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Urlaub 2012

Wo Ihr Euro am meisten wert ist und wie Sie Spesenfallen vermeiden

06.08.2012
Von Susanne Kritzer
"Der Urlaubs-Euro ist nicht in der Krise, lediglich in Asien machen sich die derzeitigen Probleme des Euro für den Touristen bemerkbar", sagt Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria. Obwohl der Euro im Vergleich zum Vorjahr gegenüber vielen Währungen an Wert verloren hat, wirkt sich dies in den wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher nicht aus. Der Grund: Viele dieser Länder haben entweder selbst den Euro oder orientieren ihre Währung am Euro.
Urlaub 2012Wo Ihr Euro am meisten wert ist und wie Ssie Spesenfallen vermeiden Finanzportal Biallo.at
Wesentlich mehr als in Österreich bekommt man für 100 Euro in den beliebten Urlaubsdestinationen Türkei und Ungarn (rund 150 Euro). Denn dort hat sich die Euro-Abwertung sogar positiv für den Reisenden ausgewirkt. Auch in Kroatien, Slowenien und Portugal ist das Geld deutlich mehr wert als hierzulande (siehe Grafik). Einen geringen Vorteilen verbuchen auch Urlauber in Deutschland, Griechenland und Spanien. Einzige Ausnahme unter den Top 10 der beliebtesten Urlaubsländer ist heuer Italien: Aufgrund der leicht höheren Inflation bekommt man in Italien - wenn auch nur um zwei Prozent - weniger für sein Geld als in Österreich.

Die Schweiz bleibt teuer


Im Vergleich dazu ist ein Aufenthalt in der Schweiz unverändert kostspielig. Hier erhält man für 100 Euro Waren und Dienstleistungen im Wert von nur 64 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr müssen Reisende in exotische Länder tiefer in die Tasche greifen. So ist der Euro in Asien im Verhältnis zu 2011 durchschnittlich um 14 Prozent gesunken. In den USA bekommt man um fünf Prozent weniger als noch im Jahr zuvor, der Preisvorteil ist somit zwar geschrumpft, aber nach wie vor vorhanden.
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Niedrige Kosten - auf die Bezahlart kommt es an

Urlaub in einem Euro-Land bringt auf jeden Fall den Vorteil, das Wechselkurs- oder Spesenrisiko nicht berücksichtigen zu müssen. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag der Erste Bank und Sparkasse läuft fast jeder fünfte Österreicher Gefahr, in die Spesenfalle zu tappen. "Reisende sollten sich bereits vor Urlaubsantritt darüber informieren, wie am besten im Urlaubsland bezahlt wird", rät Manfred Bartalszky, Leiter des Produkt- und Channelmanagements der Erste Bank.

"Der beste Mix ist ein bisschen Bargeld für Snacks oder Taxifahrten und die Kreditkarte, um größere Beträge unkompliziert zu bezahlen", so Bartalszky.

Wechselstuben meiden

Ist man bereits im Ausland, so sollte man Wechselstuben meiden: "Die Konditionen variieren sehr stark, weil es keine einheitlichen Richtlinien gibt. Wechselstuben können die Gebühren selbst festlegen und somit verlangen, was sie wollen", so der Experte.

Die niedrigsten Kosten fallen im Urlaubsland bei Bankomatbehebungen in der Regel mit der Bankomatkarte an. Innerhalb der Eurozone hebt man mit der Bankomatkarte gratis ab, aber außerhalb werden 0,75 Prozent zuzüglich einer Fixgebühr von 1,82 Euro verrechnet. Dagegen gibt es Kreditkarten, mit denen auch außerhalb gratis behoben werden kann: beispielsweise mit jener von DKB. Doch diese sind die Ausnahme. Grundsätzlich werden bei Bankomatbehebungen mit der Kreditkarte stolze Gebühren eingehoben. Hier ein Überblick über einige der wichtigsten Anbieter und ihre Konditionen:

Wichtige Kreditkarten und ihre Bedingungen im Überblick


PayLife:
Euro-Raum: 3 % der behobenen Summe (mind. 3,50 Euro), Nicht-Euro-Raum: zusätzl. 1,5 % Manipulationsgebühr (jedoch nicht in Norwegen, Island und Liechtenstein)

Card Complete: Weltweit: 3 % (mind. 3,63 Euro)

American Express: Euro-Raum: 2-4 % (je nach Karte), Nicht-Euro-Raum: zusätzl. 2 % Auslandseinsatzgebühr

Diners Club: Euro-Raum: 3 % (mind. 4 Euro), Nicht-Euro-Raum: zusätzl. 1,5 % Manipulationsgebühr

Sonderfall Nicht-EU-Länder

Aufgepasst heißt es auch bei der Bezahlung mittels Kreditkarte in Euro in Nicht-Euro-Ländern. Bartalszky: "Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Kunde in der Landeswährung bezahlt". Zahlt er hingegen in Euro, so erhält er in jedem Fall eine schlechte Kursabrechnung.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, wenige Behebungen mit höheren Beträgen zu tätigen, da bei jeder Transaktion Mindestgebühren anfallen.

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Leserkommentare

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26.06.2012 16:52 Uhr
Martin Manninger: Bankomatbehebungen
"Die niedrigsten Kosten fallen im Urlaubsland bei Bankomatbehebungen mit der Bankomatkarte an. Bargeldbezug am Bankomat mit Kreditkarten ist hingegen deutlich kostenintensiver. "

... stimmt ja gar nicht. Innerhalb der Eurozone hebt man mit der Bankomatkarte gratis ab, aber außerhalb werden 0,75% zuzüglich einer Fixgebühr von 1,82 Euro verrechnet. Dagegen gibt es Kreditkarten, mit denen auch außerhalb gratis behoben werden kann. Siehe http://wertsache.at/
Foto: colourbox.com ID:2704
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