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Tod Hans Dichands verändert Medienlandschaft

Raiffeisen in Schlüsselposition für Neuordnung

18.06.2010
Von Erwin J. Frasl
Am Donnerstag starb Hans Dichand, jetzt wird bereits über massive Veränderungen der österreichischen Medienlandschaft nach dem Tod Hans Dichands spekuliert. Im Zentrum dabei: Raiffeisen.
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Raiffeisen-Generalanwalt Dr. Christian Konrad kommt Schlüsselrolle bei Neuordnung der Medienlandschaft in Österreich zu

Nachdem "Krone"-Hälfteeigentümer Hans Dichand gestern gestorben ist, erhält der deutsche WAZ-Konzern, der Hälfte-Eigentümer bei der Kronen Zeitung ist, mehr Eigentümerrechte. Als Alleingeschäftsführer und Herausgeber hatte Hans Dichand das alleinige wirtschaftliche Sagen in der "Krone". Sein Hälfte-Anteil an der "Kronen Zeitung" geht nun auf die Familie über. Als Haupterbin gilt dabei Ehefrau Helga Dichand, so der ORF.

Balance von Familie Dichand und WAZ

Den Posten des Alleingeschäftsführers mit allen personellen Vollmachten gibt es nach dem Tod von Hans Dichand nicht mehr. Die Geschäftsführung wird künftig paritätisch besetzt, Dichands Erben und die WAZ entscheiden in Zukunft gleichberechtigt. Das Vorschlagsrecht für den "Krone"-Chefredakteur – eine Position, die seit 2003 Christoph Dichands ausübt, liegt weiter bei der Familie Dichand.

Dichands Traum vom Rückkauf der WAZ-Anteile an der Krone

Hans Dichands Anstrengungen, den Hälfte-Anteil an der Kronen Zeitung von der WAZ-Gruppe wieder zurückzukaufen, haben bis zu seinem Tod zu keinem Ergebnis geführt. In den vergangenen Jahren wurde im Umfeld immer wieder spekuliert, daß Raiffeisen die Anteile der WAZ an der "Krone" und am "Kurier", wo Raiffeisen Mehrheitseigentümerin ist, erwerben möchte. Diese Spekulationen erhalten nach dem Tod von Hans Dichand neue Nahrung.

Die deutsche WAZ will allerdings vorerst ihren Anteil an der "Kronen Zeitung" nach Dichands Ableben nicht mehr verkaufen. Das sagte Bodo Hombach, einer der WAZ-Bosse, im Ö1-Interview. Man hat sogar das grundsätzliche Interesse, die "Kronen Zeitung" zur Gänze zu übernehmen.

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