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Neue Vorwürfe

Hypo-Banken im Visier der Justiz

05.02.2010
Von Erwin J. Frasl
Geplatzte Kredite, riskante Leasinggeschäfte, falsche Bilanzen: Hypo Niederösterreich, Hypo Tirol, Hypo Steiermark, aber auch die Hypo Alpe-Adria haben gegen massive Vorwürfe der Behörden zu kämpfen.
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Die Hypothekenbanken kommen nicht zur Ruhe: Aktuell haben Prüfer der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zwei Vorstände der Hypo Niederösterreich wegen Bilanzfälschung angezeigt, wie etwa der ORF berichtet. Verluste in Höhe von fünf Millionen Euro aus einem Wertpapiergeschäft sollen in der Bilanz der Hypo Niederösterreich nicht ordnungsgemäß verbucht worden sein. Die Hypo Niederösterreich weist den Vorwurf zurück und erklärt dies mit einem anderen Bilanzansatz, der aber ebenfalls gesetzeskonform sei.


Geplatzter Kredit bei Hypo Tirol

Die Hypo Tirol muss mit einem geplatzten Kredit in Höhe von 21 Millionen Euro fertig werden. In diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen einen Geschäftspartner der Hypo Tirol und auch gegen Mitarbeiter der Hypo Tirol.

Leasinggeschäfte der Hypo Steiermark vor Gericht

Eine Leasing-Affäre der Hypo Steiermark wird im Frühjahr im Grazer Straflandesgericht verhandelt. Riskante Leasinggeschäfte in Kroatien und Bosnien waren geplatzt und hatten zu Verlusten in Millionenhöhe geführt. Nun müssen sich ab 7. April zwei Manager wegen Untreue verantworten. In diesem Fall geht es um  Leasinggeschäfte der Hypo Steiermark in Bosnien und Kroatien. Diese wurden mit Pkw, Lkw, aber auch mit Einrichtungsgegenständen und Fensterrahmen gemacht, die entweder gar nicht existiert haben oder verschwunden sein sollen.

Neue Vorwürfe bei Hypo Alpe-Adria

Bei der Hypo Alpe-Adria ist der Vorwurf aufgetaucht, es gäbe einen weit höheren Wertberichtigungsbedarf als bisher bekannt. Die Angaben reichen bis zu zehn Milliarden Euro. Das Finanzministerium dementiert allerdings derartige Spekulationen über die notverstaatlichte Hypo Alpe-Adria.

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