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Institut für Wirtschaftsforschung

Neuer Schwung für den Aufschwung

13.08.2010
Von Erwin J. Frasl
Die jüngste Schnellschätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung bringt gute Nachrichten: Die gesamtwirtschaftliche Produktion in Österreich stieg im II. Quartal 2010 gegenüber der Vorperiode real um 0,9 Prozent. Dank Auslandsnachfrage wurde die Sachgüterproduktion erheblich ausgeweitet. Während die Investitionen neuerlich rückläufig waren, wuchs der Konsum. Gegenüber dem Vorjahr expandierte das heimische Bruttoinlandprodukt real um 1,9 Prozent, nach 0,0 Prozent im I. Quartal 2010.
Konjunktur-Aufschwung-Produktion-Investitionen-Konsum-Bruttoinlandprodukt-Konsumausgaben-Vermögensdienstleistungen-Kommunikationsdienstleistungen-Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung-Wifo-Marcus Scheiblecker
Nachdem die österreichische Wirtschaft im I. Quartal 2010 stagniert hatte, erhöhte sich das
Bruttoinlandprodukt (BIP) im II. Quartal sprunghaft (um Saison- und Kalendereffekte bereinigt real plus 0,9 Prozent gegenüber dem I. Quartal 2010). Der Warenausfuhr kam die kräftige Belebung der Auslandsnachfrage nach heimischen Produkten zugute, der Gesamtexport stieg gegenüber der Vorperiode real um 2,2 Prozent (I. Quartal plus1,0 Prozent). Davon profitierte vor allem die heimische Sachgütererzeugung: Sie weitete ihre Wertschöpfung gegenüber der Vorperiode real um 3,0 Prozent aus, so Wirtschaftsforscher Marcus Scheiblecker vom Wifo.

 

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Müde Investitionsnachfrage

Hingegen war auch im II. Quartal 2010 noch keine Belebung der Investitionsnachfrage zu
verzeichnen. Der reale Rückgang der Anlageinvestitionen (sowohl Bau- als auch Ausrüstungsinvestitionen) gegenüber der Vorperiode um 0,9 Prozent zeigt jedoch eine Verlangsamung der Abwärtsdynamik (I. Quartal minus 2,0 Prozent). Die Investitionsschwäche bremste das Wachstum des Imports, insgesamt wuchs die Einfuhr im II. Quartal gegenüber der Vorperiode real um nur 0,4 Prozent, nach plus 1,0 Prozent im I. Quartal.

Bescheidenes Wachstum bei Konsumausgaben

Das mäßige Wachstum der Konsumausgaben hielt im II. Quartal 2010 an. Sowohl der private
als auch der öffentliche Konsum wurde saison- und kalenderbereinigt real um 0,2 Prozent ausgeweitet; die Rate entsprach damit jener des I. Quartals.

Vom Anziehen der Konjunktur profitierten im II. Quartal auch die Anbieter von Vermögens- und
Unternehmensdienstleistungen (Wertschöpfung real +0,7 Prozent gegenüber der Vorperiode).
Das Hotel- und Gaststättenwesen, der Handel, das Transportwesen und die Kommunikationsdienstleistungen verzeichneten Zuwächse um insgesamt 0,5 Prozent .

 

 

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