In einer aktuellen Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich hat Wifo erhoben, wie groß der Beitrag der Betriebspensionen als Ergänzung der gesetzlichen Pension ist. Demnach hat bereits ein Drittel aller unselbstständig Beschäftigten (865.000 Personen) Anspruch auf eine Betriebspension. Ein Viertel aller heimischen Unternehmen ist damit erfasst. Die Zahl der Arbeitskräfte mit Anspruch auf eine Betriebspension hat sich seit dem Jahr 2000 von 16,1 Prozent auf 31,7 Prozent zwar fast verdoppelt, dennoch geht das Wachstum aus Sicht der Wirtschaftsforschung viel zu langsam vor sich. Url: "Vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen mit kleinerer Belegschaft ist die Betriebspension noch nicht angekommen."
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Die Entscheidung für oder gegen eine Betriebspension wird in den Unternehmen hauptsächlich von finanziellen Überlegungen beeinflusst: 85 Prozent der Unternehmen ohne Betriebspension meinen, dass die Arbeitskräfte Lohnerhöhungen einer Betriebspension vorziehen würden, und rund 80 Prozent scheuen die langfristige finanzielle Bindung. In der Wifo-Umfrage meinen fast 90 Prozent aller Unternehmen, der größte Anreiz für die Einrichtung einer Betriebspension wäre die Steuererleichterung über die Beitragszahlung.
Der internationale Vergleich zeigt, dass in vielen Ländern derzeit die kapitalgedeckte Altersvorsorge verstärkt wird. Vor allem in Osteuropa werden einkommensabhängige Pensionszahlungen zunehmend über kapitalgedeckte Betriebspensionen abgewickelt. In Frankreich und der Schweiz besteht sogar eine gesetzliche Pflicht zur Einrichtung einer Betriebspension. Für Böhm würde eine Verpflichtung in Österreich allerdings zu weit gehen: "Es reicht schon, wenn den Unternehmen zusätzliche Anreize für Betriebspensionen geboten werden, wie etwa eine Steuererleichterung. Damit würde die zu erwartende Pensionslücke für alle weniger schmerzhaft ausfallen."
Für eine Betriebspension zahlen Arbeitgeber und Beschäftigte in Pensionskassen monatlich Beiträge ein, die später in der Pension verzinst ausgezahlt werden. Die durchschnittliche Zusatzpension beträgt 490 Euro pro Monat. Insgesamt veranlagen die 19 Pensionskassen ein Vermögen von 12,4 Milliarden Euro.
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