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Metaller

Lohnerhöhung von 4,2 Prozent fixiert

18.10.2011
Von Erwin J. Frasl
Nach langen und zähen Verhandlungen haben sich die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Metallindustrie heute früh auf eine Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter um durchschnittlich 4,2 Prozent geeinigt. Löhne und Gehälter steigen zumindest um 80 Euro.
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Der heute, Dienstag, in den Morgenstunden erzielte Abschluss bedeutet für die unteren Beschäftigungsgruppen eine Erhöhung um 4,4 Prozent, für die höchsten um 3,8 Prozent. Kollektivvertragslöhne und -gehälter steigen im selben Ausmaß. Für die unterste Beschäftigungsgruppe beträgt die Ist-Lohnerhöhung 5,0 Prozent.


"Es ist uns gelungen, einen wirtschaftlich vertretbaren und vor allem sozial ausgewogenen Abschluss zu erreichen", so Christoph Hinteregger, Chefverhandler der Arbeitgeberseite. "Die von der Gewerkschaft geforderten 5,5 Prozent haben wir damit erfolgreich wegverhandelt und klar unterschritten." Beschäftigte, die geringe Einkommen beziehen, profitieren allerdings von der heute vereinbarten Erhöhung mehr als Besserverdienende, so Hinteregger: "Es war uns wichtig, dass Menschen, die von der hohen Inflation stärker betroffen sind, auch stärker von dem Abschluss profitieren." Durch die Erhöhungum 4,4 Prozent liegt der geringste Lohn in der Metallindustrie nun bei mehr als 1.600 Euro.

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Die Sozialpartner haben sich zudem auf eine Beschäftigungs- und  Standortsicherungsklausel geeinigt, die ertragsschwache Betriebe entlastet. Vereinbart wurde darüber hinaus eine Berücksichtigung der Elternkarenz für Lohn- und Gehaltsvorrückungen: Müttern und Vätern, die Elternkarenz ab dem 1. November 2011 in Anspruch nehmen, werden bis zu 16 Monate dieser Karenz auf die Vorrückungszeit angerechnet. Bisher lag die Dauer bei maximal zehn Monaten, allerdings nur für eine Geburt.

Dem heutigen Abschluss waren Kampfmaßnahmen der Gewerkschaft vorangegangen, die allerdings auf Initiative der Sozialpartner eingestellt wurden. Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1. November 2011 in Kraft.

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Leserkommentare

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28.10.2011 14:33 Uhr
Mory Michael: differenziert
klar freue ich mich über diesen Abschluss, bekomme ja mehr heraus. ABER:
eigentlich finde ich diesen abschluss langfristig sehr gefährtlich, weil wenns wieder bergab geht, dann haben wir alle (Arbeitnehmer und vor allem Geber) das Problem der hohen Löhne, wenn sich das auf Dauer jedes Jahr so weiter fortsetzt.
Ich sähe hier eine Lösung über höhere Einmalzahlungen, Die können sich ja im Bereich von 4,5% des Jahreslohnes bewegen, der gestaffelt ausbezahlt werden kann und nächstes Jahr wieder verhalndelt werden mussen.
Dadruch haben die Arbeitnehmer was davon, und die Arbeitgeber auch eine gewisse Sicherheit dass bei schlechten Zeiten nicht das Lohnniveau die gesamte Firma handlungsunfähig macht.
Michael Mory
Foto: Felix Fontane/ddp ID:2074
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