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Eurokrise

Ein Polit-Zwerg namens EU

14.07.2011
Von Erwin J. Frasl
Es ist immer wieder verblüffend wie sich die Europäische Union mit ihren mittlerweile 27 Mitgliedsstaaten und rund 500 Millionen Einwohnern, die immerhin den größten und reichsten Markt der Welt bilden, als politischer Zwerg präsentiert.
Europäische Union-EU-USA-China-Indien- Zwerg-Macht-Gestaltungswille-Ohnmacht-Herman Van Rompuy-Catherine Ashton-Präsident des Europäischen Rates-Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik-Fernsehbilder-Krisensitzungen-Eur

Wo die USA, China oder Indien auftreten ist Macht und Gestaltungswille spürbar - wo die EU auftritt ist die Ohnmacht zu Hause – daran haben weder die Etablierung von Herman Van Rompuy als Präsident des Europäischen Rates noch die die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton etwas geändert.

Wer in den vergangenen Monaten die Fernsehbilder von nicht enden wollenden Krisensitzungen der Europäischen Union im Zuge der Krisen in einigen Euro-Ländern wie Griechenland, Irland, Portugal und jetzt auch noch Italien aufmerksam verfolgt hat, bekam dabei immer wieder eine Bestätigung für die politische Hilflosigkeit der EU.

Da wird von EU-Politikern immer wieder die zu große Macht der US- Ratingagenturen beklagt – bis jetzt gibt es aber keine Taten, die Macht von Standard & Poor's, Moody’s und Fitch einzudämmen. Da wird endlos über die Notwendigkeit von Ratingagenturen der EU gejammert, die auf der internationalen Bühne ernst zu nehmende Mitbewerber der US-Agenturen sein sollten – passiert ist nichts.

Vielleicht könnten die EU-Politiker die Chinesen in Peking fragen, wie lange sie gebraucht haben, um ihre eigene chinesische chinesische Ratingagentur Dagong zu gründen und wie das geht.

Die immer wieder zunichte gemachten Bemühungen der EU-Politiker das Wohlwollen der US-Ratingagenturen mit Milliardenhilfen an einzelne Mitgliedsländer der Eurozone zu erlangen, zeigen nur allzu deutlich, dass die Finanzmärkte inklusive der US-Ratingagenturen mit der EU Katz und Maus spielen. Das Schöne dabei ist, dass sich damit immer Milliarden verdienen lassen, zu Lasten der Sparer und Steuerzahler in der Europäischen Union. Denn der, der weiß, welches Land morgen als Ramsch-Land international abstempelt wird, kann damit wunderbar Kasse machen.

Vielleicht wäre es hilfreich für die Europäische Union samt Europäischer Zentralbank, Chinas Kommunisten, die ja hervorragende Kapitalisten sind, um Rat zu fragen, wie die aktuellen Finanzprobleme gelöst werden könnten.

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