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Donnerstag, 09.09.2010
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Geldanlage

Sparbuch bleibt Liebling der Österreicher

Das Sparbuch liegt wieder an der Spitze der beliebtesten Sparformen. Die staatlich gegförderte Pensionsvorsorge hält den letzten Platz in der Gunst der Österreicher. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der GfK Austria.
Sparbuch-Bausparvertrag-Eigentumswohnung-Haus-Grundstücke-Lebensversicherung-Pensionsvorsorge-Gold-Wertpapiere-Aktien-Investmentfonds-GfK Austria-Marktforschung-Meinungsforschung-Alexander Zeh-Finanzmarktforscher Finanzportal Biallo.at
Seit den 80er-Jahren erhebt GfK Austria, welche Anlageformen für die Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre - unabhängig von der Nutzung - am interessantesten sind. Jährlich werden dazu 20.000 persönliche Interviews durchgeführt, die Auswertung erfolgt quartalsweise.


Sparbuch liegt bei Beliebtheit an der Spitze

Hier die Details der aktuellen GfK-Untersuchung: Das Sparbuch war auch 2009 die beliebteste Sparform, wie 52 Prozent der Österreicher sagen. Die Gründe dafür liegen für Alexander Zeh, Finanzmarktforscher bei der GfK, auf der Hand: „2009 prägte Unsicherheit breite Teile der Bevölkerung. Man vertraut einerseits dem, was man kennt und möchte andererseits sein Geld nicht zu lange binden. Es könnte ja bald wieder aufwärts gehen.“ Waren es im Jahr 2000 nur 15 Prozent, die das Sparbuch interessant fanden, so sind es jetzt beachtliche 52 Prozent. „Das Sparbuch hat sich in den letzten acht Jahren in der Beliebtheit fast vervierfacht, die Österreicher warten ab und parken ihr Geld am täglich fälligen Sparbuch selbst bei unattraktiven Zinsen.“ so Zeh.

Bausparer feiert Comeback

Konnte der bei den Österreichern sehr beliebte Bausparvertrag bis Ende 2008 von der Krise nicht wirklich profitieren, so zeigte sich letztes Jahr eine Stabilisierung und gegen Ende des Jahres ein Comeback. 45 Prozent (im 4. Quartal 2009 sogar 48 Prozent) der Befragten finden die dieses Traditionsprodukt interessant.

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Investmentfons rangieren auf niedrigem Niveau

Das Interesse an einer Anlage in Wertpapieren ging seit Ende 2007 sukzessive zurück. So erreichten Investmentfonds den niedrigsten Wert im 9-Jahres Vergleich (fünf Prozent) und bestätigen damit die Erwartungen. Auch das Interesse an Aktien sank weiter ab, nur mehr sechs Prozent fanden Aktien in der ersten Jahreshälfte besonders interessant. Seit dem dritten Quartal war nun erstmals eine leichter Erholung erkennbar: Aktien stabilisieren sich zumindest, wenngleich auf niedrigem Niveau (sieben Prozent), auch Investmentfonds bleiben mit sieben Prozent konstant.

Auch klassische Versicherungsprodukte können von dem Bedürfnis nach Sicherheit bis dato kaum profitieren: Die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung liegt bei 15 Prozent, die klassische Lebensversicherung pendelt knapp unter 20 Prozent (aktuell 19 Prozent).

Gold lockt wieder

Auf der anderen Seite nimmt das Interesse an der Veranlagung in Gold wieder deutlich zu: Waren es 2007 nur sieben Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, die die Veranlagung in Gold interessant fanden, so sind es jetzt beachtliche 15 Prozent (im 4. Quartal 2009 sogar 17 Prozent).

Insgesamt ergibt sich damit folgende Rangliste der beliebtesten Sparformen:

  1. Sparbuch: 52 Prozent
  2. Bausparvertrag: 45 Prozent
  3. Eigentumswohnung/Haus: 25 Prozent
  4. Grundstücke: 24 Prozent
  5. Lebensversicherung: 19 Prozent
  6. Pensionsvorsorge mit staatlicher Prämie:15 Prozent
Erwin J. Frasl   11.02.2010

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