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Umstrittene Bankgebühren
 
14.10.2013

Umstrittene Bankgebühren Tankgebühr nach Bankomatgebühr

Von Erwin J. Frasl
Kommt demnächst eine Tankgebühr für Autofahrer an den Selbstbedienungstankstellen? Diese Frage drängt sich auf, wenn man an die Bankomatgebühr denkt, die die Raiffeisenbanken vorerst in Tirol eingeführt haben.
Kunden von Raiffeisen in Tirol werden seit einiger Zeit mit einer Gebühr von 60 Cent je Abhebung bestraft, wenn sie "fremdgehen" und Geld nicht ausschließlich bei Raiffeisen abheben. Das passt zum Bild der ohnehin hohen Bankgebühren in Österreich. Immerhin hat die EU-Kommission in einer jüngsten Studie festgestellt, dass Österreichs Banken innerhalb Europas die vierthöchsten Bankgebühren verlangen.


Wobei der Gedanke einer Gebühr für Selbstbedienungseinrichtungen wie Bankomaten durchaus etwas Faszinierendes hat: So könnten Selbstbedienungsrestaurants eine Gebühr für ihre Kunden für die Aufnahme von Nahrung einführen, Selbstbedienungsgeschäfte wie Supermärkte eine Regalentnahmegebühr oder die Österreichischen Bundesbahnen für ihre Fahrkartenautomaten eine Fahrkartenentnahmegebühr.

Nun: Vorerst ist die neue Bankgebühr auf Raiffeisen und Tirol beschränkt. Und es gibt auch noch Wettbewerb in Österreich. Auch wenn er nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Denn dieser Wettbewerb hat bis heute noch nicht dafür gesorgt, dass Österreichs Bankgebühren auf einen EU-Durchschnitt sinken, aber es gibt immerhin noch immer erfreuliche Nischen die von Kunden genutzt werden können. Zu den besonders positiven Beispielen was die Bankgebühren anlangt, zählen hier etwa Direktbanken wie Easybank, ING-DiBa Direktbank Austria oder Bankdirekt.

Allerdings kommt der Wettbewerb nur jenen Bankkunden zugute, die informiert sind und sich immer wieder einen Überblick über die Gebühren der Banken verschaffen. Das ist nicht immer einfach. Denn wie alle Bereiche der Wirtschaft ist auch der Bankensektor ständig in Bewegung, werden die Bedingungen für die Bankkunden laufend verändert. Nutzer von Biallo.at haben es hier einfacher: Sie werden auf www.biallo.at und mit dem neuen Newsletter über aktuelle Entwicklungen Tag für Tag informiert.


Privatkunden als potenzielle Opfer

Gerade in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch die Kreditinstitute voll erfasst hat, wie die jüngsten Verlustmeldungen etwa der Österreichischen Volksbanken AG mit 607 Millionen Euro oder der Hypo Alpe-Adria-Gruppe, mit einem Verlust von rund einer Milliarde, wächst die Neigung mancher Banken, ihre Ertragslage mit Hilfe der Privatkunden zu verbessern. Denn von den Unternehmen können die Geldhäuser derzeit kaum Sanierungsbeiträge erwarten, da viele Unternehmen selbst von der Krise voll betroffen sind.

Entdecken Sie Ihre Alternativen

Um hier nicht unfreiwillig zur Kasse gebeten werden, bleibt den Bankkunden nur die Möglichkeit, sich zu informieren, zu welchen Bedingungen Banken ihre Dienstleistungen erbringen und sich für jene Kreditinstitute zu entscheiden, die ihnen besonders günstige Konditionen bieten. Und die gibt es. So gesehen können die Bankkunden über die Höhe ihrer Bankkosten kräftig mitentscheiden. Sie müssen das nur nützen.

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