig wird. Da heißt es dann, gleich zahlen oder Kreditzinsen zu berappen, die zumeist höher sind ein gewöhnlicher Kredit.
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Ratenkäufe: Gerade jene, die ohnehin wenig Geld ausgeben können, lassen sich zu oft zu Raten- bzw. Teilzahlungskäufe verleiten. Diese sind in der Regel aber sehr teuer. Da heist es beim Abschluss derartiger Verträge besonders genau darauf zu achten, welche Kosten zusätzlich zu den Zinsen anfallen, wie etwa Bearbeitunsgebühren, Kontoführungsgebühren und die Kreditsteuer. Besonders wichtig ist es darauf zu achten, wie hoch die Verzugszinsen sind, wenn man nicht rechtzeitig zahlt. Wer das alles nicht beachtet, schlittert leicht in einen Teufelskreislauf.

Kontoüberziehung: Die Banken bieten ihren Kunden normalerweise einen Überziehungsrahmen für das Girokonto an. Das ist sehr verführerisch. Die Zinsen für solche Überziehungen sind jedoch in der Regel höher als für einen herkömmlichen Kredit, wie Biallo.at immer wieder aufzeigt. Wird der vereinbarte Überziehungsrahmen überschritten, fallen obendrein noch Verzugszinsen an.

Bürgschaften: Aus tiefen Geühlen wie Liebe, Freundschaft, Familienbeziehungen und dgl. werden immer wieder Bürgschaften übernommen, ohne daran zu denken, was das bedeutet, wenn eine Bürgschaft schlagend wird. Das kann teuer werden: Denn übernimmt man eine Bürgschaft, kann sich die Bank im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers am Bürgen schadlos halten und sich von ihm den ausstehenden Kreditbetrag holen. Bei einer Solidarhaftung kann die Bank im Fall eines Zahlungsverzugs die Schulden auch ohne Mahnung beim jeweiligen Bürgen kassieren. Bei einer Ausfallbürgschaft kann sich die Bank erst nach erfolgloser Exekutionsführung gegen den Hauptschuldner/die Hauptschuldnerin an den Bürgen wenden.
Biallo-Tipp: Wenn Sie dennoch für jemanden bürgen - denken Sie daran, die Bürgschaft mit einem Höchstbetrag zu begrenzen, um so durch die Übernahme der Bürgschaft nicht ihre eigene Existenz zu gefährden. Ehepartner sollten auch in Hochzeiten der Liebe daran denken, daß bei Bürgschaften von Ehepartnern es im Fall einer Scheidung bestenfalls möglich ist, innerhalb eines Jahres eine Solidarhaftung in eine Ausfallbürgschaft umzuwandeln.

Aufnahme eines Kredits: Die Banken locken immer wieder mit günstigen, aber auch mit nur vermeintlich günstigen Krediten. Bei der Aufnahme von Krediten werden von den Verbrauchern allerdings die Gesamtkosten immer wieder unterschätzt. Lassen Sie sich daher vor Abschluß eines Kreditvertrages von Ihrer Bank unbedingt alle Details des Kredits Punkt für Punkt auflisten. Dazu gehören

  • der Kreditbetrag, der zurückgezahlt werden muss
  • die Zinsen über die gesamte Laufzeit
  • alle Bearbeitungsgebühren
  • die Kreditvertragsgebühr
  • die Kosten einer verpflichtenden Kreditrestschuldversicherung.

Bei Hypothekarkrediten können auch noch

  • Kosten für Beglaubigungen
  • Kosten für Schätzgutachten
  • und die Grundbucheintragung dazu.

Dort, wo in privaten Haushalten das Geld ohnehin knapp ist, ist es besonders hilfreich, ein Haushaltsbuch mit den genauen Einnahmen und Ausgaben zu führen, um sich einen verlässlichen Überblick zu verschaffen, ob Einnahmen und Ausgaben der privaten Lebensführung in der notwendigen Balance sind. Dabei wird auch klar, welche Ausgaben absoluten Vorrang haben sollten, wie etwa Miete, Strom oder Heizung. Und es ist wichtig, sich auch mit Hilfe von kleinen Beträgen einen Notgroschen aufzubauen. Um nicht schon bei kleinen Krisen in ausweglose Situationen hineinzuschlittern.

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
29.06.2015 18:39 Uhr - von Hella Hellersdorf
nicht zwangsläufig!
"... ist ein wort wörtlicher Überlebenskampf unter den ahnungslosen Massen vorprogrammiert. " Nur, solange wir uns diesen künstlich geschaffenen Kannibalismus gefallen lassen und seine Regeln akzeptieren. Dieses von Grund auf unethisch-verwerfliche System beruht auf nichts anderem als auf bandenmäßig organisierter, brutaler "staatlicher" Gewalt. Gegen die sollte man ausreichend gewappnet und gut organisiert sein - und dies vorsorglich.
06.12.2012 11:49 Uhr - von Cap Matifou
Das Geldsystem erwürgt uns
In diesem gerade zerfallenden Schuldgeldsystem, wo Geld entgegen der geläufigen Vorstellung nicht frei im Lande zirkuliert, sondern aus Privathand erst gegen Gebühr (genannt Zins) für Staat, Firmen und Menschen zu Verfügung gestellt wird, ist ein wort wörtlicher Überlebenskampf unter den ahnungslosen Massen vorprogrammiert.
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