Die Veranlagung in Wohnbauanleihen ist steuerbegünstigt, so Thore Dohse von der Bank Austria.
Steuervorteile bei Wohnbauanleihen
Für Privatanleger sind die Zinsen aus Wohnbauanleihen bis zum Ausmaß von vier Prozent jährlich von der Kapitalertragsteuer (KESt) befreit. Beim Kauf gibt es keine betragliche Begrenzung und bei Verkauf keine Nachversteuerung. Durch diese Begünstigung ergibt sich ein höherer Netto-Ertrag gegenüber voll steuerpflichtigen Anleihen.
Wohnbauanleihen sind endbesteuert - das heißt, sie sind von der Einkommensteuer befreit. Die Aufwendungen für den Ersterwerb der Anleihen können von Privatanlegern im Rahmen der gesetzlich geregelten Grenzen als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Voraussetzung ist eine Behaltedauer von zehn Jahren. Die effektive Rendite hängt daher unter anderem auch vom jeweiligen Einkommen ab.
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Kupontermin ist jeweils der 29. Jänner, erstmals am 29. Jänner 2011, der Erstemissionskurs beträgt 100 Prozent (bis auf Weiteres). Laufzeit der Anleihe ist der 29. Jänner 2010 bis einschl. 28. Jänner 2015. Die Tilgung erfolgt gesamtfällig am 29. Jänner 2015 zum Nennwert. Eine ordentliche Kündigung seitens der Emittentin oder der Gläubiger ist unwiderruflich ausgeschlossen, der Nennbetrag lautet auf 1.000 Euro. Der Antrag auf Zulassung dieser Schuldverschreibungen zum Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse ist vorgesehen. Für den Dienst der Anleihe haftet die Emittentin mit ihrem gesamten freien Vermögen.
So viel werfen Bundesschätze ab
Wer sein Geld kurzfristiger in Anleihen investieren möchte, kann dafür Bundesschätze oder Spar-Unternehmensanleihen nutzen: Die Republik Österreich bietet Anlegern Wertpapiere ab einem Mindestbetrag von 100 Euro online an. Für eine Laufzeit von einem Monat gibt es aktuell 0,10 Prozent Zinsen pro Jahr. Für drei Monate Laufzeit beträgt der Zinssatz 0,30 Prozent, für sechs Monate gibt es 0,6 Prozent, für zwölf Monate 0,8 Prozent.
Anleger, die ihr Geld zwei Jahre in Bundesschätzen binden, erhalten 1,10 Prozent p.a., für vier Jahre gibt es 2,25 Prozent jährlich, für fünf Jahre 2,6 Prozent und für zehn Jahre 4,20 Prozent.
! Achtung: Die Zinssätze gelten für Zahlungseingänge am 29. Jänner dieses Jahres.
Der zweite Anbieter von kurzfristigen Wertpapieren ist das Handelsunternehmen Spar. Spar bietet den Anlegern seine kurzfristigen Unternehmensanleihen, sogenannte Commercial Papers, via Internet unter www.sparanlage.at an.Emittentin ist die Spar Österreichische Warenhandels-AG. Sie haftet für die Gelder der Anleger.
Zinsen für Spar-Unternehmensanleihen
Die aktuellen Zinsen für die kurzfristigen Unternehmensanleihen von Spar sind deutlich höher als die Zinsen für Bundesschätze der Republik Österreich. Konkret gibt es für die kurzfristigen Unternehmensanleihen von Spar folgende Zinssätze: Für die Laufzeit von einem Monat sind es aktuell 0,4 Prozent pro Jahr, für drei Monate 1,25 Prozent, für sechs Monate 1,75 Prozent. Bei zwölf Monaten Laufzeit beträgt die Verzinsung 2,5 Prozent. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten gibt es derzeit 3,15 Prozent und für 36 Monate gibt es aktuell noch 3,40 Prozent.
! Achtung: Die Zahlungseingänge für den Kauf dieser Anleihen müssen allerdings bis am 29. Jänner 2010 erfolgen.
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