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Freitag, 12.03.2010
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Bankentest

Mickrige Zinsen, dürftige Informationen

Ein jüngster Test der Arbeiterkammer zeigt, wie gering manche Banken Sparbücher verzinsen. Obendrein informieren die Kreditinstitute die Sparer dürftig.
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Ein jüngster Test der Arbeiterkammer zeigt, wie gering manche Banken Sparbücher verzinsen. Obendrein informieren die Kreditinstitute die Sparer dürftig.
Zinsen - am Besten hilft Vergleichen
Die Zinsen für gebundene Sparbücher sind derzeit mickrig. „Verhandeln bringt kaum Bares, aber prüfen Sie die Konditionen zwischen den Banken“, rät Michaela Kollmann, Konsumentenschützerin der Arbeiterkammer . „Ein Vergleich lohnt sich, denn Zinsunterschiede von bis zu 1,6 Prozent sind drinnen“, so Kollmann. 

Für 10.000 Euro Sparbetrag boten die Banken durchschnittlich gerade einmal 0,125 Prozent (ohne Kapitalertragssteuer). Informationen sind zudem rar: Wie die Zinsen angepasst werden, bleibt im Verborgenen. Erst auf Nachfragen wurden die AK-Tester auf Unterlagen verwiesen oder erhielten sie. Angaben über die Einlagensicherung waren unvollständig. Und auch die schriftlichen Informationen waren oft mangelhaft: In nur zwei von neun Sparbüchern fanden sich die Informationen über die Einlagensicherung.
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Bei zwei weiteren Banken gab es die Infos am Konditionenblatt, bei fünf Banken nur auf Nachfrage. Nur zwei von neun Sparbüchern erhielten die Aufklärung über die Vorschusszinsen bei vorzeitiger Behebung. Und drei von neun Banken gaben keine Sparbuch- oder Vertragsbedingungen her.

Hohe Schließungsspesen


Wer sein Sparbuch schließt, zahlt teure Schließungsspesen. "Sie fallen bei den mickrigen Zinsen ins Gewicht", sagt Kollmann. Drei von neun Banken verrechneten 2,48 (Erste Bank) bis fünf Euro (Hypo NÖ und Wien). Bei durchschnittlich 0,125 Prozent Zinsen beträgt der
Zinsertrag nach Abzug der Kapitalertragssteuer 4,688 Euro (bei 10.000 Euro und einer sechsmonatigen Bindung). "Bei Schließungsspesen von mehr als 4,7 Euro und den niedrigen Zinsen steigen Sparer bereits nach einem halben Jahr mit einem Verlust aus", resümiert Kollmann.

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Erwin J. Frasl   05.02.2010

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