18.06.2010
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Gold als Krisenwährung

Preise, Angebote, Einschätzungen

Von Wolfgang Thomas Walter
Gold als sicherer Hafen. Für immer mehr Sparer wird das Edelmetall zur Alternative für klassische Sparformen. Die Prognosen der Experten.
direktanlage.at - Goldbarren von 50 Gramm und mehr
Die österreichische Wertpapieranlagebank direktanlage.at bietet den Kauf von Goldbarren an. Kunden können Barren im Feingewicht zwischen 50 und 1.000 Gramm erwerben. Das von Anlegern gekaufte Gold wird in das Wertpapierdepot bei direktanlage.at eingebucht und erscheint tagesaktuell als eigene Position im Depotauszug.
"Gold eignet sich ideal als Vorsorge für Krisenzeiten und als Möglichkeit, das Anlagerisiko im Depot zu streuen. Deshalb macht Gold als Beimischung sehr viel Sinn", meint Ernst Huber, Vorstandsvorsitzender von direktanlage.at. "Gerade in der aktuellen Niedrigzinsenphase und hoher Inflationsgefahren ist die Nachfrage nach dem Edelmetall auch entsprechend groß."
Niedrige Einstiegseinheit
Vorteil für Anleger: Die niedrige Einstiegseinheit von 50 Gramm bei direktanlage.at und ihr Richtpreis von aktuell 1.830,37 US-Dollar (26.04.2010). Bei direktanlage.at werden Barren mit 50, 100, 250, 500 und 1.000 Gramm angeboten. Alle Barren weisen den garantierten, eingeprägten Feingehalt von 999,9 Promille auf. Im Vergleich zu Münzen haben Goldbarren geringe Handelsspannen und preiswerte Präge- bzw. Gusskosten, so Huber.

Der Kauf und Verkauf der Goldbarren kann per Fax, Telefon oder in einer der sieben direktanlage.at-Filialen in Österreich erfolgen. Auf Wunsch können die Goldbarren dort auch ausgehändigt werden, dabei fallen jedoch Auslieferungsspesen an. Ansonsten erfolgt die physische Verwahrung als Sondervermögen bei einer Schweizer Großbank. Die von direktanlage.at gestellten Kurse, welche im Wertpapierdepot des Anlegers aufscheinen, sind tagesaktuelle Festpreise inklusive aller Kauf- und Verkaufspesen.

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Auf Gold im privaten Anlagevermögen setzen auch Experten der Erste Bank, wie der Analyst Ronald Stöferle. Viele Marktteilnehmer erwarten aufgrund der panischen und turbulenten Ereignisse des vergangenen Jahres einen explodierenden Goldpreis – der Goldpreis legte im vergangenen Jahr immerhin 13,6 Prozent (in Euro) zu. Gold konnte sich sowohl absolut, aber insbesondere relativ, positiver entwickeln als die meisten anderen Anlagemöglichkeiten. Obergrenzen beim Goldpreis sind derzeit nicht auszumachen, so hartgeld.com Chef Walter K. Eichelburg.

Gold hat neue Allzeithochs im Euro, dem britischen Pfund, dem kanadischen Dollar, dem südafrikanischen Rand, dem russischen Rubel, der indischen Rupie und zahlreichen anderen Währungen markiert. Auch in 2010 ist die Entwicklung bislang überzeugend.

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Die Politik der Notenbanken, der Wirtschaft massiv billiges Geld zur Verfügung zu stellen und die massive Ausweitung der Staatsverschuldung rund um den Globus könnten Inflation zum Problem der nächsten Jahre machen, so die Profis der Erste Bank. Dies gepaart mit nahezu weltweiter Nullzinspolitik sowie zunehmender Kritik am Dollar als Weltreservewährung, könnten eine perfekte Ausgangsposition für weitere Goldpreisanstiege sein.


„Wir sehen den Goldpreis – mehr denn je – in einem Aufwärtstrend. Wir glauben, dass etwa die Hälfte der Aufwärtsbewegung vollzogen ist, die impulsivste Phase dürfte erst folgen. Rohstoff- und Edelmetallzyklen dauern besonders lange, zumindest 15 bis 20 Jahre. Nachdem der jüngste Bullenmarkt erst 2001 startete, könnten wir erst bei der Hälfte des Zyklus stehen. Dies impliziert, dass unser Kursziel von 2.300 US-Dollar am Ende des Zyklus mehr denn je realistisch erscheint“, meint Stöferle.

Anlegerstimmung beeeinflusst Goldpreis

Gold und Silber sind die einzigen anerkannten Währungen, die von Regierungen und Notenbanken weder kreiert, noch kontrolliert werden können. Die Antwort auf die Frage ob Gold teurer wird, oder die Kaufkraft der Papiergeldwährungen sinkt, liegt im Auge des Betrachters. Gold kann in jedem Falle nur auf den inneren Wert zurückfallen, der in Höhe der Förderkosten liegt.

In den 1970er Jahren galt es noch als ungeschriebenes Gesetz, mindestens ein Fünftel des Vermögens in Gold zu investieren. 1980 machten Gold & Goldminenaktien über 26 Prozent des Weltfinanzvermögens aus, heute sind es lediglich 0,6 Prozent des Weltvermögens. Selbst bei einem Preis von 5.000 US-Dollar pro Unze (eine Feinunze ist exakt 31,1034768 Gramm) wären also lediglich drei Prozent in Gold investiert. Derzeit empfiehlt der Goldexperte der Erste Group fünf bis zehn Prozent des Vermögens in das Edelmetall anzulegen.

Foto: biallo.at ID:201