Das geltende Pensionskassen-Gesetz verbietet zudem auch nach Jahren mit höheren Veranlagungserträgen Pensionserhöhungen über ein bis zwei Prozent. Schon dadurch ist es unmöglich, die schweren Verluste der Vergangenheit jemals auszugleichen, so der Pekabe.
Außerdem wären dazu Ertragszuwächse im zweistelligen Prozentbereich über Jahrzehnte notwendig, die wohl keiner der heute im Schnitt 70-jährigen Zusatzpensionen-Pensionisten erleben wird. Das Veranlagungsgeschick der Pensionskassen in den letzten zehn Jahren, in denen die durchschnittliche Jahresperformance nicht einmal drei Prozent erreichte, hat
im Übrigen gezeigt, was die Pensionskassenpensionisten erwartet, kritisiert der Schutzverband.
Gesetzesreform bei Pensionskassen überfällig
"Die guten Ergebnisse, die die Pensionskassen für 2009 präsentieren, sind zu begrüßen, ersetzen aber die überfällige Gesetzesreform nicht", macht auch Dr. Andras Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates, klar. Reformen der Pensionskassen seien dringend notwendig. "Bei den Pensionsverhandlungen im Herbst 2009 wurden dem Seniorenrat Verhandlungen zur Pensionskassenreform für den Jahresbeginn zugesagt, so Khol.
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Zahl der Anwärer auf Betriebspensionen wächst
Neben dem positiven Jahresergebnis wuchs 2009 auch die Zahl der Arbeitnehmer mit Anspruch auf eine Firmenpension. Zu den bisher 560.000 Menschen mit Anspruch auf eine Betriebspension kamen bis Dezember 2009 über 210.000 neue Kunden hinzu, so der Fachverband der Pensionskassen. Für Geschäftsführer Fritz Janda ist "dieser Zuwachs ein Indiz dafür, dass sich das Pensionskassen-System immer mehr durchsetzt."
Aktienanteil bei Veranlagung von 33 Prozent
Durch die Veranlagung der Gelder an den Kapitalmärkten erwirtschafteten die Pensionskassen für die Arbeitnehmer und Pensionisten im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro. Seit ihrer Gründung haben die Pensionskassen an den Kapitalmärkten 4,6 Milliarden Euro Pensionskapital erwirtschaftet. Da die österreichischen Pensionskassen eine auf Sicherheit und Stabilität bezogene Veranlagungsstrategie verfolgen, liegt der Aktienanteil hierzulande deutlich unter dem internationalen Durchschnitt: Derzeit veranlagen die heimischen Pensionskassen knapp 33 Prozent des Vermögens in Aktien, den Großteil in Anleihen und anderen festverzinslichen Werten. Böhm: "Durch die geringe Aktienquote sind die Schwankungen beim Ergebnis hierzulande nicht so stark ausgeprägt, wie in anderen Ländern. Das bedeutet, dass wir in guten Börsenjahren weniger stark vom Aufwärtstrend an den Börsen profitieren, dafür aber in schlechten Jahren auch nicht so stark von den negativen Auswirkungen betroffen sind."
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