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Von der Monsterwelle zum Super-Gau

So können wir den Japan-Schock bekämpfen

15.03.2011
Von Erwin J. Frasl
Angst, Angst, Angst – das bescheren uns die Bilder aus Japan. Reagieren wir auf die größte Katastrophe in Japan seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit dem größten Mitgefühl dessen wir fähig sind. Und mobilisieren wir Gemeinde für Gemeinde, Bundesland für Bundesland unsere Möglicheiten, Energie zu sparen bzw. vorhandene Alternativen zur Atomkraft zu nutzen. Gemeinden wie Güssing zeigen, wie es gehen kann.
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Erwin J. Frasl, Chefredaktion biallo.at
In diesen Stunden gehört unser tiefes Mitgefühl den Menschen in Japan, die unvorstellbaren physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Auf den ersten Blick können wir hier in Österreich wenig tun. Zu dem Wenigen, das wir aber sofort tun können, gehören Spenden für die gequälte Bevölkerung Japans. Seriöse Organisationen wie etwa die Caritas oder das Rote Kreuz bieten Ihnen die Möglichkeit dazu. Helfen Sie hier, so gut Sie können. Ich habe bei meinen Besuchen in Japan ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen kennen gelernt. Jetzt brauchen diese Menschen unsere materielle Hilfe, aber auch viele Signale der Verbundenheit mit ihrem Schicksal, damit sie wissen, sie sind nicht allein.

 

Bieten wir Ländern wie China oder Indien Vorbilder, wie es ohne Atomstrom geht ...

Aber wir können noch anderes tun – auch wenn es mühsam ist: Ort für Ort. Strengen wir uns an, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Energie zu sparen (ohne unsere Lebensqualität einzuschränken) und nützen wir jedwede Gelegenheit, alternative Energien zu Atomstrom zu entwickeln und zu nützen. Hier liegen noch viele Möglichkeiten brach, wie uns etwa das Beispiel der burgenländischen Gemeinde Güssing zeigt. Die Stadt Güssing versorgt sich schon seit einigen Jahren selbst mit Wärme, Strom und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energieträgern der Region. Die Energieerzeugung stützt sich dabei auf verschiedene Technologien wie Biomassevergasung, Verbrennung, Biogas, Solarthermie oder Photovoltaik. Die dafür nötigen Rohstoffe kommen aus der Land- und Forstwirtschaft, aber auch Reststoffe der Industrie werden genutzt.

Anstatt nur auf die Wissenschaft zu setzen, die uns zu unbegrenzter und billiger Energie verhelfen soll, können wir schon jetzt Gemeinde für Gemeinde bereits bestehende Möglichkeiten etwa zum Energiesparen wie Wärmedämmung setzen oder den Ausbau von Solarenergie vorantreiben. Hier nur auf Förderungen des Staates zu setzen, würde das Gemeinwesen allerdings überfordern. Tun wir selbst etwas. Damit unser Vorbild in Österreich und Europa Ländern wie China, Indien zeigt, dass es Alternativen zur Kernkraft gibt, ja geben muss, wie uns die beängstigenden Bilder aus Japan zeigen.

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